Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1900
- Issue
- 1 (1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 65 (sequence 65)
- Language
- German
- Belongs to
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65 Menschen, zu dem die Placenta gehört, und da bleibe er ein halbes Jahr. Nachher hänge ihn dem um, der in Furcht ist und es hilft, so Gott es will. 219. (קד) Oder: nimm Knochen, die sich im Kopf eines schwarzen Hahnes finden, und nimm Galbanum und Hirschhorn, lege diese drei Dinge in ein Amulet und hänge es dem Furchtsamen um den Hals. So wird er, wills Gott, geheilt. 220. (קכא) Oder: dass du dich nicht fürchtest vor Dämonen oder irgend einem Menschen, nimm ein Päckchen Staub vom Erd־ boden und sage 3 mal den Vers Ex. 15, 16 vorwärts und rückwärts her. Alsdann brich das Päckchen entwei und streue den Staub auf den Boden. 221. (קבה) Oder*, nimm ein wenig Brot und Knoblauch in die linke Hand und du brauchst kein Unheil zu fürchten. gut 222. (קפא) Oder: Mikha’el, einer vom hohen himmlischen Gericht, bestellt über 19[0000] Engel ... [es staunen?] die Könige der Erde über die Grösse des Thrones seines Reiches. Er ist Schreck und gut, auf ein Amulet zu schreiben. 223. (קפד) Oder*. Nachmiel hilft gegen Schreck. 224. (קצה) Pachdi’el, einer vom himmlischen Gericht, ist gegen Furcht und Erschrecken, auch gegen manche Dämonen ist bestellt über 500000 Eimel und er ist mit in ein Amulet gegen gut und ■סיס ö schrieben, gegen jedes Unheil (טוב לבהוב בקמיע לבל דבר רע—טלבלד״ר). — (קבד) Gegen den bösen sinnt, sage Ps. 119, 33—40 her. Trieb: Wenn dein Herz Bös $es 225. (קעה) Oder: Leganfel auf seinem Posten an der zweiten Halle ist bestellt über 340000 Engel und hütet das Paradies. Er ist sehr gut gegen den bösen Trieb. Wenn dieser den Menschen überwältigen will, ihn zu einem Vergehen zu verführen, so zitire 219) Schwarzes Lamm: Grimm M. 33; schw. Huhn: das. LXXXI, Gill u oben § 191; scliw. Hund: das. XCVT1, ob. §§ 46, 75a; schw. Katze: Bracher 52. Vgl. Dietrich, Abraxas 160. — Ueber die Symbolik des Hahnes: Hehn 310. 320. RKA 22 f. 221) Ueber Knoblauch: RKA 14. Hehn 200. Urquell II 88. Wiesner, Scholien 234. König Alphons von Kastilien (14. Jahrh.) musste den Rittern den Knoblauch ausdrücklich verbieten, so unerträglich war dessen (Gebrauch geworden. Die Italiener und Provenzalen sind als ״durchiaueht־‘ berüchtigt (Andree, Zur Volkskunde d. Jud. 69). Unter den Juden galten die deutschen als ״Zwiebelu. Knoblauchesser“ (bei Abr. b. Mard. Farissol, vgl. Karpeles. Jüd. Lit. II 871 u. den pseud. Brief Maimunis an seinen Sohn). Im ״Jüd. Theriak“ 1615f. 9a (bei Grünbaum, Chrest. 560) h eisst es: ״fir nemlieh is knobiieh . . ein gesund essen . . uns juden, die wandern un’ keine warm speis essen . . In Italia, Frankreich, Hispania essen firsten herrn so wol als gemeine leut knobiieh . 224) Gegen Leidenschaft: SZ 10a. 225) Vgl. Mannh. 130: Keuschlamm, eine Art Weide, vertreibt die geschlechtl. Begierde. — פיפי IlITin Vgl. Perles etym. Studien 67. 5