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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 53

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1901
Issue
1 (1901) Heft VII
Date
1901-01-01
Page
Seite 53 (sequence 54)
Language
German
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53 K.’schen Erklärung: ״genötet, genötigt, in Nöten gewesen“ 15. 191. 29. genieten refl. ist ein mhd. viel gebrauchtes Zeitwort, das auch nhd noch erscheint, wie das einfache nieten: sich anstrengen, mit Eifer bemühen, m. Gen. der Sache: sich eifrig mit etw. beschäftigen, auch von Üblem, dem man sich mit Mühe und Not unterziehen muss. Part, geniet(et), worin nieten und genieten sich mischen, geübt, wohlerfahren, gründlich bekannt mit etwas. DWb. 4, I, 2, 3469 f. sich nieten, sich womit quälen und plagen 7, 844; c) 2. gepecht: sind so var waren mit anander gewesen, als wen sie iber anander gepecht weren 326. senen auf der trepp gelegen als wen sie zusamen g. weren 330. nd, päk’n, kleben, hängen bleiben wie Pech. Dann. 151. peken, mit Pech überziehen, zusammenheften; se sunt jummer bi een ander, as wenn se tosamen peket sunt. Br. Wb. 3, 312. nhd. pechen, pichen, mit Pech bestreichen, verschmieren. DWb. 7, 1518. 1837. gerust, ruhig: er sterbt g. 2. muter . . seit g. 38. nd. rüsten, ruhen Mnd. Wb. 3, 535. Br. Wb. 3, 561. Adj. geriist, ruhig im nd. Sprachgebiet, ndl. gerust DWb. 4, I, 2, 3781. geschehen: nach geschehne dingen ist niks zu endren 116. was geschehen ist nit zu endren 276. Sprichwort: Nach geschehenen Dingen ist nichts zu wiederbringen. Lehmann (1630). Wander 1, 640,976. Geschehene Dinge sind nicht zu ändern, nd. bei Schambach, Plattd. Sprichwörter. Wander 1, 638, 854. geschwistrig Plur.: Geschwister, 201f. 263. 277. geschwist(e)rigt, geschwist(e)rig, vom 16. Jh. an, meist obd. belegt. DWb. 4,1, 2, 4005f. d-e. gestik s als wen man ein g. los schiest 332. nd. gestuck, Gesamtheit von Geschützen Mnd. Wb. 2, 86. Gestück a) Coli, zu Stück, b) die einzelne Kanone 17. bis 19. Jh. DWb. 4, I, 2, 4261. gestung, Aufnahme von Gästen, Gastlichkeit: er hat sieh in sein haus haltung un’ mit g. . . beser gefirt . . als die עשירים (Reichen) 28. (K. falsch: ״Gästen“), nd. gastung, Fütterung (nur von Hunden und Hundewärtern gebraucht) Mnd. Wb. 6, 132. gastung, Gastmahl, Schmaus, festl. Mahlzeit Bergh. 1, 536. gasten, zu Gaste haben, bewirten, im altern Nhd. DWb. 4, I, 1, 1473, 2. castunge, hospitalitas (15. Jh.) ebd. 1486, 1, c. getast: ich bin gesesen im winkeichen un’ g. als ein meischen 105. ist wohl zu lesen getüsst. nd. tüssen, beschwichtigen, zum Schweigen bringen, von der Interj. tüss, stille! Rieh. 317. Br. Wb. 5, 134. Schütze 4, 290. Dann. 229. Woeste 276 Mi. 95. nhd. tuschen Part, getuscht DWb. 4,1, 3.4611. Vgl. schweig as ein maus, im Buch d. ew. Leb. (1583) Grb. 261. gewer, Schade, Nachteil (nicht״Gewähr, Wahrnehmung“ K.): sol uns so ein g. zu körnen, haben uns nit wol drin finden kenen 117 (von der nachteiligen Abrechnung mit ihrem Gesellschafter) nd. ge verde, gevere, Gefahr, Gefährdung, Ereignis. Mnd. Wb. 2, 93. 94. Gefahr Gefährde, Gefahr; wirklicher, erlittener Schade, nicht blos drohender 16. Jh., im 17. seltener werdend. DWb 4, I, 1, 2069. 2072. gezeik, Wäsche 89. 130. leinen g. neben leinen zeik 82. MB. gezeig Geräte, Habe. nd. tüg, Wäsche. Schütze 4, 287. leinengezeuk Wäsche (17. Jh.) DWb. 6, 706. gezemt s. zemen. gift un’ gab, Unterstützung, Almosen: כדי das (damit) er sein weib un’ kinder sunder der leiten g. u. g. arneren kent 39. nd. gifte Gabe, häufig alliterierend mit gave verbunden. Mnd. Wb. 2, 109. in Hamburg: he nimt nig Gift noch Gave, lässt sich nicht bestechen. Schütze 2,31. Die Ratsherren in Bremen schwuren zu richten: nig na gift edder gave. Br. Wb. 2, 506. grenz leidnng: der kernig hat ein streit bekennen wegen etliche g. I. 173. Grenzverletzung: nd. leidinge, Verletzung Mnd. Wb. 2, 658. Man könnte auch lesen: g. Scheidung, nd. schedinge, scheidunge, Trennung, Grenzscb eidun g, Grenzlinie Mnd. Wb. 4, 60. Br. Wb. 4, 621. Schamb. 181 gribeln: der כתב (Brief) hat ir in der nas gegribelt 184 hat sie geärgert, nd. kribbeln, verdriessen, zum Zorn reizen: im Koppe. Rieh. 138 f. Schütze 2, 348. Br. Wb. 2, 872. jucken,

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