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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 54

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1901
Issue
1 (1901) Heft VII
Date
1901-01-01
Page
Seite 54 (sequence 55)
Language
German
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54 stecken. prickeln: Idt kribbelt mi in der Nase Br. nds. Wb. 2, 872. Dann. 116. In übertrag. Bedeutg.: Ich hätte nicht gedacht. dass es irgend eine Wursteliing geben könnte, welche mir so in der Nase knebelte, als dies infame Lob, schreibt Bürger 1773. Briefe 1. 175. Es grübelte mich in der Nase. Thümmel. DWb. 5. 2203. grose meit: (G.’s Mutter hat) in ir eigen heischen geivont un' ir g. in. bei sichgehat 176. Die ״grosse Magd“ in Obersachsen und Thüringen, Grootmaagd in Niederdeutschland, die nach Bergh. 2, 559, DWb, 6, 1432, 4, auf Landgütern die wichtigsten Dienste und die Oberaufsicht versieht, wird durch diese Stelle auch für städtische Haushaltungen nachgewiesen. gut zeit, rechtzeitig, frühzeitig: er müsst g. z. in Metz sein 294. gude tit Adv. zu rechter, nicht zu später Zeit Mnd. Wb. 4, 549. gued tit, frühzeitig, de bonne heure, Woeste 103. 271. halten: also wolten sie auf den dorf die feier teg iber halten bei ihnen bleiben uh inen vor ir wie (Mühe) bezalen 88. K., dem in einer unglücklichen Stunde das so viel misshandelte und missverstandene österr. ״halt“ eingefallen sein muss, erklärt ״halten also“! während er doch nur an das allgem. jd. Schabbes halten zu denken gebraucht hätte, um zu erkennen, dass durch einen Beistrich nach halten die ganze Stelle klar wird. Vgl. den nhd. Gebrauch von halten, nicht bloss für das stete Beobachten, sondern auch für das einmalige Feiern von Feiertagen z. B. bei Luther: ich wil bei dir die Ostern halten Matth. 26, 18. die Kirchweihe mit uns h. 2. Makk. 1, 9. Weihnachten h. DWb. 4, II, 293, b) hartz kapen: 3 oder 4 רבניש (Rabbiner) mit h. k. 65. Harzkappe zunächst ein kurzer Leinwandkittel der Harzschar:; י dann übertragen auf einen kurzen Leibrock eines Messepriesters, dann ein geistliches Gewand überhaupt. DWb. 4, II, 522. hast, Eile: in der h. 35. 256. hastig, rasch, schnell, h. gehen 102, hastiger tod, jäher Tod 262. Jd. unbekannt. Allgem. nd. Mnd. Wb. 2, 214. Rieh. 89 f. Br. Wb. 1, 604. Schütze 2, 110. Hennig 99. Sehamb. 75. Woeste 95. Hast ist ahd. mhd. nicht bezeugt und scheint seine eigentliche Heimat bei den Franken und Nd. zu haben. DWb. 4, II, 550. 552. hegen: das {Geld) hab ich mir zu- Samen gehegt un’ gespart 137. hegen allgem. nd. bei Seite bringen, aufbewahren, sparen, zu Rate halten. Mnd. Wb. 2, 223. Rieh. 92. Schütze 2, 119. Hennig 100. Dann. 79. Mi. 32. to samen hägen Br. Wb. 2, 561. bi enander h. Sehamb. 77. DWb. 4, II, 782, 9. heier, Miete, heiern, mieten: mir haben sich ein בית (Haus) geheiert un' 50 ר״ט heier geben T3. ein man, der סוסי׳ (Pferde) zu heier (zu vermieten) gehat 110 עגלות (Wagen) heierenb8. nd. hur(e) hür, Miete, Pacht, huren, hiiren, mieten, pachten. Mnd. Wb. 2, 336. Br. Wb. 2, 673. Schütze 2,175. Dann. 87. hüern Mi. 34. heure, heuren Hennig 102. Heuer, ein nur dem nd. Sprachgebiet angehöriges Wort. DWb. 4, II, 1284. heuern, conducere, locare 1286. heilen (heulen) weinen (auch von einem neugeborenen Kinde) 71. 91.198. 228 verbunden mit schreien 87. 133. 196. 283. mit jameren 200. mit kreischen 150. nd. hülen, hülen Mnd. Wb. 2, 330. Schütze 4, 79. Sehamb. 87. Dann. 123. Woeste 108. Mi. 34. heulen vom lauten Weinen in lang gezogenen Tönen; oft in Verbindungen: h. u. weinen, h. u. schreien DWb. 4, II, 1288, 2. In der derben Sprache des Volkes wird auch schon das stille Weinen Heulen genannt. 1289. hofen (mit ו und וי geschrieben), bedürfen, nötig haben: die בהמה (das Vieh) הזיף (braucht) kein חשבון (Rechenschaft) zu geben 5. er h. dar zu kein grose ristung 20. sie h. niks zu verzeren 276. hofstu kein דאגה (Sorge) zu haben 154. ir hoft nirgenz var mich zu sorgen 219. das ich nicht hoft die stepen zu steigen 319. nd. hoven Mnd. Wb. 2, 313. höven Br. Wb 2, 662. Schütze 2, 165. Kurf. Sophie v. Hannover zitiert 1675 das Sprichw. een gelücklieh Geck houf geen wisheit. Publik, a. d. preuss. Staatsarchiven 26, 241. Jd finde ich nur das gleichbedeutende behofen: man behof nun weiter kein sorg zu haben. Maase Nissim, Fürth 1750. f. 10 v. ir behoft eich gar nit zu ferchten 30 v. nd. behöven ßr. Wb. 2, 662.

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