Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1898
- Issue
- 1 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 105 (sequence 120)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2642950-2642951-2642952--0122-2643118- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
105 zur Tora ״aufgerufen23 .(1 ״a ״Eine Simchastauro-Esserei״. D. 24. In Ober-Ungarn werden den Kindern abends von der Frauenschul in den Schulhof Aepfel zugeworien. 25. Tischab’ab. Einige Kinnot werden bei den Portug. portug. gesagt. 26. Man geht in ״Eckenschuhen״ aus (Tuchecken geflochten). H. 27. Die dreieckige Mütze über’s Gesicht geklappt. H. 28. In Arabien kleidet man die Torarolle schwarz und bestreut sie mit Asche Mit den Kleinen wird in der Synagoge das Buch Hiob gelesen2). 29. Man legt auf das Grab der Eltern ein Tüchlein mit Salz und Knoblauch und bittet sie, für ihr Kind zu Gott zu beten3). 30. Besondere Fasttage haben die verschiedenen Leichenbestattungsvereine4). 3i Lokale Fasttage hatten Erfurt, Carpentras, Köln. Prag, Worms, Xanten, Bamberg5) (Zwetschen-Ta‘anis) u. a8). 32. Von jedem, der am ״Schwoben-Totשויבבי15 ת״ת) ״) fastete, forderte der Schammes eine Kopfsteuer em, die für die Armen bestimmt war. ״Kopf per Kopf drei Sechsling!״ H. 33. Montag, Donnerstag und den Tag vor Rosch chodesch isst man ״milchding״. H. 34 Nach dem ersten Abh giebt man nicht-jüd. Handwerkern Geräte zu arbeiten, die nach dem neunten fertig sein müssen5). 35. Man kauft kein Holz nach dem ersten Abh. Wenn es einer thut, nimmt man es ihm weg und giebt es den Armen. 36 ״Zum Andenken an die von den Vätern am neunten Abh vollbrachten Heldenthaten waren die Judenknaben am genannten Trauertage bewaffnet. Diese Waffen, die wir uns selbst verfertigten, waren aber nur ungefährliche, hölzerne Symbole. Büchsen und Schwerter waren aus Schindeln geschnitzt37 (7״. In Rom kennt man nur einen Chatan Tora, nicht Ch. Bereschit8) 38. Tanzen mit den Sefer Taures in Schul. Man behängt die Sefer T. und die Männer, die zur Tora aufgerufen werden, mit allerhand Frauenschmuck9). 39. In Russland sitzen die Frauen unten bei den Männern. 40. Die Kinder ziehen in Schul mit Fahnen um den Chasen herum und gehen dann mit ״Mäh־״Rufen nach Haus. Man nennt dies ״Zaun Kodoschim41 .(10״. Sukkot: Die Verlobten senden einander Geschenke11). (Zu Sukkes ze Gesind!) 42. Challemoöd Sukkes fährt man auf die Bekick. (Brautschau). 43. In der Sukko hängt man eine dürre Zwiebel auf, in der vier Gänse- oder andere Federn stecken, oder ein ausgeblasenes Hühnerei, l) H. B. XIX, 8. 2) Saf. I, 208. ») Ki. a. a O. 4) 2. 152. Ä) J. d. 31• 8) Jos. 107b. ל) Z. 126 8) Ki. 81. Vgl. Sippurim Bd. V, S. 213. *) Z. 87. Die Sitte des Ch. T. stammt aus Frankr. Der Name Simch. Tora findet sich zuerst bei Hai Gaon. 9) Ja. 72a. 10j Vgl. S. Mandelkern, Hebr. Gedichte II 78. “) Ki. 41.