Der Jüdische Arbeiter
- Journal
- Der Jüdische Arbeiter
- Volume
- 10 (1933)
- Issue
- Heft 42 (20.10.1933)
- Date
- 1933-10-20
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2641551-2641667-2641706--834-2642874- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
20. Oktober i§33 ............. _ ------»■ ■- »V< - -,..M-^.^...-r- - - .rf.m ., 'III N . schieden entgegenzutreten und unbedingt für die Aufrecht-, erhal&ufg dbt Ruhe und SicHöffeeiV iin Lahde 'zu", sorgen. Von jüdischer »Seite \vii*d der Regierung diese Aufgabe sicherlich nur erleichtert werden. Der letzte Kongreß hat, gleich den früheren, den Wunsch nach friedlicher, aufbauender Arbeit zurri Wöhle des Landes und der Gesamtbevölkertttlg söwie nach Frieden und Verständigung mit dem arabischen Nachbarvolke feierlichst verkündet, und diese Friedenspolitik bildet auch die Richtschnur für die Tätigkeit der Jewish Agency. Freilich kann eine noch so weilgehende Friedenspolitik jüdischerseits keineswegs den Wünschen der arabischen Hetzpolitiker nach Eindämmung der Einwanderung und des Bodenkaufes Rechnung tragen. Auf dieses den Juden historisch zustehende und völkerrechtlich verankerte Recht wollen und werden wir keinesfalls verzichten: Im Gegenteil, müssen wir angesichts der schrecklichen Notlage großer Teile unseres Volkes gerade jetzt bemüht sein, die Möglichkeiten für eine größere Aufnahme jüdischer Einwanderer in Palästina, das trotz der jetzigen Weltwirtschaftskrise erfreulicherweise von keiner Arbeitslosigkeit weiß, tunlichst zu erweitern. Wir tun dies im Einklang mit dem zionistischen Programm und im Interesse unserer leidenden Brüder, aber nach unserer' tiefsten Ueberzeugung nicht minder zum Wohle des Landes und seiner Gesamtbevölkerung, die durch die jüdische Arbeit und Schaffenskraft, durch jüdisches Kapital, Wissen und technisches Können erwiesermaßen alles gewinnen und nichts verlieren können. M. H. Der Parteitag der österreichischen Sozialdemokratie Das erste Mal seit dem Bestand der österreichischen Sozialdemokratie fand ein Parteitag derselben unter Ausschluß der Oeffentlichkeit, ja sogar der Parteiöffentlichkeit statt — eine Maßnahme, die seine Abhaltung überhaupt erst ermöglicht hat. Diese Tatsache kennzeichnet die politische Lage in Oesterreich klar und deutlich 1 Es war ein Parteitag der kritischen Auseinandersetzung mit dem politischen Weg, den der Parteivorstand seit dem Beginn des „autoritären" Herrschaftssystems gegangen ist, ein geistiges Ringen um die zweckmäßige Methode der Ueberwindung der politischen Krise, die das öffentliche Leben Oesterreichs beherrscht. Ueber das Ergebnis des Parteitages zu berichten, ist mehr als schwer: Konnte doch die politische Resolution nicht zur Gänze veröffentlicht werden. Der Parteitag hat den Kampf um die Wiederherstellung der Demokratie und des demolierten sozialpolitischen Systems proklamiert und den Anschluß an Deutschland aus dem Parteiprogramm gestrichen. Er hat die Verfassung der Partei reformiert, um diese' für die kommenden Kämpfe tauglicher zu machen: Durch die Schaffung eines neuen Organs, des „Parteirates", für den Angestellte' der Arbeiterbewegung und Mitglieder der ge- \ setzlichen Körperschaften nicht wählbar sind, ist die alte Forderung der Demokratisierung der Partei spät,' aber doch erfüllt worden. Selbstverständlich erschöpfen