Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1900
- Issue
- 1 (1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 56 (sequence 56)
- Language
- German
- Belongs to
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172 (סא). Graviditäten! adipisci. Schreibe diese Namen: ״oc<77:sT0c <7<0TY)pt0<;i4 auf Thon und lege [sie] auf ihren Unterleib, wenn sie schläft. 173 (קב). Oder wenn eine Frau einmal geboren, aber dann zu gebären aufgehört hat: Nimm einen Fisch, der sich in einem anderen Fisch gefunden, und einen Hasenmagen, lege sie in eine Pfanne und lasse sie zusammen braten, bis sie trocken [knusperig] sind. Alsdann zerreibe sie mit Mehl, rühre dies in Wasser durcheinander, sie trinke davon et statim gravida est v. u. e. 174 (רז). Oder nimm ein Kraut, genannt Ochsenzunge, und koche es in Wein und sie esse von den! Kraut und trinke von dem Wein ״ale abent uiT morgen“, und der R. Juda hat es an mehreren Frauen erprobt. 174a (רכט). Contra Sterilitäten!. Koche ״Ochsenzunge“ in Wein und gieb ihr davon zu trinken, v. u. e. 175 (רלו). Oder nimm die Eingeweide eines Hasen und wasche sie und reinige sie sorgfältig von jeden! Schmutz. Nachher trockne sie und zerreibe sie ganz fein, und diesen Staub trinke sie mit Brantwein oder Met (בשעת תשמיש), und so trinke sie auf nüchternen Magen. 176 (ב). Oder: Aus dem Rezeptenbuche, welches Asmedai dem Salomo mitgeteilt hat. Während des Tauchbades flüstere man 172. Diese Lesung der unaussprechliche Heiland erscheint uns als die beste. ס״וט רופ״וס [? vgl. סיט Raz. 30h, Kircher II 274] אוספ״וס. Vgl. § 238: sator arepo. Oder sollte, wie unter den Gottheiten des Alex. Severus hier neben dem ..Heiland־׳־ Orpheus stehen? Statt סוט (Buxtorf: סוד וסימן טוב) ist vielleicht סמו״ט zu lesen — Ps. 34. 15. 37, 27. sehr häufig, z. B. auf der Menora Museum Nr. 155, vgl. Geigers jüd. Zeitschr. VI 192 u. 1. Jahresber. des Wiener jüd. Museums S. 15. 173. Dasselbe Mittel Sz. — Hasenherzen und Hasenknochen gegen die schwersten Krankheiten: Sprengel III 434. Über Hareblod (Blut des getöteten Hasen) s. Mannh. 29. — Die Bedeutung des Hasen in der Qabbala: RKA 22. Der Fisch als S}rmbol der Fruchtbarkeit (vgl. Mitt. II S. 56 Nr. 1 u. III S. 39) bei den Syrern: Hehn 334. RKA 26, vgl. 13. 14. (26: Fischessen am Freitag, dem Tag der Venus.) — Fische gegen Unterleibsleiden: SZ 13b. 175. Metli bes. in den slav. Ländern (Hehn 152). 176) Rapoport (Ezech, Millin 242 ff.) hat bereits Salomo-Asmedai zu Faust- Mephisto in treffende Parallele gestellt und den Ursprung des ״Eheteufels Asmodai“ in der irrtümlichen Auffassung einer Talmudstelle (Pes. 110a) entdeckt. — Asmedais Beinbruch (vgl. Chag. 25. Gitt. 68) wird zum Pferdefuss Mephistos. Wie das span. (u. ähnl. das italiend, so auch das rabbin. Sprichwort: ״Die Lüge hat keine Fiisse“, bezw. sie (näml. die Buchstaben ש״ק״ד) hat nur einen Fuss, während jeder Buchstabe jn ״ אמתWahrheit“ zwei Füsse hat. Vgl. Dukes, Zur rabb. Spruchkunde S. 55 u Sabb. 144a. Shakespeares: the devil eoncite scripture for his purpose trifft bei Asmedai zu. Vgl. Ehrmann, Aus Palästina und Babylon S. 256. Das Einflüstern der Sprüche (vgl. unten §§ 183. 185): Blau 71. — לא בדטו lässt auch die Lesart; — aß^bno zu; dem würde ״athanatos“ bei Schindler 115 entsprechen.