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Der Jüdische Arbeiter · 1933-10-04 · Heft 40 (4.10.1933) · page 3

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Journal
Der Jüdische Arbeiter
Volume
10 (1933)
Issue
Heft 40 (4.10.1933)
Date
1933-10-04
Page
– (sequence 3)
Language
German
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4. Oktober 1933 Der jfidische Arbeiter. Seite 3, sieh1 kürzlich ein prominentes Mitglied der „Deutschten! Legion" einem Mensehen gegenüber, von dem irrtümlicherweise geglaubt wurde, er stehe den! Zielen der „Deutschen Legion" sympathisch' gegenüber. Dieses prominente Mitglied erklärte: „Wir werden, von; bedeutenden Persönlichkeiten unterstützt. Eine von ihnen ist Dr. Hans Luther„ der deutsche Gesandte in Amerika, auch das deutschte 'Konsulat in New York unterstützt uns, dasselbe tut auch' 'die „Deutsch-amerikanische Handelskammer" Üni New York. Auch private Gesellschaften unterstützen unsere Tätigkeit. So z. B. die Schiffsgesellsch'aften „North German! Lloyd" und die „Hamburgi- Amerika-Line". „Zu dem Persönlichkeiten, die uns tatkräftig unterstützen," .erklärte weiter dieser Führer der „Deutschen Legion" gehört auch1 der österreichische Konsul im Niew York Dr. Frisch auer." In einem Leitartikel der „Brücke" hieß es: Wir führen den Abwehrkampf gegen Bolschewismus, Kommunismus und Judentum. Es ist eine Lüge, daß: die Juden in Deutschland ihres Judentums wegen leiden; Jwahr ist vielmehr, daß die deutsche Regierung jedem Ueberfall auf Juden schwer bestraft; wahr ist, daß, die Bolschewiken, die meist Ostjudeni sind, den Reichstag angezündet haben ..." In einem Aufruf, der unlängst verbreitet wurde, heißt es: „Bekämpfet die Juden lunid die jüdischen Boykottführer; bekämpft jedes Geschäft, jede Firma, jede Unternehmung, die sich dem antideutschen Boykott anschließen!" Nicht allein die nationalsozialistischen' Kreise und Presseorgane, sondern auch1 die anderem deutschen Zeitungen, so die „Staatszeitung", der „Herold", die den Nazis nahestehen, haben steh1 für die Antiboykott- Bewegung engagiert. Die Nazis an! Amerika ruhten1 also nicht. Ihre Bemühungen gehen nicht allein dahin, Sympathien für Hitler-Deutschland zu wecken, sondern: auch den Antisemitismus siim amerikanischen Volke zu verwurzeln. J. Parski. Welche Inquisition? Ich halte die Schlußdeduktion des redaktionellen Artikels „Jüdische Inquisition" in der Nummer vom 29. Sep<- tembet des „Jüd. Arbeiter", wonach „selbst wenn die Sabotage der zionistischen Klerikalen den Aufbau Erez Israels verlangsamen würde, die Abwehr ihres Vorstoßes...", also alles weirt wäre, für ein Produkt leichtfertiger Auffassung der Aufgaben des Momentes, zumal die ganze Auseinandersetzung auf etwas Wankenden Prämissen fußt.' Meiner Auffassung nach plante nicht der Misrachi auf dem Kongreß ein „einzig dastehendes Attentat gegen jede Freiheit des Denkens", wie auch meinem Eindrucke gemäß auch nicht „die Arbeiterschaft das Ultimatum mit einem entschiedenen und unerschütterlichen Nein" beantwortete. Die Arbeiterschaft und1 der Kongreß konnten nur nicht im letzten Momente, als man endlich bereits mitten in den Wahlen stand, debattenlos in Bausch und Bogen über die Resolutionen abstimmen oder eine Debatte einschieben lassen. Und so schlug auch Ben Gurion die Weiterleiitung an das A.