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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1898-01-01 · 2 (1898) · p. Seite 73

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1898
Issue
2 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 73 (sequence 74)
Language
German
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73 407, vgl. M. XLI, 360 f. 10) Zank und Neid. — Aehnliche Buchstaben- Spielerei: Maa. 170, wo ein Mann, der das Gebot III M. 19,27 nicht beobachtet, nach dem Tode von einem Dämon in Gestalt einer Kuh gepeinigt wird. Die Anfangsbuchstaben der Worte ״pi'ath rnschvkhem icvlo thasrhchit'h" setzen nämlich das Wort ״p[a]r[o[wth“ (^Kühe) zusammen. 11) o. mit hocher stimm. — Die Geschichte vom Dailes oder Schlimm-Massel erscheint in zahlreichen Varianten. Am bekanntesten ist folgende: Der Dalles verlangt, bevor er auszieht, von seinem Wirte neue Kleider. Doch kaum hat dieser sie besorgt, so ist natürlich sein Dailes infolgedessen gewachsen, und die neuen Kleider sind ihm zu knapp. ״So hält der Dalies den Halfen zum Narr’n.“ (Vgl. Gedichte u. Scherze in jüd. Mundart, Nr. 13 u. Urquell 1897 S. 80.) Eine hessen-darmst. Sage vom Dailes, der dem Dorfgeher treu bleibt, als dieser, um ihm zu entrinnen, sich Pferd und Wagen anschafft, entspricht ungefähr Schw. 249 : Der Hausherr steckt, um den Kobold los zu sein, sein Haus an und fährt mit Sack und Pack davon. Da brummt es mit einem Mal hinten in einem Fass auf dem Wagen: ״Wenn wir nicht wären entronnen, dann wären wir alle verbronnen.“ Es war der Kobold. — Doch am sinnigsten ist die wiederholt wiedergegebene Geschichte vom ״Dalles in der Butterbüchs“ (Ged. u. Scherze Nr. 3, U 1898 S. 123). Wie der dumme Teufel vom Doktor Paracelsus (Gri. III, 180, Gör res Volksb. 212. 225), wird hier der Dalles von seinem Wirt überlistet, indem dieser sich anstellt, als glaube er dem Unhold nich־, dass er in der Butterbüchse Platz habe. Kaum hat ihm aber der Dalles den Beweis geführt und in der Büchse Platz genommen, als der Schlaue die Büchse zuschlägt und in’s Wasser wirft. — Diese Ueberlistung des Dämons, wobei das Gefäss, in dem er gefangen sitzt, verbrannt wird, finden wir auch in der Geschichte des Ardschi Bordschi Chan. Vgl. Weil, 1001 Nacht I, 141. BPI, 116. Schott, walachische Märchen, N. 7, wo der Teufel in ein Fass kriecht. Zu Stück 19. 1) Mündl. Mitteil, des Herrn U. aus Winsen in Hamb. Vgl. Komp. X 293. — Aehnl. Gri. III, 7: Ein armer Mann will sich erhängen, da kommt eine schwarzgekleidete Jungfrau und verlangt, ״was im Hause verborgen sey.“ Gewöhnlich verspricht die Mutter ihr Kind: Gri. III, 23. — Teufel auf dem Baume: Gri. III, 146. — Verwandtes Motiv: Frankl I ״Das verwandelte Kind.“ 2) Vgl. Maa. 251. 252. Zu Stück 20. 1) M N 19. Ma'ase von . . . rabbi Lezer und rttbbi Mousche Rüben, baUtle schemouth (qabbalistische Wunderthäter). Zitiren Verstorbener: Güdemann Erz. I, 211. 2' aus der Familie Ulmann, der in dem Hause wohnte ״wo die schwarzen beeren schild aushängen.“ 3) [statt 9)!] an einem Sabbatausgang. 4) R. Mousche Kuben, ״der wohnt hinter der schul in dem haus, wo der spiegel aushängt.“ 5) o. sore celochith. 6) o. maVokhim. 7) Die bekannte persisch-talmudische Sage von Asmodaj, welche durch die Vermittelung der Muhammedaner zu den Christen gekommen ist. Vgl. B P 1, 116. 129. Benf. I, 745. Roskofi' I, 197. 327. Gr. I, 137 ״Spiritus familiaris.“ ״Er wird... in einem wohlverschlossenen Gläslein aufbewahrt . . [Man] mag das Fläschlein hinlegen, wohin [man] will, immer kehrt es von selbst zurück.“ Gri. n. 99 ״Geist im Glas“. N. 142 (vgl. 1001 Nacht VI, 342; Savilon-Zaubulon lässt auch die Ableitung Zebuion Ba‘alzebul — Beizebub zu, was allerdings sachlich mit Diavolo zusammenfällt). N. 136 (״der wilde Mann“ wird gefesselt, wie Aschmedaj von Solomo). III S. 187 (vgl. 1001 Nacht 1,107). Verwandt ist die Sage vom Golem des hohen Rabbi Löb (vgl. Ka. 99 f. Die Bewirtung des Kaisers [Görres Volksb. 219] wird ähnlich vom Rabbi Löb erzählt) bezw. ״der Zauberlehrling“ und Gil Blas, der hinkende Teufel (vgl. Cass. 26). 8) o. ״schlafpelz“, jetzt noch für ״Langschläfer“ im Volksmund z. B. in Schlesien gebräuchlich. 9) o. aus dem ״gewölbe“, vgl. Perles 148. — Gespenster

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