Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1900
- Issue
- 1 (1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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34 Gegen Gefahren: 47 (יב). Zitire den Namen 'טפטפי. 48 (מ). Oder: Wer Räuber oder Strauchritter auf dem Wege sieht und sich vor ihnen fürchtet, spreche 3 mal: ,Ein Schwert gezückt und ein Bogen gespannt und eine Schleuder gezogen in deinem Namen‘, und denke an diesen Namen: אב״ב ואזב וג/;ה. 49 (Pu). Oder: Schreibe folgende Namen auf deinen Stab und du brauchst kein Unheil zu fürchten: חנט״ן rOlT. 50 (צה). Oder [ein Wundermittel]: Wer sich für eine Reise oder auch selbst in seiner Stadt vor jedem Menschen für diese Woche schützen will, blicke am Sabbatausgang nach der Habhdalah in den Habhdalah-Becher und sehe darin seine Stirn an, während er 3mal in den Becher hineinspricht: Gen. 32, 312. [S. § 83.] 51 (קצו). Oder: Peri’el steht auf seinem Posten bei der Himmelssphäre und ist über die zweite (?) gesetzt. Es ist gut, ihn zu zitiren in der Stunde der Gefahr mit den Namen: אני והו חושיה נא. 52 (קי). Für die Reise (vom RMBN s. A. überliefert): Nimm Salz in die Hand, sprich darüber 4mal den Ps. 125 und wirf es vor oder zwischen [die Feinde]. 53 (קיא). Oder: (v. u. e.) Wenn jemand aus der Stadt herausgeht, spreche er: ,Ich gelobe, sobald ich nach N. komme, Ps. 27,4 usw. zu sagen, und wenn er hinkommt, löse er sein Gelübde ein: v. u. e. / 54 (קיג). Oder (von R. Jehuda den! Frommen s. A.): wer sich auf den Weg macht, trinke mit der rechten Hand vom ersten Wasser, an welches er kommt, dann braucht er sich nicht zu fürchten, gefangen zu werden v. u. e. 48) T. חרב שדופה וקלע נטושה aus Sabb. 67a. אבב etc. — Ps. 28, 8 אלה ברכב ואלה בסוסים. Dies wurde den Kindern z. B. in Schlesien als Schutz־ wort eingeprägt. 50) סגולה hier — sigillum (wie Urquell 1898 S. 33), Sy gilt bei Paracelsus. — Man ass zum Schutz gegen den Aussatz am Sabbatausgang von den ״Berclies“, den Sabbatbroten, und trank dazu Wasser: Kirchner, Jüd. Cerem. 1726 S. 85. — Man besprengt in Algier das Gesicht des Kranken mit dem Wein von der letzten Habhdala: Jüd. Volksblatt 1854 S. 162. Man stellt diesen Wein auf den Schrank, ״es ist Segen darin“ (Busch J., Kalender u. Jahrb. für Israeliten für 1848. Wien 1847 S. 149). Der Brauch, sich die Augen damit zu betupfen, um das Augenlicht zu erhalten: Löw, Lebensalter 206. Vgl. Urquell IV S. 42. 120. 290. 51) אני והו Sukka 45a. Vgl. Dukes, Zur rabb. Spruchkunde 68 f. Blau 1391. 52) Dasselbe SZ 31a. 54) Vgl. Grimm M. 329: Wasser geschöpft vor Tagesanbruch. Wasser bricht jeglichen Zauber: Sanh. 676 (Blau 41). — Holz vom ersten Walde oder der ersten Brücke, an die man kommt: SZ 27b.