Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1900
- Issue
- 1 (1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 86 (sequence 86)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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86 As Jiphta hat die Kinder Ammon thun schlagen, Da hat er ein Neder ‘) auf sieh genommen, Wenn er wird Beschalom 1 2) aus der Milchama 3) kommen; Das erste was da wird gehn aus meiner Thür Und wird kommen entgegen mir, Nehm ich auf mir mit Freud, Weil mir Gott geholffen hat, der soll zu ein Korban4) anbereit, Ein Olah 5) soll er seyn zu Gott, Weil er mir von Kinder Ammon geholfen hot. Da kam ihm seine eintzige Tochter entgegen zu gähn, Vor grosser Freud’ hat sie es gethan, Jiphta war erschrocken sehr, Aber er kan nicks dervör, Jiphta was gach und nit faul: ״Mein Kind, ich muss dich schachten weil mir der Neder gieng aus meinem Maul.“ Das war Jiphta sehr leid, War ihm verstört all sein Freud, Das thunen unsre Chakhamim6 7) schreiben. Dass Jiphta thät grossen Jammer treiben, Jiphta war es von Hertzen leid, Aber er schecht die arme Mayd. Zu der selbigen Zeit alle Jahr, As das geschehen war, Dass er hat sein Tochter thun schechten Da thäten sich alle die Wasser zu Blut verkehren. Darum soll jeglicher seyn bereit, Kein Wasser zu trinken in derselbigen Zeit. Soll ein jeglicher Mann Ein eisern Nagel drein werffen thun. Da iss er behüt, Dass ihm die Thequfah schad nit. III. Thequfa. Da Mosche dem König Paro hatraoh ד) gethan, Dass er die Kinder Israel frei aus lassen gan, Und Paro hat sich nüscht thun kehren dran, Sprach Gott: ,,Mosche thu mir zu hören, 1j Gelübde. 2) In Frieden. 3) Krieg. 4) Opfer. 5) Ganzopfer. 6) Weisen. 7) ermahnt.