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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1900-01-01 · 1 (1900) · p. Seite 48

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1900
Issue
1 (1900)
Date
1900-01-01
Page
Seite 48 (sequence 48)
Language
German
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48 Da Schmerzen?” Er antwortete ihm: ״Meine Zähne schmerzen mich“. Der Herr erwiderte: ״Geh’ zu dem Fluss, der da Grundo kleidung, wie die unsrige zeigen: ״Brand, fall in den Sand, fäll in den Grand“ ... In diesem ״Grund“ scheint die ״Gironde“ ihre Quelle zu haben. Ein Analoguni bietet die Wuttke 234 aus dem Romanusbüchlein angeführte Besprechung der Mundfäule: ״Job zog über Land, der hat den Stab in seiner Hand, da begegnete ihm Gott der Herre und sprach zu ihm: Job, warum trauerst du so sehr, er sprach: ach Gott, warum soll ich nicht trauern, mein Schlund und mein Mund will mir abfaulen, da sprach Gott zu Job: Dort in jenem Thal, da flies st ein Brunn, der heilet dir N. N. dein Schlund und dein Mund im N. etc.“ PG 28 bringt eine Besprechung wie Mitt. II 8. 60: Mosche Rabbenu hob auf sein haut, un heilt den Brant. Dass du nimmer gesweren noch geswellen un; musst heil werden. Das sei wahr in Gottes Namen. Amen. Über die Form dieser Besprechungen, wie sie schon im alten Aegypten und Indien üblich war, indem der Zauberer sich an die Stelle des Gottes setzt, s. Dietrich Abraxas 136. Vgl. Schindler 122. Das Sefer ha-chajjim (Amst. 1695) giebt S. 53 ff. folgendes Mittel (vgl. Mitt. II S. 80 u. unten § 208 Anm.) gegen das böse Auge an (״iC Cer שפיח [häufig] . . un stet ach kein פרעקל [periculum] drauf . . iC kein שמוח ״]Namen“] noch השבעות [Beschwörungen] drinnen [ähnl. betont ״Ein schön fruen büchlein“ bei Grünbaum. Jüd.-deutsche Chrestom. 276: ״un’ das haben sie gefunden בחכמת הטבע un’ nit ״ : [״בחכמת הקבלהun’ der da an sprecht Col fein hend wesen un’ legen auf den kop fon krank’n es fei ein klein kind aber ein alter un Col Cagn: mit die hilf fun got den almechtgn der da halt ale krankn, der Col ap tun fun dir ale wetag un’ beC begegnis was dir iC an gekumen es Cei fun ein befn luft der auf dir iC worn gesiket aber fun ein rnensn beCn an blik: es Cei fun ein man aber fra es Cei fun alt aber jung: Col dir nit sadn an dein leib un’ lebn nit an dein herz noch nit an dein lung: den Elijohu hanobhi (der Prophet) hat begegnt den malakh (Engel) Astribhu da sprach Elijohu hanobhi zu im wo wilstu ein hin gen da Cagt er ich wil gen bei den pelouni bar 011 bath pelounith (N. N. Sohn oder Tochter der N. N.) un’ wil Citzn zu Cein kopns un’ in Cein hern un’ in ale seine glidr un’ :fleis un’ adrn un’ wil esn Cein fleis un wil trinkn Cein blut da sprach Elijohu hanobhi zu im aCu wol aC du nit resuth (Befugnis) hast ous zu trinkn ale wasr ous den mer aCu Colstu nit resuth liabn zu sedgn im an Cein leib noch nit an einem fun Cein glidr ouf keiner lei nianier fun der ganze weit: hat im einer gehn ein beC oug Col es im nit sadn bei nacht noch nit bei tag: aCu wol aC die kindr fun Josef hacadiq (dem Gerechten, vgl. Berakh. 55b) hat man Cie kein beC oug kenen ouf ladn: afu Cols dir ach nit sadn. un’ ejer man nein kan zeln Col dich H־s“ j Gott heilen: un’ zu di Cr stund Colstu wern fris un geCund. das Cei war in gots namn omen seloh“. Zum Zeugen einer qabb. Beschwörungsszene macht uns Juspa Hahn in seinem Josef Omec p. 97 ff. (vgl. Ein schön Maasebuch, Dyh. 1709, Nr. 152): (Mitgeteilt von Schimmel aus Prossnitz in Safet.) Eine Frau war von einem bösen Geist besessen, und ihre Angehörigen wandten sich an Isak Lurja um Rat und Hilfe. Dieser beauftragte einen seiner Schüler, den Geist zu bannen. Sobald die Besessene diesen erblickt, wendet sie sich zur Wand um, und es entspinnt sich zwischen ihm und dem Geiste folgendes Gespräch: Der Schüler: Warum wendest du dich hinweg vonvmir? Geist: Weil die Bösewichter den Anblick der Sekhina [Gegenwart Gottes] nicht vertragen. Der Sch. (zwingt hierauf den Geist, sich zu ihm hinzuwenden und fährt fort): Welches ist deine Schuld, dass du so schwer büssen musst?

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