Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1900
- Issue
- 1 (1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 54 (sequence 54)
- Language
- German
- Belongs to
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54 149d. (רע) Oder ..sab eberwurz“ und trinke ihn mit kaltem Wasser. Das hilft. 149e. (רעא) Oder nimm ,,häuser nestlen (Urtiga)“ und ״kirschenbeeren un’“ stosse jedes für sich, koche sie zusammen in Wein und gieb dem Patienten zu trinken. 149f. (רעב) Oder nimm Zwiebelköpfe (?), wärme sie auf der Pfanne und lege sie ihm in einem Beutel auf den Nabel. 149g. (לא) Gegen Diarrhöe. Verbrenne eine Taube mit den Federn zu Staub und jedesmal gieb diesen Staub mit Wein zu trinken! Das hilft m. G. H. 150. Oder zerstosse Eppichsamen oder das Kraut selbst, mische und trinke es. Vgl. § 149 b. 151. (לד) Gegen Leib weh. Lorber mit Branntwein. 152. (רעה) Oder Ziegenmilch mit Essig. 153. (רעה a) Oder Schlangenblut. 154. (רעה b) Oder verbrenne ״Roggenbrot“ ״mit die rinden“ zu Staub und gieb es dem Kranken zu trinken. Das hilft. 155. (״ (רפגwen es grimt ein“ Weib, nimm Honig und Olivenöl und gestöckenen Kümmel, koche das zusammen und lege es auf, ..wo es grimt“. 156. (רפה) Für eine Frau, ״daf da schist“ in ihrer Brust. Koche eine Handvoll Rosen und 2 Lot Alaun in Wasser, und zwar koche ein Dritter, dann thue das auf ein Tuch und lege es ihr auf die Brust, und sobald es trocken ist, tauche es nochmals ein. 157. (רפו) Gegen ,,stechen“. Lege ein trockenes Tuch mit Salz und Wermut auf die schmerzhafte Stelle. 158. (רפז) Oder nimm Milch und Honig und lass ihn durchziehen. Dann tauche ein wollenes Tuch ein und lege es auf die Rippen. 159. (רפה) (.)der nimm prossa (poln. Spelt) d. i. deutsch ״hirse“, so lange sie noch im Balg, thue sie in einen kleinen Beutel und lege ihn heiss auf. 160. (רלז) Gegen Glieder schmerz eil. Bestreiche die schmerzhafte Stelle mit einer Salbe, die lateinisch אגריפא heisst. 149 d) Eberwurz bei Grimm M. Anlig. CLXII. N. Sehles. 076. 149 g) Tauben: Dietrich Abraxas 160. Hommel Semiten 401 f.: (sumerisch:) die Krankheit des Hauptes fliege davon, wie eine Taube zu ihrem Schlage (vgl. die Tituslegende Gittin 55/56). Das späte Vorkommen der Tauben giebt Hehn S. 334 einen Anhalt, das Hohelied spät anzusetzen, während er selbst S. 338 sie schon bei Noah und den Opfern findet. 151) Branntwein als Heilmittel: Wuttke 427. 529. 591. 156) Alaun: Sabb. 110a. Wiesner, Scholien n 220. 160) Agriophyllon. Saufenchel oder Agropyrum, Quicke?