-K. vor, während Berl Katzenelsohn erklärte, daß er dem Vertreter des Misrachi gegenüber einige Stunden zuvor erklärte, „daß wir bereit seien, diese Forderungen zu behandeln, unter denen sich gewiß manche befanden, wie z. B. die politische Forderung an die Regierung, dem jüdischen Arbeiter den Sabbath freizugeben, auf die sich der ganze Kongreß geeinigt hätte. Wir waren bereit, diese Forderungen anzunehmen, ohne aber unsere Begriffe von Freiheit im Denken und Tun in der Zionistischen Organisation zu beeinträchtigen" („Kongreß-Zeitung" Nr. 12). Zweifelsohne wäre es nun auf dem .Kongresse zu einem Einvernehmen mit dem Misrachi bezüglich seiner Forderungen, sogar ganz leicht, gekommen, wären nccht die anderen Hindernisse der prompten Erledigung im Wege, die noch kommen kann und, meines Erachtens, muß. Denn ein klein wenig parlamentarisches Verständnis genügt, um zu begreifen, daß auch ohne, wie es im Artikel heißt, uns alle „geistig zu unterjochen", ein Ausweg zu finden wäre. Wieviel hängt doch in solchen Fällen von gewollter Kommentierung ab! Hätte der Misrachi einen „Kirchenstaat" gefordert, hätte beileibe Katzenelsohn s'ch nicht in Verhandlungen eingelassen. Nun gibt es aber auch unter uns „jüdischen Sozialisten", „die wir zugestandenermaßen die jüdische Religion als ein Element jüdischer Kultur anerkennen", solche, die a priori für die Forderungen des Misrachi einstehen, ins'oferne nicht aus ihnen ein Geisteszwang und eine Einschränkung des privaten Lebens herausgelesen wird. Fürs erste, weil dieser religiöse Faktor der jüdischen Kultur in seiner Bedeutung verschieden, von manchen eben auch als eminent, gewertet werden kann; dann aber auch, um „Hie religiösen Massen dem Z'onismus näher zu bringen", statt sie ihm abspenstig zu machen, wenn diese anerkannt „historische Funktion" dem Misrachi gelingen soll. Haben wir uns doch wahrlich nicht so sehr zu freuen, wenn es dem Misrachi nicht gelang, mehr als Zehntausende Stimmen zum Kongreß aufzubringen, wenn nicht wir jene Hunderttausende streng religiöser Massen für uns gewinnen konnten oder wollten. Die Sabotage des Misrachi ist höchst verwerflich, aber sie soll auch uns zu denken geben, da dem Misrachi wohl viel vorzuwerfen, ihm sein Zionisitischsein indessen sonst nicht abzusprechen ist. Ueberdies: das religiöse Judentum könnte sich im Negativen mit ihm eher identifizieren als im Positiven. S. Pkker. Replik Es ist sicher ein anerkennenswerter Grundsatz, auch dem Gegner gerecht zu werden. Allerdings' darf, dieses „Verstehen" des gegnerischen Standpunktes nicht zur mißverständlichen Verteidigung desselben führen. Genosse S. Picker wendet sich also dagegen, daß wir die Resolution des Misrachi als „ein einzig dastehendes Attentat gegen die Freiheit des Denkens" und ate ein „Ultimatum" bezeichnet haben, er wirft uns den Mangel „parlamentarischen Verständnisses" vor, weil wir nicht erkannt haben», daß es nur das Ende des Kongresses war, das ein Kompromiß zwischen der Arbeiterschaft und dem Misrachi verhindert hat. Wir überlassen es unseren Ldsern, zu entscheiden, ob eine Resolution, die fireisinnigert Ziöhästen eine religiöse Lebensführung aufzwingen will, ein Attentat gegen die Freiheit des Denkens ist. Unsere Bezeichnung des misrachfetischen. Elaborats als „Ultimatum" ziehen wir aber in aller Form zurück: es war — wie Genosse Picker unwiderleglich beweist — eine Erpressung! :Oder geht Gen. Picker