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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 52

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1901
Issue
1 (1901) Heft VII
Date
1901-01-01
Page
Seite 52 (sequence 53)
Language
German
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52 fei ein Fehlschluss, unrichtig. 204. nd. feil, fei, fehlerhaft, schlecht Mnd. Wb. 5, 221. so ferr ist es fäl, so viel fehlt daran, das ist weit fäl (16. Jh.) das ist nun fehl ein Fehlschlag. H. Sachs. DWb. 3, 1421, 4. Vgl. den nd. Gebrauch der Partikel mis, die gewöhnlieh die Bedeutung des Fehlens hat, in den Verbindungen: dat geit mis. ’tis nich ganz mis. DWb. 6, 2275. folgends, folgens Adv. (nicht Particip, wie K. nach seiner Anm. ״folgendes“ zu glauben scheint): wie פולגינדיז ein mehrers folgen wert 272. wie ir פולגיגיש leim (lesen) wert 39. volgendes Adv. Mnd. Wb. 5, 302. folgende, in der Folge, nachher, eine im 16. Jh. geläufige Partikel, im 17. seltener, von der Schriftspr. des 18. völlig aufgegeben. DWb. 3, 1880. fratzen: ebig (ewig) hastu solche f. in dein hopf 188. Frattsen, Grillen, Possen: He hett den Kopp vull F., sein Kopf ist voll Thorheiten. ßergh. 1, 495. HenDig Preuss. Wörterb. 324. Fratzen, gerrae, nugae, Possen DWb. 4, I, 69. fridlich, zufrieden, einverstanden 112. 158. 261. nd. vredelik, friedlich, einig, zufrieden Mnd. Wb. 5, 522 fridlig Schamb. 279. damit Sie friedlich gewesen (nds. Anf. d. 18. Jh.) Korrespondenzbl. d. Ver. f. nd. Sprach! 10, 92. nhd. ich bin mit dem Urteil friedlich. (Claudius). Klager ist mit dieser Erklärung des Beklagten f. DWb. 4, I, 196, 6. ganz nit, gar nicht: ich befind mich noch g. n. recht 108. das mir die עסקים מבנך (die Geschäfte deines Sohnes) . . g. n. gef dien 218. vgl. das ir ganz kein arbeit solt tun 2. Mos. 12, 16. Bl. nd. du scal ganz nicht sweren Mnd. Wb. 2. 11. Et 1s gans nig koolt Schütze 2, 10. ganz als Adv. bei Verneinungen im 15. bis 17. Jh. in vielseitigster Weise: g. nicht, g. kein u. s. w. Auch noch im 18., obwohl immer seltener, heute nur noch landschaftlich. DWb. 4, I, 1301 ff. gedenkt mich noch, das . . 25. 183. gedenken unpersönl. mit Dat. der Person und Gen. der Sache oder folgendem Satze: gedenket iu nicht, xnj gedenket wal Mnd. Wb. 2, 28. dat denket mi noch Woeste 50. nhd. mich gedenkt mit Gen. des Objekts oder dass. 16 17. Jh. DWb. 4, I, 1, 2009f. geduld, Ergebung: wen ir g. tragen wert 40. der mensch mus g. tragen 56. (Gott) hat . . mich zur g. gefirt 202. got wil (walle) mir nur die g. geben 276. mich entschlosen, was nit zu endern ist. selbe mit g an zu nemen 291. gedulden, dulden, ertragen : das falsche hertz kan nit g, wen sie מעות (Geld) haben . . 160. ich kont sein wort nit g. 205. man mus sich in dien g. (fügen) 89. 129. Geduld, aushaireudes Dulden, sich berührend mit Ergebung, Gelassenheit 16 bis 18. Jh. DWb. 4, I, 1, 2047. G. tragen haben2046, 5, a). gedulden m. sachlichem Objekt im Akk. wie dulden, ertragen 2047. sich g., mit Geduld oder duldend ausharren, sich inetw.ergeben. 2048, 3, a). gedulden, dulden, leiden Mnd. Wb. 2, 31. geig: ist bei seiner g. gebliben 110. Wovon einer viel redet heisst seine Geige: also blib er auf seiner G. Auch von Thun und Gebahren: bleib all auf deiner G-en. DWb. 4. 1, 2. 2571. gelisper: ist ein g. un' גישמועת (Gerede) manken < unter) mein gesint ge* wesen 180. vgl. der noch lispert man ihm beschwörungen ein Grb. 566. der רוח הקודש (heilige Geist), der im in luspert נביאות (Prophezeiungen). Grb. 366. nd. iuspern, lüstern, horchen, flüstern. Woeste 167. lispern für lispeln (18. Jh.) DWb. 6, 1065. Gelisper, Gelispel 4, I, 2, 3036. geniten refl., sich abmühen, plagen, quälen: dass du dich vil g. werst 40. wie sie sich nebich [hat] musen g. 31. kein mensch hat sich mehr mit kinder genit als ich 192. ebenso 29. 191. 192. 311. 387. habe mich grose צרות g. (grosse Beschwerden ausgestanden), den ist gar ein beser weg 251. 388 Partieip genit, erfahren: ist g. darin gewesen 150. ein alter geniter handslsman 315. mir seinen noch ungenite kinder gewesen 68. ein junger un* geniter man 123 ist zu lesen ungemter. Ebenso jd. z. B. ich hob mich genit mit meinen kindem MB. f. 9 v. Dass der Vokal i zu lesen ist, geht schon aus der Schreibung גיניאט 191 hervor, sowie aus dem heutigen poln. jd., wo genit in der Bedeutung erfahren noch erhalten ist. Daraus ergiebt sich die Unhaltbarkeit der

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