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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1898-01-01 · 1 (1898) · p. Seite 91

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1898
Issue
1 (1898)
Date
1898-01-01
Page
Seite 91 (sequence 106)
Language
German
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91 man Ps. 20,2. schreibt ihn mitunter auch an die Thür. Zugleich sagt man: מאן דעני לאמך יענה יתך ״Der deine Mutter erhört hat, erhöre auch dich!7 .(1 *״. Eine Wöchnerin (ebenso Verlobte, Kranke, Trauernde, nach manchen auch Gelehrte) lässt man nicht allein‘־). H. Eine Wöchnerin nimmt zum Schutz ein Messer in die Hand, selbst wenn sie nach dem Wochenbett im eigenen Haus allein durch die Zimmer geht. W. 9 Bei einer Wöchnerin hängt man ״Schir hamaalaus" (Ps. 121) auf mit diesem Zusatz: ”*ן מכשפה לא תהיה וחרה , ן כי לא נחש ביעקב שטן 1 לישועתך קויתי הי ii^s] ושרה אברהם ארם פניפה ורבקה יצחק | קרע ולאה יעקב בשם ה׳ אלהי ישראל מימיני מיכאל ומשמאלי גבריאל ומלפני אוריאל ומאחורי רפאל ועל ראשי שכינת אל: 10 Vier Schir hamaalaus werden hinter Glas über das Kindbett gehängt, bei Knaben andere, als bei Mädchen. H. 11. ״Man schüttet (in Kurdistan, wie im ganzen Orient) auf eine mit glühenden Kohlen versehene Rauchpfanne wohlriechende Kräuter, mit ־welchen zuerst die Synagoge und dann die Stube, in der sich die Kindbetterin befindet, geräuchert wird". Ben 94. 13. In Hessen wird ein ״Gras״ geschrieben, d. h. mit Kreide ein Kreis auf dem Fussboden gezeichnet und darein Ps. 121, 2 geschrieben3). Anderswo zieht man einen Kreidestrich um die ganze Stube4) oder schwarze Kreise an der Wand5). Wenn dies nicht hilft, stellt man eine Torarolle in die Wochenstube6). Nach der Entbindung heftet man Zettel mit Ps. 120 und 20 an die Vorhänge des Bettes7). 14. Zu Häupten der Wöchnerin steckt man einen blanken Degen in die Erde־s), mit dem man 30 Page lang täglich dreimal auf dem Fussboden und an den Wänden 1) Lw. 109. 2) Jos. 204. S« An. 14». 4, Ki 14». 151. *) L. 91. U. II, 144, 196. IV, 95/Vgl. Wu 309. •) Br. 50 ff. 8) Vgl. Wu 260, 359.

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