diese' Beschlüsse nicht die von der Partei in Aussicht genommenen Maßnahmen zur Wiedererkämpfung der demokratischen Republik, zur Verhinderung der vollständigen Fäschisierung Oesterreichs; die entscheidenden Vorkehrungen, die die Partei treffen wird, sind solcher Natur, daß sie der breiten Oeffentlichkeit nicht mitgeteilt werden können. Wir sind überzeugt, daß die in aller Einhelligkeit beschlossenen Maßnahmen den großen Aufgaben, vor welche schon die allernächsten Tage und Stunden die österreichische Arbeiterschaft stellen können, gerecht werden. Ihr Erfolg wird im letzten Grunde vom Mut und von dem Opferwillen jedes einzelnen österreichischen Arbeiters abhängen. Antwort an Dr. Zweig Diese Ausführungen sind die Fortsetzung einer Auseinandersetzung des Gen. Singer mit Dr. E. M. Zweig, der im „Jüd. Arbeiter" (Nr. 40) Kritik an der Politik der Arbeiterschaft auf dem XVIII. Zionistenkongreß übte. Zur Frage 4. Dr. Zweig behauptet, daß die Kernfrage der Differenz zwischen meiner und seiner Auffassung die Beurteilung der Rolle der Histadruth bildet, und er deutet an, was er sich darunter denkt. Ich nehme die Auseinandersetzung über diese Kernfrage gerne auf, nur möchte ich vorher einige Mißverständnisse und Trugschlüsse aufklären. Ich habe niemals behauptet, daß Weizmanri, ßialik, Ruppin und Ruthenburg bei den letzten Kongreßwahlen links gestimmt haben. Ich weiß es auch nicht. Tch habe auch nicht behauptet, daß Weizmann oder Ruppin als Vertreter der Linken der Exekutive angehören. Ich weiß i nicht, wie Dr. Zweig zu dieser Behauptung gelangt. Ich meinte nur, daß es einen Teil der Allgemeinen Zionisten gibt, unter denen sich auch die erwähnten führenden, Persönlichkeiten befinden, die die national schöpferische Bedeutung der organisierten jüdischen Arbeiterschaft1 im Zionismus voll anerkennen und mit der jüdischen Arbeiterschaft korporieren, und auch in der Ablehnung einer gemeinsamen Arbeit mit den Revisionisten nicht die „größte Gefahr für die nationale Einheit" erblicken. Im Unterschiede zur Einstellung jenes Teiles der Allgemeinen Zionisten und der erwähnten Persönlichkeiten bezeichne ich jene Zionisten, die die Verbrechen der Revisionisten an dem Zionismus und dem Aufbauwerke nicht sehen oder sie zu begatellisieren versuchen, dagegen im Anwachsen der Wählermassen der Arbeiterschaft die größte Gefahr für die nationale Einheit erblicken, als Feinde de* Arbeiterschaft. Diese „Objektivität", die es als ihre Pflicht ansieht, nur der Arbeiterschaft gegenüber die „nationalen Der iß d ische Arb«itei\ - ............-■- ■-............-...........^---« ■• -" -.......■ »■'..........- ■■■...... Interessen" in Schutz zu nehmen, ist eine klassenmäßige Einstellung, und zwar gegen die Arbeiterklasse. . Lieber Freund Dr. Zweig! Die Revisionisten haben, alle Anstrengungen gemacht, um die E inh eit der zi onistischen Weltbewegung zu sprengen (Revisionisten müssen den Schekel nicht leisten, Führung der Außenpolitik a.uf eigene Faust u. ä, m.) und die Autorität der „Assefath Haniwcharim", unserer höchsten nationalen Instant in Palästina zu untergraben, und Sie haben die „jahrelange Reserve als Parteibeamter" nicht aufgegeben. Darin erblickten Sie wahrscheinlich keine Ge- ,fahr für die nationale Einheit. Wenn aber die Arbeiterschaft, in der Erkenntnis der Gefahr der revisionistischen Terrorakte