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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1900-01-01 · 1 (1900) · p. Seite 76

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1900
Issue
1 (1900)
Date
1900-01-01
Page
Seite 76 (sequence 76)
Language
German
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genannt. Von späteren Aerzten empfehlen sie besonders Paracelsus (Arcliidoxia magica II, 547 f.) und Gilbert von England ו). Die neueren jüdischen Amulete, welche bekanntÜeh selbst in der jüdischen Geschichte eine .Rolle gespielt haben, zeigen entweder den Schrot״baunr* der Qabbalisten (eod. ITamb. 3358 ״Amuletum pro puerperis“ in Verb, mit ״Menora“) oder ein buntes Gemenge aus Runen, ״Kamen״, AVunschformein, magischen Figuren, vor allem dem hier als ״Dawidsschild“ bekannten Driidenfuss. (vgl. § 58 Anm.), Xachklängen‘ der ophitisehen Diagramme2), oder es sind genau nach fremdem \ro 1 *bi 1 de an eine Legende eng sich anschliessend(.1 Gebete :p. Wie die sog. ״praktische“ Qabbala auch in nicht jüdische Kreise Eingang gefunden hat,,4) nicht ohne hier und da in jugendfeindliche Dienste zu treten5), so finden sich denn auch Amulete:6) auf der einen Seite bekannte christliche Symbole mitten unter hebräischen Buchstabenspielereien, vor allem mit dem Namen ישו, den schon als zauberkräftig kennen7), auf der anderen die die Evangelien r) a. a. O II 568. ־) Vgl. Friedländer S. 80. 88. (״Giljones“ nennt man noch heut in Galizien die von Mezuzotli usw. abgeschnittenen und zu Amuleten verwendeten Pergamentstreifen.) Auf die Ophiten weisen auch ״Namen“ hin, wie אופיאל (hei Schwab und oft bei den christl. Qabbalisten, vgl. Schindler 125), טרפיאל und סמיאל (s. oben § 2, vgl. § 58 Anm.). Midr. r. zu Ex. 4,3 bringt eine treffende Polemik 11. Joses gegen die Ophiten. Der Pessimismus der ״Minim“, auf den die Begründung der Wahl des ב zum Anfangsbuchstaben des Thora (Midr. r. zu Gen. 1. 1) schliessen lässt, findet ein merkwürdiges Seitenstück in der Deutung R Meirs, des!Schülers eines ״Acher“,: הנד. טוב נזות (Midr. r zu Gen. 1, 31, vgl. Epstein in der Chwolson-Festschrift 4811V). — Die seltsame Frage des ה:ב in der Pesachhaggada mit ihrem אתנב, welches man eher, wie das כתוב בתורתכם Aboda zara 16 b, aus dom Munde der פזבנירין ובופרין Sabbat 116a erwarten sollte, und ihre Beantwortung werden auch durch die Lesart אותנו in sefaradischen Haggad. (Landshuth. Haggada 34b, Müller-Schlosser, die Pesachhagg. von Sarajevo 47. 54) nicht verständlicher. — Als Beleg für den bekannten Humor in der Hagg. sei noch erwähnt, dass nicht allein in dem alten Prager Druck (1526, ein Exempl. in Privatbesitz in Hamb.) die Stelle מריר לו (vgl. Steinschn. in Lrtbl. 1840 S. 250) commcntirt wird mit: (1) ט מנהג בעולם טהאיט מורה על האטה מטוב •בנא" אטה רעה מר ממות\ sondern dass thatsächlich eine hds. Hagg. i. Bes. d. Barons E. v. Rothschild (vgl. Müller- Schlosser a. a. (K S. 205) an dieser Stelle die entsprechende Darstellung 1 net et. 3) Vgl. Schindler 122. Mitt. II 51 n. 79. Vgl. M. 1898 S. 364. 4) Ave-Lallemant, Das deutsche Gaunerthnm UI 339. — Der ,,Baal 8chem“ (London gest. 1782) gal) dem Philip]) Egalite eine (Jemen (Cat. der Anglo-Jew. Exhib. 8. 501. a) So wird ..Israel־•■ oder Ahnl. mit einem Schimpfwort gleichgesetzt, mit dem es gleiche ..GomntriaV (Xahlonwert der Buchstaben) hat. vgl. Wolfs Briefw. in d. Hamb. 8tadtbibl. Q. 11 f. 374. V Vgl. Wuttke 510. 7) Blau 28. vgl. Kr!pp HI 25.

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