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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 78

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1901
Issue
1 (1901) Heft VII
Date
1901-01-01
Page
Seite 78 (sequence 79)
Language
German
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sondern der fünfte Tag des Monats und so hat sich das Wort ißdoficiTOQ im Jüdischen irrtümlich als der fünfte Tag der Woche festgesetzt. אגטיה äya&og et יה (Schwab). Wohl nur äya&r[, vgl. Agathe als Eigennamen von Frauen. Einstv dg aya&ov ״zum Guten sei’s gesagt“ ist eine Phrase, die schon bei Homer, Ilias IX, 102 vorkommt } dya&d Ttqayficera in der Bedeutung ״Glück“ bei Thucydides III, 82. Es ist auch an dya&odaifitöv zu erinnern. ארריגון ist gewiss nicht doqvyov (bei Schwab Joqvyov) für doqotpoqixov ״porteur de lance“, sondern dqovyyog, lateinisch drungus eigentlich ein Trupp Soldaten, im Jüdischen jedoch auch von Engeln, wie z. B. in Jerusch. Horajoth III, fol. 47a. Drungus kommt eigentlich vom gothischen driungan, welches Wort auch im englischen throng enthalten ist. Zur Schreibart in אדריגון vgl. הדיריגון in Midrasch Psalm XV, 6 p. 118 ed. Buber. ארנק stammt schwerlich von oyxog (Schwab p. 46), sondern ist mit אננקי gleichzusetzen, wofür Schwab p. 65 richtig dvayxri setzt und wofür im Targum auch אניקי vorkommt (Levy, Targum. Wörterbuch I, 43). Da jenes אונק auf einem babylonischen Terrakottateller steht, so ist sehr leicht möglich, dass die Lesung nicht richtig ist, und sollte es eigentlich אננקי heissen. אטטיטרם leitet Schwab (p. 51) von Titus ab. Nun steht aber dieses Wort, wie Schwab angiebt, in Sefer Ra ziel f. 37b in der Verbindung אזרייה אטטיטוס und bedeutet ״prunelle de l’oil droit au corps de Dieu“. Ich lese אורגיה טוסטוס vqyla &ctv [larog — Wunderthat (vgl. &av[jbaT0-vqyia), womit die Beschaffenheit Gottes als (מעשה נפלא) etwas Wunderbares bezeichnet wird. אמנגנאן nach Schwab (p. 61) von אמן und ״ מגןvrai bouclier“. Es steht in Sefer Raziel f. 24a und 41a als Name des Dieners von Dalkiel. Es ist ohne Zweifel fiayyavoy, Kunstwerk, Zauberwerk, ein Wort, welches schon im talmudischen Idiom jede Art Kunst- und Blendwerk bezeichnet. So bereits bemerkt in meinem Wörterbuche ״Lehnwörter“ S. 343. אמספלו nach Schwab ״Arnos xfjsXXbg“ Arnos der Stotternde. Gewiss verfehlt, denn die Eigenschaft des Propheten Arnos kann unmöglich Bezug haben auf den Engel, der über den Monat Ab wacht. Das Wort ist ganz deutlich Muspilli, ein allen Deutschen wohlbekanntes Wort, welches einem althochdeutschen Gedichte den Namen gegeben hat, sonst aber allem Anscheine nach eine heidnische Gottheit bezeichnet, durch welche die verzehrende Glut des Feuers personifiziert wurde. Darum Engel des heissen Monates Ab. אנדירין nom k invoquer en cas d'incendie, aus אמחחת בנימין f. 38a (Schwab p. 63). Also demnach nicht von epdixog, sondern Mehrzahl von €f171vqog (lies אנפירין im Feuer; so nannten die

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