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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 80

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1901
Issue
1 (1901) Heft VII
Date
1901-01-01
Page
Seite 80 (sequence 81)
Language
German
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80 (בתולה) hat, so dürfte חגרון in קורון zu emendieren sein und muss das Wort von Koqtj ״Jungfrau44 abgeleitet werden. Vgl. für den Gebrauch eines Zeichens des Zodiakus oben .אנטורוס במרתיאס (p. 85). In dem Worte scheint Mithras zu stecken. בראטר, Name des fünften Tages der Woche, hat mit ״Jupiter״ nichts zu thun (Schwab p. 87). Oben unter אברימונס sagten wir bereits, dass der fünfte Tag ein kritischer Tag ist, d. i ein dies ater, wie die Lateiner sagten, und so sagten die Juden בר ater nicht [komme] der unglückliche Tag, so wie sie בר מנן sagten und noch sagen. גראפיאל hat bei Schwab (p. 98) keine rechte Erklärung. Das Wort ist wahrscheinlich von yqctipstv und אל zusammengesetzt: ״Schreiber Gottes“. Vgl. .גרמטו גרמטו yQafificcrsvg Schreiber. Es ist daran zu erinnern, dass nach jüdischer Auffassung der Engel Michael, wie auch dessen Substitut Metatoron, ferner der Prophet Elijahu die himmlischen Schreiber sind. דומה Der Schweigende, Genius der stillen Todten. Dieser bereits im Talmud u. noch häufiger im späteren Schriftthum genannte Daemon ist in der ung. Zeitschrift ״Ethnographia“ VII (1896) 23 unter anderem mit der persischen Gottheit Theo-Damas u. mit dem tatarischen Damu — Unterwelt zusammengestellt worden. Daraus wurde der Engelname דומיאל abgeleitet. דוקיאל möchte ich nicht von ״ רק ,ריקsubtil“ ableiten, sondern von dux; mein Herzog ist Gott. Danach auch דוקירין nicht ״fourche“, sondern dux mit der hier schon erwähnten Endung ].רי רות umschreibt Schwab (p. 101) Dath ״la religieuse“. Es kommt in S. Raziel f. 34 h als Name eines Engels vor. Ich sehe darin das bekannte rabbinische Wort רות, eigentlich הדוח (Kohut III, 32), welches nach Einigen eine Grube, eine Höhle bedeutet Vielleicht lässt sich dabei sogar an Hades erinnern. דלפת (p. 103) kommt nicht von JsXfpixr!, sondern ist gut semitisch: רלפת die Träufende, wobei zu dem Femininum etwa רוח Geist zu ergänzen ist. Wenn man dabei durchaus an eine mythische Beziehung denken will, so liegt eine Anspielung auf den mythischen Fisch Delphin ganz nahe. דמוטרון (p. 104), welches Schwab nicht erklären kann, leite ich ebenfalls vom Semitischen ab. Um die nächtliche Pollution zu verhüten, rief man den Engel der Finsterniss an, und Demeter ist nach alter Vorstellung eine chthonische (unterirdische) Gottheit. Freilich ist aus der griechischen Göttin in der Vorstellung der Juden ein ganz anderes Wesen geworden. דגי. Ich habe darin (bei Kohut, Semitic Studies p. 344) eine griech. Gottheit erkannt.

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