Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1898
- Issue
- 1 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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19 2. Die Portugiesen sprechen: Eljasib, Sealtiel, Samuel. 3. Die Friedrichsstädter und Oberschlesier sprechen das ח wie;ך• 4. Die Süddeutschen sagen: Bacher, Kahal, Zere — ei, o au, Chawer, Neschires (aber: Auscher). 5. y in Hambg. ng (port). 6. Die weissen Juden in Cochin sprechen ק wie ק und ךן wie 1.א) 7. In Jemen* * 8) herrscht peinliche Genauigkeit der Aussprache, sogar bei J und ף, entsprechend dem Arabischen. Auch in Syrien und Bagdad wird die verschiedene Aussprache des ך streng beobachtet. Ueberhaupt ist die Aussprache der Juden, die unter Arabern wohnen, eine sorgfältigere. 8. Die Vokale sprechen die Juden in Jemen z. T., so Kamez, Patach, Cholem, wie die Aschkenasim, z. T., so Zere, sefardisch, Segol wie Patach. Das Schewa mobile wird 1) vor אחהע deren Vokal assimilirt, z. B. 2 ייוא□ ואמרן) vor ר stets mit Chirek, z. B. 3יד) sonst wie Patach gesprochen. Richtiger, als die gewöhnliche, ist auch ihre Vokalisation jfl, nicht יגבוא ,כת nicht גברא■ 9. Die polnische Aussprache unterdrückt dasSch’wamob., macht aus a — e, aus ö — ou. Klassische Quelle: Goethe. 10. In Hamburg Z fürS, z. B. Zucke fürSucke. In Frankreich, nach Elia Levita, wiederum צ D• Süddeutsch ב norddeutsch w. 11. Die Italiener3) schreiben d für f! rafe, und es ist hierbei zu bemerken, dass die Christen sich in der Aussprache nach Reuchlin, dem Schüler des Italieners Obadja Sforno, richten. ») Saf II 69. «) Saf 1 64. 8) H. B. XIX, 71.