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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1898-01-01 · 1 (1898) · p. Seite 116

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1898
Issue
1 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 116 (sequence 132)
Language
German
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116 4. Sy nag o gen bau u. ähnl.’)• ..Welch ein Hans baut ihr mir?“ Je« 08, 1 1. An der Wand stand (2(שתקהיפה בשעח התפלה=שיבה)• 2. In Fürth ragte neben der Synagoge eine hohe Stange, ״weil des Juden Joels Haus selbige in der Höhe übertrifft'4)״. 3. Arabische Juden auf Fellen und Teppichen, dulden nicht Bänke in der Synagoge4). 4. In Cochin6 * 8 *) steht neben der prächtigen Synagoge ein hoher Turm mit einer Uhr auf den vier Seiten. An dem Turm liest man 12 indische Buchstaben, darunter auf einer Tafel: ימינו כצל עובר, כלינו שנינו כמו n. Der Kalk ist mit Much und Kokusnussöl untermengt, um fester zu halten. 6. In Frankf. stand an der Zedoke-Büchse:*) מתן בסתר יכפה אף sPr• 21 > 14)- In der Synagoge in Kempen hatte der Oren ha־kaudesch eine weit berühmte Verzierung (Vögel). _ Zu den jüdischen Namen. Von Professor Dr. D. Kaufmann. Die Frankfurter Namen zum Drachen und zum fröhlichen Mann müssen aus der Reihe jüdischer Spitznamen (oben S. 25) ausgeschieden werden. Sie sind einfach Benennungen Frankfurter Judenhäuser und von diesen allerdings auf die Bewohner übergegangen. Diese Hausschilder, die einst an den einzelnen Häusern, um sie kenntlich und unterscheidbar zu machen, statt unserer kahlen Nummern auf Tafeln und in Bildern angebracht waren, sind eine Quelle jüdischer Familiennamen für Deutschland geworden. Aus dem Hause zum rothen oder zum schwarzen Schild sind die Roth- und Schwarzschild hervorgegangen, wie aus denen zum Drachen und zur Kante oder Kanne die Urach und Kann stammen Darum begegnen uns auf den Frankfurter Grabschriften fast all die Häusernamen, die wir aus der Doppelliste bei Schudt kennen, als Familiennamen oder nähere Be- Zeichnungen der Zugehörigkeit zu bestimmten Geschlechtern. 1) Ueber das Wort .,.Tudenschul“ vgl. G. III. 94 H. B. X, 46. 2) Murr34 Auch vor dem Toravorlesen wurde ausgerufen: (של^יל,!!*) י{5ך 8 בשעת קריאת התורהj Ki. 19, vgl. das 69. Bergl 140. *) Saf. I, Hb. *) Das. 11, 89. *) Sch. II. 120.

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