Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1900
- Issue
- 1 (1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
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47 117. (רלה) Oder: Ein Kraut, welches dem Brennichts ähnlich sieht, aber nicht brennt, lateinisch Marodius (?), koche ohne die Blätter und ohne Stiele, sondern den Stengel allein, das hilft, wenn man es trinkt, gegen Blutspeien. Der Saft ist gut, die Augen zu klären, wenn man ihn mit Honig oder Wein mischt und aber die Augen streicht. 118. (r^a) Oder: Wickenwurzel zerstosse und streiche sie mit Honig vermengt über die Augen und sie werden klar. 119. (רמו) Oder: In der Sonne getrockneter Wickensaft ist gut für die Augen [S. § 13]. 120. (רמז) Gegen Augenschmerzen: Apium d. i. Eppich und besonders warm. Nimm Eppichsamen und feines Gerstenbrot, mit Darmfett“ geknetet und lege das auf die Augen und der Schmerz vergeht. Auch gut gegen Anschwellen der Brust. 121. (רך) Oder: Wenn man Absonderung aus den genit. muliebr. auf die Augen streicht, hört der Schmerz sogleich auf. 122. (רגז) Zu vertreiben und zu beseitigen ,,alle Furunkel und Faulfleisch“ aus den Augen: Streue in die Augen Staub aus gebranntem Kindesunrat, und du siehst Wunder. 123. (בה) Gegen Zahnweh: sind diese Namen gut: מ״אז מ״ן מאץ. 124. (צר) Oder: trage als Amulet den Namen ״wcpsta“ bei dir. 125. (קב) Oder: Eine Beschwörung. Ijob ging des Weges und litt Schmerzen. Da fragte ihn der Herr: ״Weshalb leidest Ähnlich heisst es bei Behexung durch den bösen Blick (Sefer 11£tchajjim, Amst. 1695 S. 53ff.): das erste fun die kranke iC dal raan toi lie adr lafn un? kristirn mit leblch hier un’ putr un’ 11011g ein weng drin tun dal man lie ofn leib halt dal die hitz nit in kop slagt un’ wo man kein krustir hat toi man ein zepchn tetzn mit ein yelebh (Talg) kerzn wol in el in getunkt der nach der man it nemt er dik aber din: un’ ouf die teit wo einem we tut toi man ale zeit adr lasn. 117) מארודיוס aus Salamander verstümmelt? 120) Eppich gegen Stein gebraucht: Sprengel II, 58. Die Mysten trugen Eppich (Mannh. 208). 121) Vgl. Blau 77. Grimm Hausmärchen III, 196. (Der arme Heinrich). Der frisch gefallene Thau, der das Gesicht wiedergiebt (a. d. 0.), wie nach jüd. Ansch. der erste Schnee (Mitt. I, 63). 125) Neben Chanokh (in einem Amulet für gute Geschäfte SZ 22), Josef Mose, Boaz, Elia (M. 1863 S. 286. 2882. 293. SZ 22), Daniel findet sich von biblischen Gestalten (Görres, Die teutschen Volksbücher S. 204, vgl. Schindler 106, Mitt. II S. 59) vor allem Jjob in Beschwörungsformeln, welche an Wanderungen Jjobs anknüpfen, wie die christl. Sage an die Wanderungen des Meisters und seiner Apostel durch Judäa (Grimm M. Einl. NIX), die römische an die Reisen des Jupiter und Merkur. גרונדאו als Gironde zu lesen, liegt am nächstenv(vgl. unten § 244a Anm. und die Anwendung von Wasser aus dem toten Meer Sabb. 108b. Wiesner II 201, das Baden im Jordan, die Heilquellen zu Tiberias und Gadara [vgl. Wiesner II 85, 205, 207, 217]). Doch 3cheint ein Missverständnis vorzuliegen. "Wuttke 233 heisst es in einer der Beschwörungen, die meist dieselbe Ein-