Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 81

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1901
Issue
1 (1901) Heft VII
Date
1901-01-01
Page
Seite 81 (sequence 82)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
79% known words query
IRI
…/2642950-2642960-2642961--0690-2643621
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

81 דרפד in Sefer Raziel 39 a ist gewiss nicht &€Qa7tevr1jg (p. 107), sondern d0Qvq>0Q0g (דרפר) Lanzenträger. Ebenso ist דרפגאר zu erklären, nur ist der zweite Bestandtheil das lat. ■ger; s. weiter unter טיפגר. Richtig sollte es דרוגר lauten; die Corruption ist aus דרפד erklärlich. הובאריה (p. 110) kann unmöglich תוב ביראה sein. Es ist einfach identisch mit הובריא im Midrasch (Lehnwörter S. 223). היזיא möchte ich von הזים Jes. 56, 10 ableiten. הישיעה als Engelname erinnert lebhaft an die neutestamentliehe Redensart cogccpvcc iv vifjiarotg Matt. 21,9, wofür einige Apokryphen. z. B. die Acta Pilati, in griech. Lettern die hebräische Redensart הושע נא במרומים aufbewahrt haben. Der ausserördentlieh vergeistigte Sinn, in welchem dieses Wort in der Kirche gebraucht wurde, macht dessen Vorrücken zu einem Engelsnamen begreiflich. היגרון in S. Razicl f. 37 b Name eines Genius, der von Metatron dem R. Ismael zugetheilt wird. Schwab (p. 111) übersetzt das Wort mit ״contraction*4. Das giebt keinen Sinn. Besser setzt man dafür ieqsvg der Heilige, der Priester (phonetisch gut zulässig). Das griech. Wort kommt in dem speciellen Sinne eines gottbegnadeten Wesens oft genug vor. הרוטס lies הרנטס svqoporog Südsüdost, d. i. Wind, was einen besseren Sinn giebt, als Evqmtccc; bei Schwab p. 115. זרם in S. Raziel f. 6a liest Schwab (p. 124) Zorern ״Disperseur“. Besser Zerem; vgl. Habak. 3,10 u. andere Stellen: זרם Regenguss, Unwetter. Zur Zeit der ersten ״Tekufa14 fängt das winterliche Unwetter an. Vgl. oor. טארגא ist ein aus dem lat. beziehungsweise italien. targa Schild in den Midrasch eingedrungenes Wort. Der Engel טאגריאל in Beth-ha-Midrasch III, 95 u. 99, wie auch in späteren Schriften, hat daher seinen Namen (lies אטרגיאל Schild Gottes). Damit fallen die Erklärungen bei Schwab für תרגה ,טאגריאל und תיעיאל weg. טולור vergleicht Schwab (p. 134) mit Jalkut Josua § 31, wo aber in ed. Venedig richtig פולר - <f-oi.Xaqiov steht. Das Wort ist eher mit (טלני (viermal im Targum), zusammenzustelh n. und ist dieses Wort bei Schwab nachzutragenטלני ,־ bedeutet aber unzweifelhaft Daem onen, und dieselbe Bedeutung hat auch טולור (Lehn- Wörter S. 268). Statt טולזר lies ל) טולני für 'י' ,נ für .(ר׳ טופגר, wofür in Jellinek’s Beth-ha-Midrasch III, 94 die bei Schwab nicht verzeichnete Variante טופרג vorkommt, ist, nach Art der Umstellung in der Variante, in פוטגר zu berichtigen: entweder <p(0T0 -fgor (vgl. armiger etc.) Lichtbringer, oder (פיטרג) (ftnovqyog Erzeuger, Urheber. טופימוס aus S. Raziel f. 34b und 41a hält Schwab (p. 135) für t 1{1rj (fcog (sic). Lies טופיקוס rorriTcoc ronog Ort, in der

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.