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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1900-01-01 · 2 (1900) · p. Seite 130

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1900
Issue
2 (1900)
Date
1900-01-01
Page
Seite 130 (sequence 35)
Language
German
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459. er spilt fax mit’n sotn (Satan). 460. fi sajnt wi di mnejre (der goldene Leuchter) [oder: wi a boxer antzegn di lwone (Mond)]. 461. fol im sajn’n un laixt’n in ale winkelax, wu er wet fax kern un wendn. 462. er ken a bisl salemajsn (schwätzen). 463. a sand in ponim (Gesicht), abi a gefund in boux. (Lieber Schande [ungerechte Vorwürfe] als [wahren] Schaden.) 464. mi darf smajsn (prügeln) dem kontrakt. Ein armer, aber schlauer Jude verkaufte einst seine Frau dem Poriz (Gutsherrn). Als aber die Frau abgeholt werden sollte, gab sie der Jude nicht heraus. Der Poriz erinnerte an den Kauf kontrakt. ..Nun“, sagte der Jude, ״halte dich an den Kontrakt!“ Die Sache kam vor Gericht, und die Richter entschieden: ״Der Jude ist nicht schuld, sondern der Kontrakt. Damm muss der Kontrakt geprügelt werden, aber auf des Juden O^er (Rücken).“ 465. af mi sejmt fax, hot men nit. 466. a smalzgrub (Grube voll Hühnerfett, ein grosses Glück). [Ironisch fügt man hinzu: di smalz wet ousrin’n un di grub wet blajbn, oder: di smalz rint ous un di grub blajbt das Angenehme vergeht und das Unangenehme bleibt.] 467. snajdr hit di nodl [oder: di nodl mit di sejr]! (Schuster, bleib’ bei deinem Leisten!) 468. a snur (Schwiegertochter) un a ajdim (Schwiegersohn) fenen wi zwaj sajdim (Teufel). 469 mipne darke solem (um des Friedens willen) mog' men fogn a lign. 470. srajb nit un mek (lösch) nit. 471. er srajbt tfilin. (Er ist blutarm.) 472. dos if a gesribene majse (ironisch: eine unwahre Geschichte). 473. afile (sogar) a stejn af fajn ort waxt ej^ (auch). 474. tu ous di stiwl un zejl af di fingr. 475. ufhejngn af a ibergibrente straj (angebrannten Strohhalm). 476. a sure (Zeile) if dof, obr lajenen ken i^ fe nit. 477. di unterste sure (Reihe)? (Welches ist die Endsumme, das Resultat?) 478. farwos ruft men a swer (Schwiegervater) ״swer?“ — a gutn swer il swer zu krign, fun a sla^tn swer if swer poter (frei) zu werdn. 479. der tajd (Tod) [oder: malayamowes (Todesengel)] hot an — ousrejd. 480. af es kumt zum lejbn, starbt men [oder: gefint fay der tajd]. 481. mir wilt fa^ dos, wi ey wil erst gajn tanzn. 482. e^ darf nit dajn tajwe (Güte), e^ darf nit dajn ro4e (Bosheit).

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