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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 36

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1901
Issue
1 (1901) Heft VII
Date
1901-01-01
Page
Seite 36 (sequence 37)
Language
German
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30 אי mag auch manchmal, ebenso wie in den zahlreichen schon seit dem 11. Jh. vorkommenden md. Nebenformen (vgl. Wh. § 134) e gelautet habem Ebenso hat G. אידיר jeder, neutr. אימיץ ,אידריש (mhd iemans) אימנט jemand, איצונדירט ,איצונד jetzund, und nicht die im 17. Jh. beginnende heute übliche Aussprache als je-, obwohl diese von Niederdeutschland ausgegangen ist. Vgl. DWb. 4, II. 2274 f. 2317 ff. 2322 ff. Uebrigens verzeichnet noch Schütze 2, 187. ider als holsteinisch. Von den Wörtern mit mhd ü, die, wie oben erwähnt, jd. au haben, z. B. פויאר mhd. bür, Bauer, הויז mhd. hüs, Haus, verdient besondere Erwähnung das Wort Natur, wo sich das Jd. consequenter als das Nhd. zeigt. G. schreibt regelmässig נאטויר, die gewöhnliche jd. Schreibung ist נ(א)טויאר, so im MB. und im Öe’erith Jisrael, Grb. 377. 379. (von Grb., der überall Holländisches wittert, ganz unpassend auf das holl, natuur, das natür ausgesprochen wird, zurückgeführt). In mhd. Wörtern mit dem Vokal ü, welche die Endung ■e erhalten, schiebt das Nhd., um nicht auf das au unmittelbar ein 1• folgen zu lassen, ein e ein, wogegen das End-e abfällt, z. B. mür־e, nhd. mau-e-re, mauer. Das mhd. natüre hat jedoch gegen diese Regel heute die Form natur, neben welcher bis ins 15. und 16. Jh. die Formen natoure, natour Vorkommen. Gr. I2, 697. DWb. 7, 430. In der jd. Schreibung sehen wir also die vollständige Form natauer, wie mauer, erhalten. Ob G. auch so gesprochen habe, muss ich dahingestellt sein lassen, möglich ist es ja auch, dass diese Schreibung nur eine Reminiscenz aus ihrer jd. Lektüre ist. Konsonantismus. Für die s-Laute verwendet G. ausser dem ז und ש noch das jd. seiten gebrauchte D. Durch konsequenten Gebrauch dieser drei Zeichen wäre es möglich gewesen, das stimmhafte und das stimmlose s, sowie das sch scharf auseinander zu halten, wozu die Ansätze schon in der allg. jd. Schreibung vorhanden waren, indem für das erste T, für das letzte ש verwendet wurde. Der letzte so nahe liegende Schritt, das D ausschliesslich der Bezeichnung des stimmlosen s-Lautes vorzubehalten, ist jedoch nicht gemacht worden, und so können wir auch für GL nur die negative Regel aufstellen, dass für das stimmhafte s (im Silbenanlaut) nur T, und für sch (auch in den Verbindungen sm, st, sp) nur ש geschrieben wird. Für das stimmlose s werden aber alle drei Zeichen ganz willkürlich gebraucht. Von den Verschlusslauten bevorzugt G. in ihrer Schreibung die Tenuis entschieden vor der Media, insbesondere im Auslaut, 80 dass man, wenn nicht eine verhältnissmässig grosse Anzahl

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