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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1901-01-01 · 1 (1901) Heft VII · p. Seite 34

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1901
Issue
1 (1901) Heft VII
Date
1901-01-01
Page
Seite 34 (sequence 35)
Language
German
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zu schliessen, wie sie heute den Juden Südböhmens und wohl auch eines grossen Teils von Deutschland eigen ist. Diese Aussprache haben von deutschen Mundarten die süd- und ostwestfalischen (Archiv f. d. Stud. d. neueren Sprachen 4, 165. 404f. Humpert, Sauerländ. Dial. Bonner Gymn. Progr. 1876) ferner die moselfränk., der Odenwald, Nordthüringen, Nordschlesien und das mährische Kuhländchen. Wh. Dialf. 61. Nach der Schreibung וי für mhd. u in שטויב Stube, הרוים herum, פתים fromm, צויק Zuck(en), בתיך Bruch, טויגינד Tugend, שטחידילט strudelt, שלוים Schluss, איבר פלוים Überfluss, דוירך durch, zu schliessen, muss auch das u in diesen Wörtern ähnlich ausgesprochen worden sein, ebenso wie nach Wh. Dialf. 60f. im nordschles. Neiderland, im Kuhländchen, in Trier, im Hundsrück, Taunus, Wetterau, Mansfeld. Viel zahlreicher, (wenn auch, wie sich bei G. von selbst versteht, nicht ausnahmslos, sondern mit ו wechselnd) sind die וי für mhd. uo (nhd. meist ü): גרויב Grube, ]הויבן א hüben an, בלוימן Blumen, בלויט Blüthe, מויט Mut, און פאר מויטליך unvermutlich, מויט(י)ר Mutter, קלויג klug, בויך Buch, שטויל Stuhl, שויל Schule, נוין nun, רויאינג ruung Ruhe. Dieses au ist allgem. nds. z. B. blaume, mauder, klauk, bauk, ״schaule s. Schamb. Mi. Gilow, Leitf. d. plattd. Spr. 13. Krüger, Übersicht d. plattd. Spr. 20. Arch. f. d. Stud. d. n. Spr. 4, 404f., Humpert 30f, aber auch md.: Hessen-Nassau. Kehr. Nass. I, § 82. Diphthonge. Die den nhd. Diphthongen au und ei entsprechenden Laute sind am besten zusammen zu behandeln, da sie ein gleichartiges Verhalten zeigen. Wie im nhd. au älteres ü und ou unterschiedslos zusammengeflossen sind, ebenso ijn nhd. ei älteres i und ei. Die Volksmundarten halten meist die alten Laute bis heute noch auseinander und ebenso mehr oder minder konsequent die heutigen jd. Mundarten. So entspricht in der Sprache der Frankfurter Juden (als Quelle dient mir Tendlau, Sprichw. und Redensarten. Frkf. 1860) sowie der böhmischen und mährischen dem alten i jd. ei, dem alten ei: ä, z. B. heissen mhd. bizen, zwä7 Jean, mhd. zwei, kein, und dem alten ü: au, dem alten ou dagegen a, z. B. frä, ach, äg, mhd. frouwe, ouch, ouge. Von den jd. Drucken hat gerade die älteste mir zugängliche Bibelübersetzung, Basel 1583, den nhd. Diphthongismus vollständig durchgeführt, ebenso fast ausnahmslos Elia Levita in den in seinem Thischbi (1541) vorkommenden deutschen Worten, während die späteren Drucke'Spuren des alten Vokalismus aufweisen; so kommt bei Bl. אגין neben גלאבין ,אויגין neben גלויבין vor, doch sind die א

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