Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1901
- Issue
- 1 (1901) Heft VII
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 62 (sequence 63)
- Language
- German
- Belongs to
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62 spargimeiit: (der leib dokter) sol das 8. machen, das er ser geferlich krank wer das Gerücht aussprengen 281. s. etwa: Lüge, im Spiel von der Verkaufung Josefs bei Schudt III, 289. (1713?) Spargiment, Ausstreuung, hingeworfene Behauptung Schm. 2, 685. Ceremonie, Umständlichkeit ib. elsäss. schparjemente, .Ausflüchte Schmidt, Wörtb. der Strassb. Ma 100. Bergmann, Strassb, Volksgespräche 116. sbargelmente, Vorspiegelungen Autenrieth 120. spil: es (das kind) ist dar gelegen als ein spil lumpen un’ nit hand noch fus gerirt 187. nd. spiel, e. Anzahl Gegenstände, die für den Gebrauch zusammengehören, Satz; Menge: bat en s. mensken da waerenl Woeste 249. Spiel, frei und mundartl. von einer zusammengehörigen Menge hess. ein S. Geld. Heyne 3, 687. Nur in Zusammensetzungen: Leut-, Menschespill u. ä. Kehr. Nass. 1, 382. Schm. 2, 665. Steg, Stiege, pl. Stufen: araper gen von der s. neben trepp 330. etliche Stegen ib. Im MB. öfter, nd. stech, stege. gradus, eyn trap an einer stige. Mnd. Wb. 4, 371. steken und stechen für nhd. stecken: was in ein ider haus var . . unglik stechet neben das in ein jeder haus ungemach . . steket 166. In derselben Erzählung S. 22 beidemal stekt. Part, nur gestochen: mir senen in grosse מו״ט (Geschäfte) g. 98. es ist ach gros .מעור (Geld) drin g. 99. wen meine . . kinder nit so tief mit in g. heten 219. ein tif loch, dar in het er in (ihn) g. 245. ich hob mich bisken (bis) ihren ראש (Kopf) hineing. 268. ich bin in ein צרה (Not) g. 260. die weiber haben die kepf mechtig zusamen gestochen 187. Var. der Hs. F. M. hat gestosen, versteken, Geld in e. Sache stecken, festlegen, so dass man es nicht zur Verfügung hat: ich hob gefeit, das ich dir das deinige var stochen habe 163. (nicht ״verbraucht“ K.) hat er al das seinige al var stekt gehat in jublatzie (Juwelen) 169. er hat {het?) wol zu bezalen, er wer nur var stochen (nicht .,in Stockung“ K.) 163. ich bin zu ser mit סחורות (Waren) ver stochen 220. ״Nd. steken vereinigt beide Bedeutungen des hd. stecken und stechen, daher die unwissenden Niedersachsen im Hd. beide Wörter verwechseln.“ Rieh. 290. Br. Wb. 4, 1018. Schütze 4, 196. Dann. 208. er hat sich verstochen versteckt. Hennig 263. Im gemeinen Leben sagt man, man habe sich versteckt, wenn man mehr Geld, als man bequem entbehren kann, in eine Sache gesteckt hat. Adelung 4, 1149. sten: mein son . . welcher mir nach mein Leben stet 285f. nd. stan mit na, nach etwas trachten: dat ein dem anderen stöd na live und na gude. dat eyn na des anderen ere unde live stunt. Mnd. Wb. 4, 361. Jemandem nach dem Leben stehen trachten. Adelung 4, 327. sterblich tätlich: . . gewust, das disus kein s. krenk ist. nd. sterflich, sterben machend Mnd. Wb. 4, 394. sterflie venyn (Gift) 6, 271. Unrichtig von Adelung 4, 355 als ausschliesslich obd. bezeichnet, sterblich krank Schm, 2, 781. straks: er . . zoch sie . . in sein schifanein un’ farte s. fort 42. strack(es), adv. grade gestreckt, geradezu, sofort Mnd. Wb. 4, 425. sogleich, sofort Mi 87 mhd. strackes Lex. 2, 1220. stnten: das kind est ein Stuten am der hand 87. Stuten m. kleine weckenförmige Brötlein aus Weizenmehl (in Hamburg und Altona). Rieh. 299. 300. Schütze 4, 220. Schamb. 216. Dann. 215. Woeste 261. 88. Curtze 505. Mnd. Wb. 4, 454. תוך für die Praep. in von G. mit grosser Vorliebe gebraucht, sonst in jd. Schriften kaum üblich. treiben: צער treiben, trauern, bekümmert sein 226. 235. 308. und öfter. den צער, was mir . . var triben haben getr. 227. jamer treiben, jammern 284. רחמנות tr. bemitleiden 224. שמחה tr. sich freuen 269f. jd. ein grosen jamer tr. MB. Nr. 228. nd. wunne, ruwe, drovenisse, noit, jammer, komber, arbeyt, lid. driven. Mnd. Wb. 1, 577. mhd. triben, sich fortgesetzt m. etw. beschäftigen, thun; kumber, jamer tr. Lex. 2, 1509. nhd. Scherz, Kurzweil treiben. טריוואליא : grose trewalje getan 69. nd. dravaljen, geschäftig hin und herlaufen, dör de stadt t. Br. Wb. 1,