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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1898-01-01 · 1 (1898) · p. Seite 99

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1898
Issue
1 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 99 (sequence 114)
Language
German
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99 Eltern nicht beim Vornamen1). 25. Wer die ,,L’wone m'kaddesch ist־‘, bleibt den betreffenden Monat am Leben. Frkf. a M. 26. Niesen beim Beten ist ein gutes Zeichen‘27 .('־. Bei Tisch sage man nicht einmal einem Niesenden: ״ Asusa!* *\ damit nicht etwas ״in die Unrechte Kehle‘4 komme3). 28. Man werfe nicht mit den Fingern Schattenbilder an die Wand. Frkf a. M. 29. Man soll nicht in den Mond sehen4). 30. Brot lege man nie verkehrt. Os. Eine Mannsperson darf nicht das Oberste vom Brot essen (Retke [Ränftel]). Das schadet dem Gedächtnis. Pol. 31. Wenn die Thür von selbst aufgeht, kommt Elienowe. Frkf. a. M. 32. Wenn man einem eine Stecknadel reicht, muss man dabei lachen. Frkf. a. M, 33. Streit im Haus, in dem eine Wöchnerin liegt, bringt dem Kinde Gefahr. Ebenso der Streit um des Kindes Namen oder bei einer Festlichkeit, z. B einer Hochzeit5). 34. Man darf beim Spiel nicht sprechen, das ״verschreit“ das Glück6). 35. Einen bösen Traum darf man nicht erzählen7). Pol. 36. Man deckt stets die Behälter, Waschkrüge u s. w. zu, damit sie nicht über Nacht ״tome“ werden. Frkf. a. M. 37. Riecht man an der Habdalakerze, so hat man in der Woche ein gutes Gedächtnis. 37a. Hält man sie hoch, so bekommt man einen grossen Mann. Frkf. a. M. 38. Vorbedeutungen. Wenn man Heu oder Schafe sieht, hat man Glück. 38a. Wenn der Hund Gras frisst, giebt’s Regen Frkf. a M. 38b. Wenn es bei der Beerdigung regnet, ist es ein gutes Zeichen. H. 39. Wenn man ein ״verwaistes“, d h. gedankenloses Amen spricht, dann werden auch zur Strafe dafür die Kinder früh verwaist*). 40. ״Haut man einen Baum aus“, so gehen die Geschäfte zurück, oder es stirbt jemand im Hause. 41. Gegen Ajin horo,J): Man geht zu drei Bechaurim, die blasen einem dreimal über das Gesicht und speien dreimal aus. Wiss. 42. Bei den Portug. wird dreimal: ״Ariel!“ über das Kind gerufen und 18 (ךן׳י) Münzen Zedaka gegeben. Hamb. Port. 43. Die ״weise Frau“ bedeckt ein Glas Wasser mit einem Läppchen, löscht dann in diesem Wasser drei glühende Holzkohlen aus, deckt das Wasser wieder zu, sagt einen Spruch, leckt dreimal die Augen des von dem Ajin horo Betroffenen und speit ihm über den Kopf. Pol. 44. Teig- oder Brotkrumen lasse man nicht auf der Erde liegen. H. 45. Beim Gewitter schlägt man das I. Buch Moses auf und stellt ein Salzfass (und Brot) auf den Tisch (Schormen [charme|). 46 Man stelle nie einem ein Lichtzu Häupten,das bedeutet Tod. Pol. 1) H. B. 14, 67. *) Ki. 26. *) Ki. 49. 4) Jos. 56 b. 5) Jos. 163 b. •) K. 209. י) Vgl. T. 243. *) Jos. 36 b. ») Vgl. Wu. 153.

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