Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1898
- Issue
- 1 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 115 (sequence 131)
- Language
- German
- Belongs to
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115 24c. ״Talar von weissein Seidendamast . . . vom mit silbernen Krampen geschlossen1)25 .״. Die jüdischen Musikanten (wie die Zigeuner waren sie Naturmusiker) ... bei Hochzeiten etc. in einem langen Kaftan [״Schibeze״, vgl. poln. zupan] und einem ungeheuer hohen komischen Hut von gestepptem Tuche.2״). 26. rDie älteren Frauen . . trugen . ein halb orientalisches, halb russisches Costüm. Dasselbe bestand aus einem Kleide von schwerem Brocatund aus einem Kopfputz, dem ״Geschleier״, einer goldenen Kappe mit einer breiten goldenen Stirnbinde,, deren beide Enden kreuzweise über den Rücken fielen. Einige trugen auch den ״Perlenbund״, der dem Krakoschoik, dem bekannten russischen, sehr kleidsamen Kopfschmuck ähnlich und mit Perlen und Diamanten reich verziert war . . . Die Hälfte ihres Vermögens hatten die Juden damals in Kleinodien stecken. Die Mitgift bestand fast zur Hälfte aus Goldschmuck und Edelsteinen , . . Es hatte seinen Grund . . in den Gefahren, denen bisher das Eigenthum der Juden ausgesetzt gewesen״ .(•״Der Schulklopfer ging an Sonnabenden und Festtagen im Festgewand und in einem langen schwarzseidenen Mantel4״). 2. Wohnung. ..Hans und Hausrat der Väter Erbe‘4. Spr. 19, 14. 1. In Kairo wohnen die Juden heute noch im Ghetto”). 2. Eine Stelle der Wand lässt man unangestrichen8). 3. Die Häuser der kurdischen Juden sind aus Flechtwerk errichtet, einstöckig, doch ziemlich hoch und von Innen und Aussen mit einer Art Mörtel bekleidet7) 3. Gemeindeleben. 1. Die Ehrenämter in der Synagoge8) wurden an Simchat Tora verteilt: Lieferung der Lichter, des Kiddusch-und Habhdoloweines, das Segenstehen und die Stellvertretung. 2. Die Aschkenasim in Jerusalem sondern sich in Peruschim, welche ihren Namen daher tragen, weil sie ursprünglich mit den Sefardim eine Gemeinde gebildet®), sich aber später ,abgesondert“ haben, und in Chasidim. 3. Das Insiegel der jüd. Gemeinde zu Rom ist ein Leuchter10). ■) Ka. i (Lissa). a) Ka. 141. Vgl. das. die Napoleon-Anekdote. •) K. 14S. <) Ka. 193. * *) Saf. I, 9b. Vgl. B X, 69. 107. 6) Vgl. Bab. batr. 60. Jellinek Aus der Zeit II, 67. ז) Ben 96. *) Ueber die Namen der Synag.'-Aemter in Sizilien vgl. G. II. 276. 281. •) N. 369. ,0) Hi. d 116. Ueber Siegel vgl. Levy, Siegel• Löw, Graph. Requisiten II, 64. 141.