in seiner Loyalitat so weit, nicht zu erkerinen, daß in diesem Einbringen der berüchtigten Resolution im Endstadium des Kongresses die bewußte Absicht lag, die Arbeiterfraktion in eine Zwangslage zu bringen, und ihr, die eine große Koalition anstrebte, die Preisgabe der geistigen Freiheit als Preis für den Eintritt in die Exekutive zu erpressen? Wir haben in unserem Artikel dieses Moment der misrachistischen Politik vernachlässigt; wir danken Genossen Picker, daß er es in gebührender Weise in den Vordergrund gestellt hat. . Nation wider Fraktion — Eine Feplik Obwohl die Ausführungen des Herrn Dr. Zweig stellenweise besonders scharf und ungerecht gegen ums sind1, wollen wir sie loyalerweise veröffentlichen. Insbesondere aber deshalb, da diese Auseinandersetzung von allgemeinem Interesse ist. Die Red. Im „Jüdischen Arbeiter", Nr. 37, bekämpft Freund M. Singer meine Kongreß Würdigung- „Nation wider Fraktion", und stellt mir vier Fragen, 1. „Ob ich die Behauptung beweisen, kann, daß die Arbeitervertreter zum Kongreß mit der Forderung kamen, die ganze revisionistische Fraktion aus der Zionistischen Organisation zu drängen." Genügt es nicht, daß der im Plenum von der Linken verfochtene und! durchgesetzte Antrag, den Revisionisten die repräsentative Vertretung im Kongreßpräsidium zu nehmen, ein Wink mit dem Zaunpfahl war, sie hätten in der Zionistischen Organisation nichts mehr zu suchen? Uebrigens, möge Singer doch seine Frage an den ,Jüdischen Arbeiter" . richten, welcher sich in' der nächsten Spalte unter „Wir warnen!" berüfifhi:,' :„daß ani Prager Kongreß die jüdische Arbeiterschaft die Eliimimierung des Revisionismus aus der Zionistischen'\ Bewegung anstrebte". 2. Woher ich weiß, daß die Revisionisten sich den Mehrheitsbeschlüssen des Kongresses beugen? Was den Kqngreßverlauf anbelangt, trifft mein Urteil zu. Die revisionistische Gruppe der „Judenstaatler" unterwarf sich ausdrücklich dem Primat der zionistischen Disziplin. Und selbst bei Jabotinsky mit sieinen Leuten, war mit Recht eine Besserungstendenz festzustellen, denn sie legten ihrer Hof fahrt Zügel an, indem sie trotz ihrer Wahlniederlage zum Kongreß erschienen und trotz aller (zum Teil verdienten) Demütigungen im Kongreß verblieben. Sollte diese Fraktion .wirklich, wie Singer angibt, nach dem Kongreß in ihre Zuchtlosiigkeit rückverfallen, wird säe das vor jenem Tribunal verantworten, zu dessen Aufrichtung die Allgemeinen Zionisten durch ihre geschlossenen Stimmen wesentlich beigetragen haben. Wohlgomerkt, gegen ihr Gruppeninteresse, aber geleitet vom Geist der „Nation wider Fraktion". Freund Singer zeiht mich parteiischer Nachsicht für die Sünden der Revisionisten. Zu Unrecht! Doch offen gesagt, haben die Revisionisten sich am Kongreß, vom Standpunkt des nationalen Gesamtinteresses,: :besser verhalten als man ihnen nach den früheren Tollhausstreichen zumuten durfte, und die Linke hat durch ihr Abgleiten zu egoistischer Fraktionstaktik auchjene Gegner bitter enttäuscht, welche ihr ein großes Maß nationalen Verantwortungsgefühls, nach dem Beispiel eines Arlosoroff, zuerkannt hatten. Und noch eins: Seitdem die Linke mit 44 Prozent der Wählerstimmen der absoluten Mehrheit nahekam und sich jetzt schon mit dem Uebermut einer solchen Mehrheit gebärdet, wurde sie unbeschadet dies Verdienstes um das Palästinaaufbauwerk und den Idealismus ihrer Leute — zur größten Gefahr für die nationale Einheit. Und nur die Erkenntnis dieser Gefahr konnte mich bestimmen, die jährelange Reserve als Parteibeamter aufzugeben. 