Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1898
- Issue
- 2 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 65 (sequence 66)
- Language
- German
- Belongs to
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65 Steinschneiders Zusammenstellungen (Serapeum u. Bodl.) erganzen: I.a) Dise hipsche thechinna sehaUire dema‘6t "Gebetbuch: Thore der Thränen) ist (!) geschriben gewor’n von lesehon ha-qodesch auf teutsch über setzt, weiches vil müh gekost hat in solche druck zu stellen bidfus (in Druck von) Amsterdam, alein aber ich habe mir die zeit nicht (!) lasen verdriesen zu zeigen meine hant schrift, wie auch ich denken thu da mit eines present zu machen an (o*h. die erbare . . Frau Freudehe, Gattin des Herrn Mose Löb aus Anklam 1782. (Der Prat lässt auch 1582 zu. Doch ist das erste judendeutsche Gebetbuch nach Serapeum 1849 S 80 erst 1609 zu Amsterdam gedruckt worden) Chqjjim Sofer. b) Ein thechinna vor das Sc/10/hrblasen. Ms. Pergam. Kl. 8. Titel mit Leisten, in grünen Feldern Rosetten. — Im Besitz des Herrn Dr. II. B. Levy, hier. — Hebräische u. franz. Flickwörter. 11. a) Sefer sehet alot ha-neschama (Seelenfragen). Achtzehn arlei freg un’ entweitauf der neschama, ver teutscht auf das aler best das es ver sten kan fron un’ man. der darinen wert leien, der wert sich gewis ver eien (freuen) (dieser Reim auch auf dem Titelblatt des Ma'ase malkuth beth Daioid) wie sich die neschama tut der meien (ergötzen) Is woren ver teutscht (o. h.) von Isak b. Chajjim Prag 1598. (Vgl. Serap. 1849 S. 46 n. 280: Sch’aalöt neschama.) ,,amar“ er sagt Israel b. Josef Kohn: es is gewesen auf mich die macht un' sterk des ibe;sten un’ hat mich auf gewekt as ein schlafdigen von schlaf. (Fragen u. Antworten im Sinne der neuplatonischen Psychologie. Fast reines Deutsch. 5b: lei meinen leib, vgl. Mitt. 42.) — Lange gereimte Titel auch bei Gürres, Volksb. 48. b) Orekh jamim Ein schön sefer (Buch) ser nützlich var junge un alten, hat es gemacht ein köstlicher rabh (Rabbiner) von eree IIsrael (Palästina) R. Samuel Benveniste in leschoji ha-qodesch nu’ hat es gehasen Orekh;jamim un’ izunder hat es verteutscht iri der teutschen Sprach durch hant R. Jakob Heilpern etliche Ironie und erbare Weiber zu lieb . . . gedruckt hie zu Venedig in haus von di Gara. 1599. 1Jm Besitz des Herrn Dr. H B. Levy, Hbrg. Diese Sammlung enthält auch ein Machzor, aut dessen Einbanddecke eine Freudle b. Jequtiel, die sich Serap. 1869 S. 135 wiederzufinden scheint. Jedenfalls bestätigt es sich auch hier, dass das Judendeutsche in Oberitalien von sefard. Juden gepflegt wurde, vgl. Serap. 1869 S 135) Gewidmet [als ,,präsent“ (!) der ,,Cousine“ (!)| der Frau Rosa, Gattin des Nechemja Luzzatto, Tochter des Gemeindevorstehers Abraham Simcha, beide in Venedig, von ihrem Geschwisterkind Jakob b. Elchanan Heilpern. Ursp. hebr., auf Wunsch frommer Frauen verdeutscht. ,,Hie zu Bern“ (Verona). — ,,Der erst pereq (Abschnitt) wert reden von derzieh'n un’ köstigen die kleinen. Der ander pereq . . von die midda (Eigenschaft) von der hofartigkeit. Der dritt . . . von die demhaftigkeii*“ 6b. Der Schlag des Jähzornigen verbindet sich mit ,,der makkci (Schlag) von der maggefa” (Verhängnis). Das Gesinde nicht schelten! 10. Wer unnütz schwört, soll jedesmal ,,ein pfenig geben zu thalmud thorae< ^Gesetzes- Studium). 11. Gegen das Decolletiren u. überdas ,,Tour“ (vgl. ,,Chalebi“ bei Frankl T, 210) —Tragen. 12. Gegen das Benehmen der Frauen im Gotteshause. Rühmt die Züchtigkeit der arabischen Frauen, den Anstand Andersgläubiger in ihrem Gotteshause (vgl. Perles 175). c) Dinim icrseder (Vorschrift u. Vorgang) wie men sol das fleisch wässern un’ salzen un’ parsen . . . abgenomen von tho>-at ha-chattath, verteutscht durch hant Jak. b. Elch. Heilpern.“ — Gewidmet der achtjährigen Moscita m "b׳׳t (vgl. Ri. 5, 25), die, tüchtig im ,.leien teutsch un' galches“ (latein), ihm geholfen, ,,maggiah sein (revidiren) ein sefer thora“ (GresetzesroJe). Ihr Vater ist Chisqija Printozo, die Mutter die Tochter des Berman Cohen, ihr ״mum Schwester ach ein rebbezin (Bile)“, ihr ״ätten Schwester ach ein rebbezin (Lea)“. — 2a: ,,das du alt bist lang mit lieb“ (noch heut in Süddeutschl gebräuchlich). 4a.