Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1898
- Issue
- 1 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 104 (sequence 119)
- Language
- German
- Belongs to
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104 Aber es meint der Schatten vum Schatten. Wenn men recht sicht auf den Schatten von Menschen, aso sicht men zwei Schatten. Denn der recht Schatten gibt wieder ein Schatten, die Chachomim s. A. heissen es Babuah d’ babuah [vgl. Aruch compl]. Wir lernen in der Gemore: Einer, der über Land zieht un will wissen, ob er wird heimkommen oder nit, der soll sehn sein Schatten. Sicht er den Schatten vum Schatten, aso kummt er wol wieder heim. Un’ hinten in der Sch’muoh in der Gemore aso sagt die Gemore wieder, wie nischt dran is. Denn unterweilen derschreckt der Mensch un’ macht bös sein Massel, dass er den Schatten nit sicht vun Furcht wegen. Drum welcher, der sich schon nit besieht in der Lewone am Hausch. rabbo, der is doch ein Jehudi“. Vgl T. 11-i 10. Die Frauen stecken Geld in die Tasche und klimpern damit auf der Strasse. Das bringt Massel und Broche in die Tasche1). 11. Bei den Portug. wurde nur Hosch r. Nacht (nicht Schabuot) gelernt, 12. An H. r. macht man kein Geschäft. (Bad.). 13. Die Hoschanes darf man nicht mit Füssen treten2). 14. Die Hoschanes, die mit sieben unversehrten Zweigen umwunden sind, werden abends in der Sucko bei dem Rest des Lichtes, das am Versöhnungstage gebrannt hat, an Eisen abgeschlagen8). 15. Auch vor Hosch. r. soll man keine Nüsse essen. 16. In Deutschland und Frankr. wurde H. r., im Ggstz. zu den Portug., bei denen Schofar geblasen wird und Jomkippurstimmung herrscht, wie ein Festtag gefeiert. In Worms war die Sabbatkeduscha üblich4). Auch in Aden: Gesang und Tanz5). 17. Simcha.t Tora: An S. T. wird nicht geduchent, weil die ״Kauhanim schikker“. 18 Die jungen Leute überfallen die Küchen und plündern die Kuchenvorräte. Bad. IV. Manchmal Baumfrüchte für die Jugend tonnenweise auf den Almetnor getragen6). 20. Grosses Feuer auf dem Schulhof aus den Hoschanes und dem Material der Sukko, die die Jugend Haus für Haus gesammelt7) hat. 21. In Sachsen gab der Chatan Tora ein Gastmahl für die ganze Gemeinde8). Aehnlich in Hamburg: Simchat Tora beim Chatan Tora, Schabbat Bereschit beim Chaan Bereschit. 22. Schemini Azeret: Eine Familie Dreifuss-Weinheim isst, statt morgens, mittags in der Sukko. H. 23. Am Nachmittag des Sch. Az. wurden in Mähren die Frauen, welche übrigens auch das Einkleiden der Torarollen für Simcha Tora besorgen durften, als Lohn für ihre Thätigkeit in der Chebra kadischa ו) Vgl. Wu. 383. *) Mi. 60. Vgl. Br. 31. •) Ob. 107, <) Z 90, 8) Saf. II, 32. «) B. 18. י) B. 18. Ki. 131. *) B, 18.