3. Freund Singer gibt zu, daß die Linke gegen ihr demokratisches Prinzip verstieß, als sie die Revisionisten aus dem Kongreßpräsidium ausschloß; nur fragt er, ob denn nicht die Gewalttaten und Provokationen der Revisionisten und die politische Gefahr dieses Treibens für die Gesamtnation einen Ausnahmszustand schuf. Nein, die Linke, welche ständig die Demokratie verhimmelt und sie geradezu als Fraktion«monapol beansprucht, darf, sich keine Ausnahme gestatten! Dem Ausarten der Revisionisten ist auch mit demokratischen Mitteln, wie dem Disziplinarbeschluß des Kongresses, beizukommen. Wer aber Ausnahmen macht, wann es ihm paßt, nährt den Verdacht, daß ihm die Demokratie nicht der „höhe Gedanke'^, sondern nur Vorwand zur Machtergreifung ist. Nebstbei bemerkt, sind die Linken keine sanften Lämmer, welche Gewalttaten unbedingt verwerfen. Siehe letzte Nachricht im „Jüdischen Arbeiter": „Fortgesetzte Provokationen der Revisionisten in Palästina. Der Wiener Re* visionist Dr. Glücker verletzt." Siehe ferner dfie vor meinen Augen begangenen Gewalttaten auch der linken Jugend { in der Wiener Remez-Versammhmg (von meinem Bericht hierüber nehme ich trotz der abschweifenden Kritik des Anony* mus in der „Stimme" nichts zurück) und stehe den Kommentar desselben „Jüdischen Arbeiters" zu jener Versammlung: „Mit den Lausbuben diskutieren wir nicht — wir haben ihnen mit handgreiflichen Argumenten unseren Standpunkt klargemacht". 4. Ihre letzte Frage, Freund Singer, trifft den Kerii der Differenz zwischen mir und Ihnen, zwischen Nation und Fraktion. Doch Sie haben meine klare Darlegung mißverstanden oder reden an ihr vorbei. Angeblich rege ich mich auf, daß die Histadruth nur Menschen aufnehme, die von ihrer Hände Arbeit leben und anderer Arbeit nicht expioitieren; ob ich also das Recht der Arbeitnehmer auf i Interessenvertretung leugne? Nicht doch! Vielmehr rügte j ich die Naivität, daß Remez als Wortführer der Linken j am 'Kongreß die Neutralität der Histadruth beteuerte, welche j allen jüdischen Arbeitern Palästinas ohne Unterschied der i Gesinnung offenstehe, und zum Beleg obige Grundnorm zijtierte: dabei umschreibt sie ja durch das Brandmarken des Verhältnisses zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer als „Exploitieirung", als Ausbeutung, eine bestimmte politische Gesinnung, jene marxistisch-militante Spielart des Sozialismus und zwingt so die Lehre vom Klassenkampf all jenen jüdischen Arbeitern auf, welche als Juden schlechthin nach Erez Israel kommen, um Frieden und Brot dort zu suchen oder welche gar dies marxistische Thema für wirtschaftlich falsch, sozial schädlich und national verwerflich halten. Ihre Schlußfolgerung, daß ich und meinesgleichen nicht den Arbeitern, wohl aber Jen Kolonisten und Industriellen Interessenvertretung zubillige, ist abwegig. So wenig bin?ch Kolonist oder Industrieller, als Sie laut obigem von Ihrer Hände Arbeit leben (sitzen wir ja im gleichen Büro!). Die jüdische Arbeitergewerkschaft in Ehren, aber der Geist der „Nation wider Fraktion" und der Abscheu gegen jeden Gesinnungszwang verlangt, daß diese Gewerkschaft endlich neutralisiert und vom Diktat der „Mapai" (der sozialistischen Klassen