für den Z in n i s m u s im d d e n Palästinaauf bau, es für richtig erachett, die Revisionisten von der Repräsentanz und der Verantwortung für die Bewegung zurückzudrängen, erblicken Sie darin einen „Uebermut der Mehrheit" und „ein Abgleiten zur egoistischen Fraktionstaktik". Begreifen Sie, warum ich Ihnen den „Titel" eines Klassenkämpfers auf Seiten der Arbeiterfeinde verliehen! habe? Es schmeckt nach Assimilation und Galuth? Gewiß. „Antimarxismus", Arbeiterfeindschaft und die anderen schönen Kampfmittel hat man von den Galuthländern nach Palästina verpflanzt. Das taten und tun auch jetzt jene Revisionisten, die sich Ihrer Meinung nach „vom Standpunkte des nationalen Gesamtinteresses" gut verhalten. Obwohl ich der Ansicht bin, daß wir gewissen allgemein geltenden Grundgesetzen der Wirtschaft und' der nationalen Bewegung nicht entgehen können. Herzl hatte Recht, wenn er sagte: „Wie es1 sich christe'lt, so jüdelt es sich". Und nun zum wesentlichen Punkte. Dr. Zweig bestreitet also nicht das Recht der Arbeitnehmer auf eine selbständige Interessenvertretung, ihn stört nur, daß von einer Ausbeutung der Arbeitnehmer durch die Arbeitgeber die Rede ist, das hält, er für „eine1 bestimmte politische Gesinnung", für eine „marxistischmilitante Spielart des Sozialismus". Daher wünscht er, daß die „Histadruth" „vom Diktat der ,Mapaif (der sozialistischen Klassenkampfpartei) befreit wird". Dr. Zweig tut hier den nichtsozialistischen Gewerkschaften Unrecht, denn auch sie, nicht weniger als die sozialistischen Gewerkschaften, erkennen, daß diä Arbeitsgeber die Arbeitnehmer ausbeuten wollen und unter Wahrung der 'Interessenvertretung der Arbeitnehmer verstehen sie alle den Schutz vor dieser Ausbeutung. Herr Dr. Zweig irrt daher gründlich, wenn er das als' „marxistisch-militante Spielart des Sozialismus" bezeichnet. Oder ist vielleicht Dr. Zweig der Ansicht, daß das Moment der Ausbeutung bei den Arbeitgebern in Palästina) keine Rolle spielt? Ich kann nicht . annehmen, daß er den Kampf um die jüdische Arbeit in. Palästina, nicht kennt, daher ist es mir unbegreiflich, wie er der Ansicht sein kann, daß die Interessenvertretung der jüdischen Arbeiter in Palästina auf den Schutz ihrer Mitglieder vor drückenden Lohn und unmenschlichen Arbeitsbedingungen, die ihnen ihre Arbeitgeber aufzwingen wollen, verzichten kann. Oder aber ist es' nur die Scheu vor dem Worte Ausbeutung? Dann möge er nur Kenntnis nehmen, daß wir an der Tatsache der Ausbeutung absolut keine Freude haben und der tiefste Sinn unseres Kampfes, die Ausschaltung jeder Ausbeutung ist; aber so lange sie besteht, kann man sie durch Totschweigen nicht aus der Welt schaffen und die nationale Gefahr, die die Ausbeutungsgier der Arbeitgeber auf den Jischuw heraufbeschwört, nicht eindämmen. Wir sind vielmehr der Ansicht, daß man unbedingt und eindeutig aussprechen muß, was ist, wenn man einen Uebelstand bekämpfen wilL Die Frage, ob die Tätigkeit der Arbeiterorganisation oder die der Arbeitgeber mehr den nationalen Interessen, dient, wird Freund Dr. Zweig nicht mit der witzigen Bezeichnung: Gretchenfrage und auch nicht mit seiner Greuel vor dem „einerseits, andererseits" abfertigen. Ueber diese Frage sollten sich alle Zionisten, die noch imstande sind,, über die Probleme des Palästinaaufbaues, ohne Voreingenommenheit gegen die