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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1898-01-01 · 2 (1898) · p. Seite 75

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1898
Issue
2 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 75 (sequence 76)
Language
German
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75 250) in einen goldenen Trog (Schw. 237, U 1898 S. 78). 4) 0. hat an schabboth wejoumtoubh die hänt voll mit fingerlech. 5) 0. schweben, vgl. Tristan 2349 u. sonst. 6) 0. zu qebhuro thun. Aehnl. die Sage von R. Amram zu Mainz (vgl. A L 452 f.). Die Königin von Saba (vgl. Görres Volksb. 240) erinnert an die Sphinx (Frankel III, 28G). Zu Stück 23. 1) Maa. 223. H. I, 37. 2) 0. ein grosser verbrenger. 3) 1>. hätten vernemmen. 4) 0. flaschen. Dasselbe Svnh. 104, wahrscheinlich arabischer Herkunft. Vgl. Ehrmann 100 ״Die Macht des Geistes.“ Auch Reminiscenz an Berakh. 43b. 5) 0. so muss es gewiss zwei laegel (= Fässchen, vgl. Perles 127) getragen hab’n. — Nicht recht verständlich. Es wurde wohl nach einem Pferde gefragt, welches Wein und Oel trage. G) mikJcol schelten. Zu Stück 24. 1) M N 1. Warum aso vil gezerouth (Heimsuchungen) vor Zeiten sein gewesen in Worms. — Juspa Schammasch berichtet, was ihm sein Lehrer R. Pinchas zu Fulda im Namen des bekannten Commentators des ’Ebhen ha-ezer R. Josua Falk erzählt hat. Zu Stück 25. 1) M N 3. 0. ,orchim. 2) 0. judenpforte. Zu Stück 26. 1) M N 9. Soll i. J. stattgefunden haben. 2) Die Gans ist historisch. Vgl. Grätz VI, 102: ״Sie (die Teilnehmer am ersten Kreuzzuge) .... eine Gans und einige Ziegen, die sie vor sich gehen Hessen und von denen sie fest glaubten, sie seien vom göttlichen Geiste angehaucht und würden ihnen den Weg nach Jerusalem zeigen.“ Quellen zur Gesch. der Juden in Deutschland II, Berl. 1892, 90: ״anserem quendam divino spiritu afferebant afflatum“ (nach Albert von Aachen c. 31, vgl. Ekkeh. Hierosol. c. 10), vgl. Horst, Dämonomagie I, 92. Zu Stück 27. 1) Maa. 188. H. I, 22. A L 523. — Aehnlich lautet die noch heut im Volke lebendige Ueberlieferung von der Erbauung der ״Reb Eisek [chathan] Reb Jekeles-Schul“ (vgl. Grünbaum 428) in Krakau. R. Eis., ein armer Pfandleiher, hatte eine Aufwärterin, deren Kind er hin und wieder beschenkte. Nach vielen Jahren träumte er einst, es liege in Wien unter einer Brücke ein grosser Schatz vergraben. Am nächsten Morgen reist R. Eis. sogleich nach Wien und begiebt sich an die Stelle, wo der Schatz liegen sollte. Doch alles Graben und Suchen bleibt erfolglos. Nach einiger Zeit träumt aber R. Eis. wieder dreimal in einer Nacht von jenem Schatze. Er lässt sich auch diesmal die Reise nicht verdriessen und spricht, wie er das erste Mal gethan, beim Vorsteher der Wiener Gemeinde vor. Der wundert sich nicht wenig, R. Eis. schon wieder in Wien zu sehen. Aber als ihm nun gar R. Eis. seinen Traum erzählt, da will er seinen Ohren nicht trauen. In derselben Nacht hatte er selbst nämlich einen Traum, dass auf dem Hofe eines gewissen R. Eis. in Krakau ein reicher Schatz zu finden sei. ״Das bin ich ja selbst“, ruft R. Eis. ganz ausser sich vor Freude. Er reist nach Haus und findet wirklich den Schatz auf seinem Hofe. Zum Danke beschliesst er sogleich, ein Gotteshaus zu bauen. Da es hierzu der Erlaubnis des Papstes bedurfte, reist er nach Rom. Kaum erblickt ihn aber der Papst — es war kein anderer, als der Sohn jener Aufwärterin—,als er auch sogleich seinen einstigen Wohlthäter in ihm erkennt. Und wie nun R. Eis. ihm seine Ehrerbietung bezeigen will, schliesst er ihn in seine Arme und giebt sich ihm zu erkennen. R. Eis. erhält in goldenen Lettern die päpstliche Erlaubnis, ״alle.■ und überall zu bauen.“ Die ״Schul“, die nach ihm benannt ist, wird auf’s kostbarste erbaut, statt des Mörtels sogar Eiweiss genommen. — Die Juden haben also wie eine Königslegende (über Schau! Wahl [sj, [der übrigens in dem Ahnensaal in! Briefsteller Seeb Wolf Kohns neben R. Eisek eine Stelle gefunden] König von Polen, s. Bernsteins ״Vögele der Maggid“ 74 f., über Walsch: Perles 138) so auch ihre Papstsage. Vgl. Güdemann,

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