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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1898-01-01 · 1 (1898) · p. Seite 101

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1898
Issue
1 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 101 (sequence 116)
Language
German
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101 Männern selbst zerrissen1); Nach dem Essen: was zum Trinken reizt (Nüsse, Heringe, gesalzene Kuchen, gekochte Erbsen). 7. Am Freitagabend2): Kneidel mit Knobbeltunk und3) Krillerbsen. Pol Flammenkuchen (auch christl.) Bad. Hecht in Pfeffersauce4). 7. Am 15 Schebhat: 15. Arten Früchte werden aufgetragen H In Polen einfach Früchte. Die Portug in der Türkei und Babylon feiern ihn als יו□ ך!ךרן und essen 30 Arten Früchte5). 9 Am Freitag isst man milchig. 10. An Schabuot isst man milchige Speisen. W. IV. Mos. 28, 28. (6מחלב מונחה] חורשה] ל1ה׳] בושבעתיב□]• Käskuchen. Pol. Bad. Butterkuchen, H (Hannöverscher Butterkuchen). An Jomtob überhaupt: Plebe, d. i. ein Kuchen aus Ei, Zucker und Mandeln, höher als Torte. H. Ein Kuchen, den man ״Sinai" nannte7) (in Mainz). In Köln: ״Burgerkuchen“ (Honigkuchen) Schabuot und sonst: ״Marktorte" aus Knochenmark. Zwei Mahlzeiten mit zwei Broten: Anspielung auf III. Mos. 23, 178). Honig und Milch, weil die Tora damit verglichen wird. (Vgl. Cant. 4, 11.) 11. An Purim und Sukkot: ״Krepplech" (dreieckig) in der Suppe. W. An Purim: ״Hamankuchen", ״Hamansohren" oder ״Säckel" und ״Taschen10״). Ragout, Reh- und Hirschbraten, Turteltauben, Fladen, kleine Torten, Pfefferkuchen, Gänse, Hühner, Pasteten, Kastanien, gestopfte Tauben, Enten, Fasanen, Rebhühner, Wachteln, Maccaronen und Kresse,ד״ולייוצי (Gulasch?). Kompot: Nüsse in Honig. Wein, natürl. u. gewürzter Glühwein11). Brot-״Schnitten" in der Suppe, ״Wein- Mert", Brot in Wein getaucht, ״Lekuchen", ״Deisse", Wrimsel, Feigenpfeffer, Huzzeln (getrockn. Birnen)12). Mitcher (Rindsfett), ״Schlotten“ (ל(ג1(שאלטי Leipein, Grüne Nussschale. Früher waren die Challes einfach, und nur oben wurden einige Löcher mit dem Messer gegraben, um davor zu warnen, etwa nach Schabbes diese Brote, die oft mit Fett zubereitet waren, für milchding zu halten13). Man isst im Monat Nisan und wann kein ״Tachnun" gesagt wird, keine Linsen, weil diese Zeichen der Trauer14). Gold-Zimmes gelbe Rüben. ״Angebissen״ wird stets mit (meist: Salz=) Hering. 12. Pesach. Am Seder- 1) Kirchner, Jüd. Cerem. 1717. Vgl. Pfitzer, Beschr. d. jild. Sabbaths 1761, S. 28, 2. Aufl. 79. B. 22 *) Die deutschen Juden heissen ״Zwiebel- und Knoblaüchfresser“ bei Abr. b. Mard. Farissoi s. Karpeles, Gesch. d. jüd Ltr. II, 871. Vgl. An. 89. U. II, 88. Eine natürliche Erklärung der Knoblauchliebhaberei bei Grünb. 560. 4) G. 111,183. 5) Saf. II, 106 b. 6) Lw. 71. ד) G. 111, 112, 133. Ueber spanisches Brot s. An. 102. 8) Lw. 91. 9) G. II, 211 10) G. 212. n) Christian a. a. O G. a. a. O. 1*)Jos. 48 f. 18) 84. 70 b. 14) 89.

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