Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1901
- Issue
- 1 (1901) Heft VII
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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40 33 גלוק. Sie selbst wird immer (גליקליי1י(ן genannt, also wieder mit dem eingeschobenen 1 nach dem Guttural, wie in wegelchenr und eine Generation später tritt der Name in der rein md. Form (גמקכי(ן auf, 257 ff. Die allg. jd. Dem.bildung unterscheidet sich von der G.’s durch das Ueberwiegen des l־Suffixes und den fast ausnahmslosen Gebrauch der Plur.endung -lieh, während das ch-Suffix selten ist. In G.’s Dem.bildung sehen wir also eine jüngere Phase, die wir jedoch wegen der Plur.endung -er nicht als nhd. ansprechen können. Adjectiva und Adverbia bildet G. gern durch das Suffix ־lieh. Abgesehen von den auch im Nhd. gebräuchlichen hat G. ausser den allgem. jd. Adverbien ivisentlich bekannt, genediklich, meniklich, bescheidlich deutlich, noch die Adverbia unergenklich unumgänglich, eiendlich) harmherzlich) jemriklich, unvarmutlich unvermutet, volentlich vollends, volkomlich) ibelig übel, judischlich (Adj. und Adv.) und die Adjectiva beträchtlich bedachtsam, genklich$)r wisiklich, ausbintlich ausbündig.1) Für Adverbia charakteristisch ist ferner die Endung ~{e)n oder -t. -en ist angetreten in genügen, sonsten, zu vorm, zu widren, Selbsten, niksM, weilen) zwaren. MB. hat genügen. zu voren, heimen, der heimen, im dam immerdar. Vgl. genügen DWb. 4, I, 2, 3489; sonsten Lex. 2, 1327. Kehr. 3, 364. Heyne 3, 653; zu voren Kehr 2, 272. nd. tovoren Chr. 6, 497; 16, 620; selbsten Heyne 3, 582. Kehr. 2, 247; nich(t)sen Schm. 1, 1719; weilen Kehr. 3, 482; nd. twärens Schm. 2, 1180. t ist angetreten in schont) obschont. Uber st, izundert, da herumt, aleint, selbert, anderst, in mittelst, ein malt, ale malt, von den malt an und analog durch falsche Etymologie, als wenn es dasselbe Wort wäre, in malt Mahl 169. 183. Jd. liberst, aleintי gestert) denocht, nort nur, selbert) anderst) das malt, ein malt, von den malt an. Vgl. mhd. nebent, wilent, zwischent, davorent, nochtant, darnacht u. a. m. Wh. § 194. 200; schont DWb. 9, 1459f. enzelnt, gestert, schunt, hernochert u. s w. Wh. Dialf. 77; itzundert ib. 97; selbert Schm. 2, 263. Lex. 2, 861; anderst DWb. 1, 313; nocht 7, 866; dennocht 953; nurt, nort 998 f. Mnd. Wb. 3, 209. Lex. 3, 800. Wie im Bestreben, die Adverbia auch formell als solche kenntlich zu machen, die als adverbiale Bildungsmittel aufgefassten Casusendungen adverbial gebrauchter Nomina auf andere Wortklassen übertragen wurden s. Gr. 3, 130. 218. Wilmanns 2, § 454—456. נ) Diese volkstiimliche Endung -lieh lieben auch Luther und Lessing. Lehmann, Luthers Sprache 248 ff. Leasings Sprache 226f.