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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1898-01-01 · 2 (1898) · p. Seite 66

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1898
Issue
2 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 66 (sequence 67)
Language
German
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66 weiken. 6b. ,,flanke-‘ (hierfür in Polen gebräuchl.: polke). 7a. ,,die eiter mus man schneiden ce/ewweis“. — Es folgt ein Klagelied auf den Tod des Abhigedor Zividal. 8. ״Aso mit wein dige äugen hab ich angehoben Zu sagen un’ zu loben mit den niggun (Melodie) das man sagt die Cijonim (Zijoniden am 9. Abh): Allmächtiger Gott, mein stimm vernimm! — Zwen brüder alle beid, .. in drie wochen is ir zil gewesen . . . Mardokhai ein parnes un’ der bruder stadtrabh der lesen . . “ — Nun folgen einige Gebete bezw. religiöse Lieder mit Angabe dreier Melodien, nach denen sie vorgetragen wurden. (Die letzte: 'Ani hu ha-scho'el s. auch oben S. 39 b. — Andere jüdische oder für jüdische Volkslieder gebräuchliche, meist deutsche Melodien bei: Steinschneider im Serapeum 1848 S. 301 (vgl 1849 S. 32 n. 254; 43 n. 265; 44 n. 271); 1848 S. 319 n. 13: 332 n. 60, 61, 61a, 61b; 333 n. 63; 351849;1־ S. 76. Musiktexte: Simchat lia-nefesch (Serap. 1849 S. 74 n. 294); Immanuel Chaj Ricchi, Hon ‘oschir, Ämst. (Proops) 1731 (letzte Seite); (Bernstein, Mendel Gibbor S. 54:) Echod elohenu von Meierei Jorberger; Flamms Handbuch für Cantoren, Prag 1877; Jafets Pesachhaggada; vgl. AJHE S. 98 f. 203 n. 202—213; Mitt. p. X. d) Sefer mischle chakhamim (Sprüche der -Weisen, vgl. Serap. 1849 n. 34. 210,. . das sefer is in 1ibhri (hebräisch) gereimt gar fein un’ ver teutscht das ir wert euch darüber verwundern.. Prag 1590. Verf. Jehuda b. Israel Regensburg, der da is geheissen Löb Scherbel von Lumpenburg. — ״Das buch ret von einem könig, der hat 70 chakhomim von jüdischer samen.“ — Jeder von ihnen verkündet dem Könige seine Weisheit. — p. 70: ,,Ein chokhom war über seiner hausthür schreiben: Gott geb’, dass alls bös von seiner thür sollt aussen bleiben. Da war ein anderer chokhom dar für gefohr’n, das thut ihm bang un’ zorn un’ schrieb drunter: wenn du dich das hast für genommen, wenn dein weib ausgeht, zu welcher thür soll sie wieder heimen kommen?“ Schluss: Er habe im hebr. Original nur 50 Weise vorgefunden und sie zur Zahl der Mitglieder des Synhedriums (70) ergänzt.—Es folgt ein Gebet für alle Tage. Am Schluss: Bezalel b. Mardokhai (k"c hohen cedeq) mechoqeq Schallit und Salomo b. Mard. ha-Kohen mech. sch. — Schlussvignette: Ein Mann zu Pferde, voran ein Schofarbläser, wie in der Haggada cod. Hamb. 37 f. 37b, ed. (Ven. 1640), u. sonst, vgl. Jes. 27, 13. III. Jak. b. MeirMaarssen (vgl. SEG 458), die sieben weisen Meinster (vgl. Gri. III, 440). Berl. 1709 (vgl. Serap. 1849 S. 10 n. 194). IV. Jos. Maarssen b. Jakob, s. chanok lana‘ar. (Kaufmännisches Handbuch.) Vgl. Serapeum 1848 S. 335 n. 72, 1849 S. 80 n. 332 (Amst. 1714). AL 241 (vgl. 3141), 316'), 4441), 495). V. Mose b. Josef Heida, s. maase choresch wechoscheb. Frkf. a. M. 1711 (vgl. Ser. 1849 S. 11 n. 198. — Jedi‘at ha-cheschbon, Amst. 1699, auch Serap. 1848 S. 345). VI. Zebi Hirsch Chajjim, s. darke noam. Wilmersd. 1723. (Reisegebete. Verz. der Posten u. Boten für Nürnberg, Frankf. u. Leipz. S. 44: Deutscher Wegzeiger von Dresden aus u. s. w. Jahrmärkte u. Messen. Birkat ha-lebana.) VII. Der neue Handels-Artikel oder de Jagd .... Als Zugob: In Polterabend-Gedicht. Hamburg. (Mit einem Titelbild. Aus der Franzosenzeit.) — Von diesem Judendeutsch, welches bis auf Mendelssohn, der es selbst noch mitunter in Privatbriefen gebraucht (vgl. Jahrb. f. j. Gesch. u. Lit. 208 [218]), meist die SchriftundUmgangssprache der deutschenjuden war, alsdann aber vom ״Hochdeutschen“ verdrängt wurde, dessen Genius einem Mendelssohn, Mich. Sachs, Dan. Sanders und vielen anderen Juden wie wenigen vertraut war, weicht deutlich die Entwickelung ab, welche das Deutsche bei den Juden in den östlichen Ländern genommen hat. Hier

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