Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1898
- Issue
- 2 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 74 (sequence 75)
- Language
- German
- Belongs to
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74 halten sich mit Vorliebe im Keller auf, so bei Gr. I, 83. 10) Ueber dämonische Doppelgänger (menaechmi) s. B P 116, 129; Gittin 68b, wo Aschmedaj Salomos Gestalt annimmt; Gr. I, 347 erscheint dem Stallmeister des Herzogs Joh. Casimir von Coburg ein Gespenst in Gestalt seiner noch lebenden Ehefrau. 11) Jakob Weinstein. 12) o. drum is besser nix mit schemouth zu zwingen, es kann einem bald übel ausgehen. — Schon frühzeitig wird vor den Folgen qabbalistischer Kunststücke gewarnt, vgl. Roskoff I, 252. Beschwörer enden unglücklich, wie Faust. Vgl. Güdemann Erz. I, 205. — Hierhin gehört auch M. h. Sch. N. 9. Nechunja b. Ha-qana nennt einem Schüler auf dessen Bitten den Engel, der mit Mose im Himmel gelernt. Der Schüler fastet 40 Tage und nimmt eifrig Tauchbäder, dann hat er ״ein schem godoul weqodousch gemelt.“ Da erscheint der Geist, ganz Blitz u. Feuer. Betäubt stürzt der Schüler nieder. ״Erdenwurm“, donnert der Geist, ״warum das du hast machen zittern die ganze jeschibho schel ma'alo (das Geisterreich)?“ Alsdann erteilt er ihm Bescheid. Zu Stück 21. 1) Maa 169. H. I, 4. 2) 0. feinen bochur. 3) 0. bcrolcho machen. 4) 0. singers. 5) 0. sie hatte mit ihm ״qnas gelegt“ und sollte jetzt ״unter die chuppo gehen.“ 6) 0. izundert nebbich die zeit zu lang geworden war. 7) J. erscheint in ähnlicher Rolle auch Maa. 163. — In Fostat zeigt man die Stelle, wo J. seine Klagelieder soll angestimmt haben. Bei Lebensgefahr darf dort niemand sitzen. Doch Frauen, die schwer gebären, wird gerade dadurch geholfen (Saf. I, 22b, vgl. N. 191). 8) 0. schammosch. — Elia als Diener der Stammväter auch Qabh ha-jaschar S. 44a § 20. — Mi. 2b: E. setzt sich unter den ‘ec ha-da‘ath (Lebensbaum) im Gan ‘eden (Paradies) un’ schreibt die zekhiouth (Verdienste) von Jisroel, dass sie den Schabboth haben gehalten. Zu Stück 22. 1) M N 21. Ma‘ase von der malke Schobho' in den haus zu der sonnen, früher zu den teufelskopf. —Aehnl. Sagen: Gr. I, 63 f. Die wilden Frauen im Unterberge. Die Grödicher Einwohner und Bauersleute zeigten an, dass zu diesen Zeiten (um das Jahr 1753) vielmals die wilden Frauen aus dem Wunderberge . . herausgekommen . . . Mehrmals hat es sich begeben, dass eine wilde Frau aus dem Wunderberg gegen das Dorf Anif ging, welches eine gute halbe Stunde vom Berg entlegen ist. Alldort machte sie sich in die Erde Löcher und Lagerstätte. Sie hatte ein ungemein langes und schönes Haar, das ihr beinahe bis zu den Fusssohlen hinabreichte. Ein Bauersmann aus dem Dorfe sah diese Frau öfter ab- und zugehen und verliebte sich in sie . . und legte sich . . zu ihr in ihre Lagerstätte.le Der Bauer verleugnet vor ihr seine Ehefrau. ״Diese aber machte sich viel Gedanken, wo ihr Mann Abends hingehe . . Sie spähete ihm daher nach und traf ihn auf dem Feld schlafend bei der wilden Frau . . Aber die wilde Frau hielt dem Bauern seine treulose Verläugnung vor und sprach zu ihm: ״״hätte deine Frau bösen Hass und Aerger gegen mich zu erkennen gegeben, so würdest du jetzt nicht mehr von dieser Stelle kommen.““ Doch nun ermahnt sie ihn zur Treue gegen seine Frau und giebt ihm einen Schuh voll Geld, ״geh hin und sieh dich nicht mehr um.“ Gr. f, 89. Der Graf von Orgeweiler im Herzogtum Lothringen hatte ״eine geheime Liebschaft mit einer wunderbaren schönen Frau, die wöchentlich alle Mondtage in ein Sommerhaus des Gartens zu ihm kam.“ Seine Frau überrascht sie und zieht sich heimlich zurück. Die Fee wird es aber hinterher gewahr und trennt sich für immer von ihrem Geliebten, beschenkt ihn jedoch vorher reichlich. Gr. II. 249 f. ״Im 16. Jahrh. nach Fischarts Zeugniss, wusste das Volk der ganzen Gegend noch die Geschichte von Peter dem Staufenberger und der schönen Meerfei.“ Am bekanntesten ist die Melusinensage. 2) 0. in seinem ״gewölbe“. 3) Ein Anklang an die Lilithsage, vgl. Roskoffl, 196. Wassernixen (Lorelei) kämmen ihre langen (goldgelben, vgl. Grimm Mythol. 918) Haare (Schw.