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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 58

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1901
Issue
1 (1901) Heft VII
Date
1901-01-01
Page
Seite 58 (sequence 59)
Language
German
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58 sie gros senen un’ unsrer misen kenen, entbehren, entraten 17. R. Feiwesch hat sein Jcistchen gcmist, den Verlust bemerkt 65. missen nd. allgem. Mnd. Wb. 3, 101. Rieh. 164. Br. Wb. 3,166 f. Schütze 3, 102. Schamb. 136. Dann. 138. mit Acc. 3) einer Sache verlustig gehen, sie verlieren. 4) m. Gen. e. S. verlustig sein, ihrer entraten. 5) eines Verlustes inne werden, ein Fehlen empfinden, vermissen. DWb. 6, 2259 f. miserabel: dar sein end doch, got vor sei, ser m. ün ungliklich wer 173. also ein 3 שבועות (Wochen) in den miserablen stant gelebt 311. miserabel Adj. erbarmenswert, erbärmlich, sowohl in edlerer Bedeutung wie: unglücklich, zu bedauern, als mit verächtlichem Beisinne, wie: elend, jämmerlich. DWb. 6, 2257. Die obigen Beispiele scheinen mehr zur ersten, nach Heyne Wb. 2, 823 älteren Bedeutung zu neigen. nachkomen: der libe got . . hat uns . . ein מו״מ (Geschäft) beschert, das mir fast unser הזיק (Schaden) senen nachkomen 120. nd. nachkomen, wieder einholen, recuperare z. B. De besehedich[t] is, mach synen Schaden nakamen. Mnd. Wb. 3, 153. einem Schaden, oder eines Schadens nachkommen, sich desselben erholen, ihn wieder gut machen DWb. 7, 81, 4. zu nah tun: solen מוחל sein (verzeihen) ale (allen), die einen zu nah getan haben 332. enem to nah doon. einem Unrecht thun Br. Wb. 3, 213. Mnd. Wb. 3, 144. 6, 221. zu nahe thun, Unrecht thun, nur aus Claudius und Tieck belegt. DWb. 7, 284. niks(e)n 9 nichts 126. 239. 244. nd. nicksen bei Fr. Reuter, auch märkisch. Woeste 185. nhd. nichtsen, erweiterte Form von nichts. DWb. 7, 728. גימיץ niemand 22. 104. 2J1. 237. 281. אימיץ .84 גימוץ jemand 123. 167. MB. גימץ aus niemands und iemands. Ähnliche Formen ohne Jotierung des Anlauts (s. oben unter ״Diphthonge“) und ohne den Nasal sind mundartlich weit verbreitet. Ostfries, nümz. Fromm. Deutsche Munda. 3, 425. niims Krüger 62. Rieh. 175. Schütze 3, 156. nimsch Dann. 147. nums, im Hannöv. nemmes Br. Wb. 3, 251. Nd. Korresp.blatt 10, 42. Schamb. 144 neemes Curtze 486. Märkisch ümmes, niimmes Fr. Dtsche. Ma. 4, 270. Ebenso in Köln Müller u. Waitz. Aachener Ma. 170. örnes, nämes Wegeier, Coblenzer Ma. 34. 35. öimes, nöimes Schmidt, Westerwäld. Idiot. 124. 127. imes, imez, neimes, nöimes Kehr. Nass. 1, 207. 292. Siebb. sächs. dmest, nömest Fr. Dtsche. Ma. 5, 369. 4, 408. imst, iemst, nimmst Reinwald Henneberg. Idiot. 1, 73. Pfalz, nimes Autenrieth 101. Elsäss. iemes Jahrb. f. Els.-Lothr. 2, 129. ostfränk. emats Ztschr. f. vgl. Spracht. 18, 281. ämmats, nämmats Neubauer, Egerländer Ma. 1, 21. 29. Nürnb. nemmeds. niemeds Fr. Dtsche. Ma. 1, 259. Bair. eemeds Schm. 1, 1604. niemts Wittelsbacher Briefe (16. Jh.) Abhld. d. bair. Akad. 18, 537. niemats, niematz, niemetz. DWb. 7, 828. noch denoch, dennoch 265. Ebenso im MB., wo auch blosses noch für dennoch steht. Im 15. bis 17. Jh. ist die Verstärkung des dannoch, dennoch durch nochmalige Vorsetzung von noch gebräuchlich DWb. 7, 872. II, c. 876. Beispiele aus Kaisersberg, Agricola, Fleming 2, 749. 953 f. נויט דדזיף Notdurft 129 von K. ohne Not in גויט דוירף geändert vgl. md. nötdruft, mnd. nötdroft, nöt(t)roft DWb. 7, 924. Mnd. Wb. 3, 203. partei, Partie: ein p. מרגליות (Perlen) 98 f. parteicher .158 מ. grose parteien כסף (Silber) 158. p. für Heirath 159. 271. Partei, eine Anzahl von einerlei Gegenständen, Waren. Diese Bedeutung ist später auf die französische Form Partie übergegangen. DWb. 7, 1466. 1477. Die Verfasser des Br. Wb. (1767.) sagen noch: ״Die Waren bei grossen Parteien einkaufen und verkaufen.“ 2, 549. pasiren: um die zeit zu p. 204. die Zeit passieren, zu-, hinbringen, vertreiben. Stieler (1691.). DWb. 7, 1489, 4. pein. Sprichwort: die (ganze) weit ist vol p., ein idrer fin(de)t das sein. 23. 166. De Welt is vull Pin, elk fölt sin. Mehrere Belege, alle aus nd. Quellen, bei Wander 5, 159, 55. Alle weld het sine pine, äwer jeder tasset (tastet, fühlt) de sine. Woeste 198. 268. Wander schreibt hier unrichtig ״hasset“.

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