Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1901
- Issue
- 1 (1901) Heft VII
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 63 (sequence 64)
- Language
- German
- Belongs to
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63 243. Schütze 4275 י. travalgen, -jen, mit Anstrengung einhergehen Wiggers § 49. Dann. 39. 259. Woeste 274. Mi. 16.94. trevellieren, quälen, plagen Sohns, Die Parias unserer Sprache 104 f. iber (über), bei, während: als es nun war iber der malzeit 204 (nicht ״nach“ K.) (haben) ale zeit ein 'ר (Rabbiner) un* ein בחור (Schüler) iber iren tisch gehat 302. Jd.: über tisch, wenn man isst. Sittenbuch v. 1542 bei (Kid. III, 238. iber der malzeit sizen MB. f. 86. iber den tisch sizen f. 84. nd. sitten over eten, bei Tische, over tavelen. over deme tische. Mnd. Wb. з, 250. um gewent, umgewendet, umgekehrt: wer (wäre) es אבינו . . אברהם (unserem Vater Abraham) nit so schwer ankomen, wen es wer umgeivent geivesen, das man ihm het solen scheckten, als das er 89) בגו . . יצחקinen Sohn Isak) hat solen schechten 18. von K. ganz missverstanden, der gewent durch ״gewähnt — zugemutet1‘ (!) erklärt, also wahrscheinlich אים גיווענט (im, ihm) liest, obgleich er אום im Texte stehen lässt. um schlak, s. im Register der geographischen Namen unter Kiel. um var sonen, unerwartet: u. v. s. deret (verdorrt) das baumlein 50 u. v. s. sterbt der mentsch 52. Diese Bedeutung hat sich wohl aus der des mhd. sich versinnen, zur Besinnung kommen, nachdenken, begreifen (Lex. 3, 220) entwickelt, also etwa: ohne dass man Zeit gehabt hat, zur Besinnung zu kommen, an etw. zu denken. Zu weit abliegend ist die Bed. des mhd. unversunnen Mnd. Wb. 5, 92: ohne Besinnung, bewusstlos. un mut, Misstimmung, Schwermut 183. 295. un mutig traurig 154. 165. 297. 302. jd. leit un’ umut Grb. 273. nd. unmöt Misstimmung, Unwille, unmodich, unmutig, missgestimmt. Mnd. Wb. 5, 65. Rieh. 165. Br. Wb. 3, 171. Schamb. 243. mhd. unmuot, Missmut, Misstimmung, Aufgebrachtheit, Zorn Lex. 2,1918. unmuotic, missmutig, aufgebracht, zornig, betrübt. 1919. un var wisen: ich habe, got sei es и. v. w., lasen fasten, lernen ושארי (und sonst) Sachen mit תשובה תפלה וצדקה (Busse, Gebet und Almosen) getan so gut ich gekent habe 178. mir haben . . מלמדים (Lehrer) . . bestelt . . zu lernen . . ושארי Sachen, die mir, got sei es u. v. w. (das Prädikat des Satzes fehlt) 201. nd. verwiten, verweisen, vorrücken, unverweten: idt sy em u., ich will es ihm nicht vorgerückt haben Br. Wb. 5,279. Gott unver weten sagt man bei Erwähnung eigener Wohltaten und anderer guter Werke, nämlich ohne sie Gott vorzurücken. Rieh. 342. Schütze 4,361 f. Gott unverweeten, B eteuerungsformel: Gott weiss es, ist mein Zeuge 2, 58. Eine ganz davon verschiedene Bedeutung hat das gleichlautende mhd. unverwi33en Lex. 2, 1972. Gott unverwissen war nach dem Zeugniss Berliners Jahrb. f. jiid. Gesch. u. Litt. I. noch um die Mitte dieses Jahrh. bei den Juden imPosen’schen gebräuchlich. unzen: לשם (dort) sol vil unzen מרגליות (Perlen) zu kaf sein 75. יותר (mehr) als 500) ת׳ר) lot unzen 98 מרגליות. hob ich ein scheuen handel gehat mit u. m. 230. Die kleinsten Perlen heissen Staub-, Sand-, Lotperlen, perles a l’once, ounce pearls, perle da oncia. Meyers Grosses Konv. Lexik. Hildburgh. 1840 ff. 2. Abt. III. 229. ln der mündlichen Geschäftsspräche G.’s also wahrscheinlich Uhz(en)perlen. var gang: die ewigkät, das (so!) kein mas noch zil oder v. hat 127. nd. Vorgang, das Vergehen, Abschleissen, Vergänglichkeit, Ende, gewöhnlich mit einerNegation verbunden: in dem Tüge is kien V., das Zeug ist nicht abzunützen, ungemein dauerhaft. Br. Wb. 2, 482. Schütze 4, 120. Schamb. 261. Dann. 237. Woeste 290. Curtze 512. Nhd. in einigen Mundarten. DWb. 12, 373. var nant, viel genannt, bekannt, angesehen: ist gar ein חשוביר (angesehener) wahrer man var nant gewesen 169. ist sehr v. nahnt gewesen 160. ein wakrer var nanter man 194. 314. den (ich) bin var nant תוך (in) Hamburg gewesen 277. Noch heute poln. jd. Alem. vernam(e)t, vernampt. einen Namen habend, berühmt, holländ. vernaamd. Lex. 3, 183 DWb. 12. 907. var picht, erpicht: (leit) senen doch so v. auf den מעות (aufs Geld) 138. wie ach dere mer gar ser auf den betripten