Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1898
- Issue
- 2 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 68)
- Language
- German
- Belongs to
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67 sind es nicht nur neue, ausser den hebräischen u. aramäischen auch noch slawische Worte, sondern ganz neue Konstruktionen, die, wenn auch nicht in dem Masse, wie manche deutsche Mundarten, dem hochdeutschen Hörer und Leser nicht ohne weiteres verständlich sind. Diese Sprachfärbung ist alsdann durch die polnischen Lehrer, für die man einst in Deutschland grosse Vorliebe zeigte, den deutschen Juden vielfach zu eigen geworden. Es lassen sich in diesem Deutsch, während das Judendeutsche fast durchweg gleichförmig auftritt (AL gegen Jost in Ersch. u. Gruben, Mundarten, hauptsächlich die litauische, polnische und südrussische unterscheiden. Seit der Mitte dieses Jahrhunderts hat sich diese Sprache, welche übrigens an Wortieichtum jede andere europäische Sprache übertrifft, allmählich einen grossen Literaturkreis, selbst Journalistik, Schauspiel und Oper erobert. Das Nähere s. bei L. Wiener a. a. o. 16) Obwohl man im allg. bei der Erforschung solcher Beziehungen zwischen Orient und Occident grosse Vorsicht walten lassen muss, so verdient doch folgendes Erwähnung (vgl. Schauer, Wandernde Sagen [Geigers |üd. Ztschr. V. Jahrg־.]:) G 1:i. III, 180 — 1001 Nacht VII, 277; G r i. II[ n. 19 S. 187 — 1001 Nacht I, 107; Gri. n. 136 — Gri. III n. 142 — 1001 Nacht VI, 342; Gri. III n. 155 die Asmodaisage; pers. Erzählung bei BP; Gri. III S. 266 — BP II S. 6; Gr. I 338 - Mitt. S. 72 n. 1; Gr. I 168 — die Sage vom Sambation; Gr. II, 33 (Nicht ich hab's gesagt) — Tod des R. Jehuda ha-nasi; Gri. III n. 117 S. 205, Urquell 1897 S. 208 (Herauswachsen der Hand aus dem Grabe —Komp. VT 101; Gri. III 201 — H. 2 u. 3; Gri. n. 109 III 198 (Totenhemdchen), vgl. Mitt. 96 n. 6 — Sipp.: (die Belelesgasseq Gri. I 30 — Urquell VII 13; Gri. I n. 77 — Urquell VII 346; BP II 91 (vgl. 137): die drei Fische — Berakh. 61; BP II 63 (vgl. 138): Vogel, der das Meer ausfüllen will — Ehrmann (über den Phönix s. Kohut Aruch s. v. chol), BP 376; Beresch. r. 38 vgl. Pfeiffer Germania II 481; Weiber von Weinsberg — Schir haschir. r. 1 (Ehrmann 262); Ring des Polykrates — Sabb. 119 (Ehrmann 261); Ekha r. (Teilung des Huhnes) vgl. Ehrmann 263; Aeolsharfe — Berakh. 3; Bürgschaft: Mag. f. d. Lit. des Ausl. 1845 S. 208; Armillussage vgl. Gtidemann, Erz. II, 332 Romulussage — Midr. wajjoscha (II M. 14,30 fg.), vgl. SEG 381; Nedar. 25 (Ehrmann: Der hohle Stock, wie noch heut hessische Händler beteuern: ״bei meine Seel’!‘‘ und dabei ein S e i 1 c h e n anfassen, welches sie zu diesem Zwecke an Rock oder Weste geknüpft haben) vgl. Don Ouixote; Mitt. d. Schles. Ges. f. Volksk. 1897 S. 62; Gri. III 276 — TVIitt. 77 n. 6; Gri. III 315 (Hahnenschrei), Schw. 221 — Mitt. 70 n. 5, 76 n. 4; Argus — Aboda. zara 20, chibbut hakebher (Mitt. 96 n. 13) bei den Arabern: SEG 376, 443 vgl. Serap. 1849 S. 26, 333 f.); Chagiga 13b (Engelschöpfung) — Schw. 70. Aehnl. Beziehungen zeigt auch das Volkslied: Chad gadjo in der Pesachhaggada — ״Es schickt der Herr den Jokel (vgl. Gri. III, 59 u. Lass.); ״Der Däumling“ (vgl. Gri. III, 379) — Mitt. 54 n. 14; (Gri. III, 66:) Hansel und Gretel Zwei lustige Leut; Hansel ist närrisch, Gretel nicht gescheidt. Vgl. Mitt. 56 n. 5. Dasselbe gilt vom Sprichwort u. s. w. Vgl. die Schildbürger bei Serap. 1847 S. 288, AL 477, Mitt. 62 n. 1. 2 ff. [S. 63 vgl. Gri. III, 196|; Eulenspiegel: Serap. 1848 S. 318 n. 10, AL 485, Mitt. 67 n. 10a BV S. 1. Zu Stück 1 1) Maa. 227. H. I, 40. Ueber die Literatur der drei Fragen, wovon Bürgers ״der Kaiser und der Abt“ und ״das Hirtenbüblein“ bei Gimm allgemein bekannt sind, vgl. Hollands Nachweise in Kellers Fastnachtsspielen S. 1490 und in seiner Ausgabe der Schauspiele des