Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1898
- Issue
- 2 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 79 (sequence 80)
- Language
- German
- Belongs to
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79 Vgl. Z. d. V. f. Volksk. a. a. O. 68. 107) Brody. 108) Ziegenbart. 109) Kauf. 110) Lebkuchen, vgl. Mitt. 49 n. 88, 101 n. 11. 111) Böcklein. 112) Vgl. Mitt. 52 n. 5. 118) Trauhimmel. 114) Auf, aufl 115) Es soll hoch hergeh’n. 116) Geschichte. 117) nom. pr. fern. 118) Närrchen. 119) 2) 4) 5) 8) 9) Mitt. 68 n 9. 120) Vgl. Mitt. 50 n. 1. 121) AVaare. 122) Schule. 128) ordentlich. 124) Kurse. 125) Auszeichnung. 126) rituelle Fragen beantworten. 127) predigen. 128) Grütze, vgl. Mitt. 53 n. 8, 65 n. d. 129) Butter. 130) Brot, vgl. Mitt. 54 n. 11. 131) Geflügel. 132) darf man nicht essen. 133) Vgl. Mitt. 57 n. 7 u. 8. — Aehnl. in Bernsteins Mendel Gibbor (Wertheimers Kalender, Berl. 1809 S. 55): Keicnd meraqdin (wie soll man tanzen) — Den Unterführer, packt ihn! — Lifnei ha-kaHoh (vor der Braut)? Tanzt mit ihm alle! gal. Of den kejzers fensterl Sicen cwej mejderle/. Wer iz di kalel Man swester Male. AVer iz der /o.sw? Man breder Nosn. Wer iz der interfirer? Slojme der dokter, Geld ci nemen, Ciciklemen Broder lät, Wert versad’t! Nemt dus mejdel in der zät! 134) aus dem bekannten Liede Lvkha dödi. 135) Auskunft. 136) Glück u. Segen. 137) Verwandtschaft. 138) gut Glück! 139) Kleinod. 140) Mitgift. 141) Teich. 142) vgl. Mitt. 51. 143) Stunden. 144) Hauptsache, vgl. oben n. 25 (iker). 145) Alter Mann, Bettler. 146) um und um, wie ״umedar“ immerdar bei Jak. Heilpern, dinim wvseder (s. oben S. 65) p. 8. 147) Taschen. 148) jeder beneidet dich. 149) so Gott will. 150) Gelehrter. 151) zur Zierde gereichen. 152) kindisch zu sein. Zu ״Eingänge“. 1) Das eine zeigt, umrahmt von Blätterornamenten, einen Mann in der im vorigen Jahrhundert üblichen Judentracht (Rokoko), der einen Zettel in der 1. Hand hält. Die Inschrift lautet: ,Ivzekher‘ [Anrufung[ (dann folgt dasselbe, wie Mitt. 92 n. 19, nur nach lilith:) ,chawwnh ri+ona‘ [die erste Eva] (am Schluss): ,samri'el chasdi’el‘ [Engelnamen[, daz iz die hasba'a‘ [Beschwörung] ,vun Elijahu ha-nabi z“V [Elias, des Propheten, sein Andenken zum Segen!] ,wie er hot masbi‘ai [beschworen] ,gewes’n di makMefötti [Flexen] ,biz zi hab’n im muz’n cu zagen wo men wert mnzkir [anrufen] ,zein ire nem’n’ [Namen[ ,wel’n zie vun daz houz wekloufen.’ (Hierdurch wird die Behauptung [Mai, Catal. Uffenb. p. 110] entkräftet, dass das Judendeutsch auf Amuletten nicht verwendet worden sei.) Die nun folgende hebräische Stelle bedeutet: ״Im Namen des Herrn [Tetragramm], des Gottes Israels, der thront über den kMrubim, dessen Name gross und ehrfurchtbar! Elijahu ha-nabi, zum Guten sei er erwähnt, kam einst des Weges und traf die Lilith nebst all' ihrer Sippe und sprach zur Lilith, der Unholdin: ״Du Ausbund aller tuma [lewit. Unreinheit], und ihr, die ganze saubere Sippschaft, wohin des Weges?“ Da antwortete sie ihm: ״Mein Herr Elijahu! Ich gehe hin, wo ich eine Wöchnerin finde, da versenke ich sie in einen tiefen Schlaf und raube ihr Neugeborenes, um sein Blut zu trinken, sein Mark auszusaugen und sein Fleisch zu verzehren.“ Und Elia — seiner werde zum Guten gedacht! — rief zornig aus: ״Du seiest gebannt von Gott, gelobt sei er! und seiest starr wie ein Stein!“ Lilith entgegnete: ״Um Gottes willen schone meiner, und ich will mich davon machen. Ich schwöre dir im Namen des Herrn [Tetr.|, des Gottes der Reihen Israels, dass ich nun ablassen will von dieser Wöchnerin und von ihrem Neugeborenen, und so oft ich meine Namen hören werde, will ich