Arbeiterschaft gründlich nachdenken. Es war nie davon die Rede, daß die Arbeiterschaft ohne* Kapital Palästina aufbauen kann, auch denkt niemand an eine „programmatische Züchtung des Kampfes zwischen, Arbeit und Kapital". Die Frage lautet vielmehr so: Da es; in Palästina wie in vielen anderen Ländern Interessenvertretungen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer gibt und jede dieser Vertretungen die Interessen ihrer Angehörigen wahrnehmen muß,, welche dieser beiden gerät hiebei in Widerspruch mit den vitalen Interessen des Palästinaaufbaues und den dringenden Bedürfnissen der jüdischen Volksmassen und welche muß bei Verfolgung der Interessen ihrer Angehörigen natur not wendig den Interessen des Palästinaaufbaues und denen der jüdischen Volksmassen dienen? Die Auseinandersetzung über diese Frage! würde gründlicher und eindeutiger als flüchtige Impressionen vom XVIII. Zionistenkongreß ergeben, wo der „Standpunkt des nationalen Gesamtinteresses" vertreten wird und wann die .„größte Gefahr für die nationale Einheit" erblickt werden kann. Als Ausgangspunkte für . diese Auseinandersetzung schlage ich vor: die Einstellung der Organisation der Kolonisten und der Arbeiterorganisation a) zur jüdischen Arbeit und der mit ihr verbundenen Frage der Alijah b) zur nationalen Kolonisation und zur Bodenfrage. Hier stehen wir vor Problemen; für Welche wir keine Analogien bei andern Völkern; in anderen Ländern finden, das Verpflanzen von Methoden, die auf diesen Gebieten in den Galuthländern, wo wir den Zusammenbruch der alten kapitalistischen Wirtschaf t ■ miterleben, angewendet werden, Seite 3. ■ ^.....- -.......... ■.........^...........■.......■ ■-.....-.....■ wäre wirklich eine sklavische Assimilation an den' Gay luth> Und daher verhängnisvoll; < 1;; VI Diese Polemik, Freund Dr. Zweig, will ich mir nicht ersparen, da ich mir von der Klärung dieser? Frage eine) Förderung der Aufbauarbeit für Volk und Land verspreöheY Mendel Singer. Aus Hille*** Statik Martyrium jüdischer Angestellter ■ Der 1. Oktober 1933 wurde irt Deutschland von Interessenten vielfach als der Stichtag zur Entlassung der noch im Berufe tätigen jüdischen Angestellten propagiert* Die offiziellen Stellen scheinen aber in dieser Sache schließlich nicht ganz -mitgegangen zu sein, so daß in manchen Orten die nichtjüdische Angestelltenschaft zu Selbstmaßr nahmen griff Und durch allerlei Taktiken die Entlassung, jüdischer Angestellter durchsetzte. Besonders krasse Fälle 'werden aus Breslau gemeldet, wo die jüdischen . Angebelltem der Kaufhäuser Biielschowsky und Blasse unter der Beschuldigung, daß sie die Wände der Klosetts mit antinationälsozialistischen Inschriften beschmiert hätten, fristlos entlassen wurden.- Insgesamt wurden mehr als 50 Angestellte auf die Straße gesetzt. Das Textilhaus Bielsctiowsky hat jüdische Inhaber, der Inhaber des Kaufhauses Blasse ist ein getaufter Jude, der einen Nationalsozialisten als Inhaber vorschiebt. Dieser begnügte sich nicht mit der fristlosen Entlassung von 22 jüdischen Angestellten, sondern er zeigte zwei der Entlassenen, die Einkäufer Weinbaum, und jHeilfron, wegen angeblicher „Sabotage" der Geheimen Staatspolizei an. Weinbaum wurde verhaftet, Heilfron gelang es, sich durch Flucht einem schweren Schicksal zu entziehen.! Bezeichnend ist, daß das offiziöse Conti-Büro die Mitteilung über Entlassungen jüdischer Angestellter unter <■ der Marke „Aushebung jüdischer Hetzzentralen" verbreitet. 