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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1901-01-01 · 2 (1901) Heft VIII · p. Seite 133

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1901
Issue
2 (1901) Heft VIII
Date
1901-01-01
Page
Seite 133 (sequence 24)
Language
German
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133 Eine ähnliche Entwickelung nimmt der אל-Gedanke auch bei den anderen Semiten. Ja, es lässt sich an der Wandlung dieses Begriffes beinahe die gesamte religiöse Entfaltung dieser Stämme verfolgen. Ursprünglich bezeichnet אל die sich auf irgend eine Weise offenbarende Naturkraft, den Dämon eines Baumes, eines Berges, einer Quelle. אל entspricht hier also dem arab. dhü, dem kan. baeal (Josephus ant. I 20 אל aYye^oc!). Die besondere Art der Naturwirkung wird in einem entsprechenden mit אל verbundenen Attribut oder Prädikat angedeutet. Diese unzähligen Naturoffenbarungen konzentrieren sich immer bestimmter unter gewissen Gesichtspunkten, immer weiter reduziert sich die Zahl der ihnen als ursächliche Kraft zu gründe gelegten Substrate, immer klarer und deutlicher wird deren Wesen, sie werden zu Personen, und wie der Dämonenglaube hinter der immer bestimmter hervortretenden Götterwelt verblasst, so wird auch אל mehr und mehr abstrakt, er tritt weiter und weiter hinter den einzelnen Gottheiten, wie im Sabäischen hinter Attar, Sams, Almaqhu u. a., bei den Nordsemiten hinter Ba'al, Molok, Kemos u. a., zurück, um so allmählich aus dem Primum das Summum zu werden. So erklärt es sich, dass uns neben אל noch ein Rest des Dämonenglaubens in einem aus אל und einem Prädikate gebildeten Gottesnamen begegnet, dass z. B in Zengirli neben El ein Rakub6l — vgl. Gr. Eigenn. 56, ferner sab ברבאל, bei Henoch: Kerubei — genannt wird, und dass Ilu bei den Bab.-Assyr. zugleich Gattungsname und die Bezeichnung des höchsten Gottes ist. Daher kommt es auch, dass אל im Kan. fast gänzlich, im Arab. völlig aus der lebenden Sprache geschwunden ist, während es sich sehr häufig in Eigennamen erhalten hat. Als ein feminines Korrelat zu אל, wie zu אשרה — אשר, zu גדה — גד, zu דנה — דן u. S. w., erscheint אלה in den hebr. nom. pr. 10c. ידאלה (Zebulun), יזרעאלה (Issak.) und אשראלה. Bei den Phönik. ist אלת Personenname, offenbar ein Hypocoristicon (s. Gr. Eigenn. 8. 13 f. 24 und Meyersahm H., Deorum nomina hominibus imposita, Kiel 1891). Im Sab. findet sich עבדלת, vgl. Herod. III, 8 5AXiXav und Z 41, 724 עבדאללה (sonst contrahirt in Allät), mit Suffix: 5EXX($)׳u$. Für das Syr. s. Baethgen, Beiträge 58. Einen Plural אלם — wie ein Singular gebraucht: R. 6t. juiv. 1882, 169, manchmal dem Gottesnamen vorangesetzt: Pietschmann, Gesch. d. Phön. 183 — zeigen die phön. Namen עבדאלם ’Aß81q- Xsjms (Movers, Phön. II, 1, 464 u. s.) Abdi-li-mi (K 367, 1) u. Hommel Chr. אלם n. 10c. Hingegen hat אלהים mit אל etymolo-

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