40 elternlose jüdische Kinder aus Deutschland nach Polen gebracht Nach Kattowitz wurdian soeben 40 deutschjüdische Kinder gebracht, deren Eitern sich in deutschen Konzentrationslagern befinden od,er die verschleppt worden sind, ohne daß man ihren Aufenthaltsort kennt. Das zentrale jüdische Waisenamt hat düe Kinder auf die Waisenhäuser in Warschau und in anderen Städten Polens verteilt. Ein Schutzhaft-Grund In Offenbach wurde ein Jude in Schutzhaft genommen, der mit einem christlichen Mädchen befreundet war. Die polizeiliche Pressestelle erklärte dazu: „Der Fall gibt Anlaß, darauf hiimzuwefeeni, daß der Verkehr eines Juden mit deutschen Mädchen eine Herausforderung der deutschen Bevölkerung ist. Der Polizeipräsident wird mit der geboteilen Schärfe geigen diejenigen Juden und deutschen -Mädchen einschreiten, die durch ein derartiges schamloses Verhalten die; Bevölkerung provozieren und die öffentliche Ruhe und Ordnung stören." Die Demarche der U. S. A. in Berlin wegen Belästigung von Amerikanern New-York, 15. Oktober. Die von der JTA. seinerzeit' angekündigte Demarche der Vereinigten Staaten wegen] immer sich wiederholender Angriffe aüf in Deutschland weilende, besonders jüdische, Amerikaner ist nunmehr erfolgt. Aus Washington wird amtlich erklärt: Die Regierung der Vereinigten Staaten hat Kenntnis von wenigstens 27 Fällen von Angriffen gegen in Deutschland reisende amerikanische Bürger. Mit Ausnahme von sieben Fällen waren die Angreifer stets Hitler-Leute. Die deutschen Behörden erklärten regelmäßig ihr Bedauern! und versprechen die Verfolgung der Schuldigen, die aber nie erfolgt. Nur in zwei Fällen sind Verhaftungen durchgeführt Avorden. In einem dieser Fälle wurde eine Geldstrafe von 50 Mark verhängt, nachdem der Richter erklärt hatte, der Angreifer sei ein deutschet Arier und der Angegriffene ein amerikanischer Jude. Der Botschafter der USA. in Berlin wird der deutschen Regierung mitzuteilen haben, daß sich die amerikanische) Regierung nicht mehr mit offiziellen Entschuldigungen) begnügen könne, sondern verlangen müsse, daß die Angreifer strenge bestraft und die amerikanische Botschaft von der Art der Bestrafung unterrichtet werden. Auch England schreitet ein London, 15. Oktober. Der südafrikanische Staatsangehörige König, ein Jude, wurde in Frankfurt a. M. wegen! Verweigerung des Hitlergrußes von SA.-Leuten schwer mißhandelt. Auf Einschreiten des britischen Konsulats) drückte der Polizeipräsident von Frankfurt sein Bedauern aus und versprach die Entlassung der schuldigen SA.- Leute, sowie Vergütung der ärztlichen Kosten an den Mißhandelten. Not der Juden in Havanna Im Zusammenhang mit der Revolution auf Cuba haben Bevölkerungsgruppen in Havanna Ueberfälle auf Juden gemacht, Haussuchungen in jüdischen Wohnungen veranstaltet und Juden unter der Beschuldigung, daß sie kommunistische Propaganda betreiben, verhaftet. Man glaubt, daß diese antisemitischen Ausschreitungen von in Cuba wohnenden deutschen Nationalsozialisten angestiftet worden sind. Die. jüdische Bevölkerung befürchtet eine neue Welle des Antisemitismus in Havanna und in anderen Orten auf Cuba und beschloß, eine Abordnung an den neuen Präsidenten zu entsenden und ihn um Schutz zu bitten. ,