kämpf partei) befreit wird. Folgt, über meinen Artikel hinaus, die Gretchenfrage, wie ich die nationale Bedeutung der Tätigkeit einerseits der Arbeiterorganisation, und andererseits der Kolonisten und Industriellen einschätze. Wer zweifelt an der Antwort? Das „einerseits, andererseits" ist mir ein Greuel. Die Einen auch nur ohne die sonstigen Stände der Judenschaft können in Erez einpacken und gar die programmatische Züchtung des Kampfes zwischen Arbeit und Kapital oder zwischen sonstigen Volksschichten droht unsere gemeinsame nationale Zukunft zu vernichten. Singer bestreitet schließlich meine beiläufige Bemerkung, daß der Linken als „böser Kapitalist" gelte, wer nicht der Histadruth angehört, und nimmt lobend all jene aus, welche für links stimmen. Das bestätigt nur, was ich meinte, daß es -nämlich der Linken gar -nicht so um Bereinigung Wirtschaftlicher Gegensätze, um den Schutz des Arbeiters, gegen, die anderen gehe, als um die Machtstellung ihrer Fraktion, ohne Unterschied deren Anhänger, der Fraktion, welche längst Selbstzweck geworden ist Sie reklamieren für sich Weizmann, Bialik, Ruppin, Ruthenberg, denn sie hätten bei der letzten Kongreß wähl links gestimmt. Da die Wahl geheim war, müßten diese Männer sich ihrer Tat gerühmt haben. Nun sitzt Ruppin und sozusagen auch Weizmanri in der Exekutive., Als Linke oder als Allgemeine? Wenn als Linke, dann wehe! Dann wäre die Basis für; die Wahrung der nationalen Einheit in der Leitung der Zionistischen Weltorganisation noch weiter geschmälert. Darf ich rückfragen? Wer gibt Ihnen d'asi Recht, jeden, der nicht mit Ihrer Fraktion durch dick und dünn geht, als. „Feind der Arbeiterschaft" zu schmähen? Sie wollen mich und meinesgleichen durchaus zu. Klassenkämpfern stempeln. Doch, wir verwerfen entrüstet diesen Titel, der nach Assimilation und Galuth schmeckt. Täten Sie, lieber Freund Singer, und Ihre Leute desgleichen, könnten vyir uns zunutz wahrhafter Aufbauarbeit für Volk und Land diese und manch andere Polemik ersparen! Dr. E. M. Zweig'. Antwort an Dr. Zweig Zur Frage 1. Ich kann nicht annehmen, daß für meinen Freund Dr. Zweig die Ausschaltung der Revisionisten aus dem Kongreßpräsidium identisch ist mit ihrer Ausschaltung aus dem Kongresse und aus der Zionistischen Weltorganisation. Es ist selbstverständlich denkbar, daß der zionistischen Organisation auch solche Gruppen angehören, die man nicht für würdig hält, die Organisation zu repräsentieren, deshalb nicht würdig, da ihr Tun und Lassen nur darauf hinzielt, die Organisation und das Aufbauwerk zu untergraben. Auch der Hinweis auf die Bemerkung. im „Jüd. Arb." berechtigt nicht die vojn Dr. Zweig aufgestellte Behauptung. Es wurde über die Ausschaltung der Revisionisten aus dem Kongresse und der zionistischen Weltbewegung viel gesprochen und geschrieben, aber demgegenüber hat die Arbeiterfraktion vor Eröffnung des Kongresses erklärt, daß sie die Eliminierung der Revisionisten aus dem Kongresse nicht fordern wird. Das steht fest Das sollte auch Dr. Zweig wissen. Zur Frage 2. loh weiß absolut nicht, was Dr., Zweig unter „sich den Mehrheitsbeschlüssen des Kongresses fügen" versteht. Lassen wir die „Judenstaatler" aus dem Spiele, Nicht von ihnen ist hier die. Rede. Aber, bei welcher Gelegenheit hat Jabotinsky auch nur angedeutet, daß die Revisionisten die „Zuehtlosigkeit", die „Töllhausstreiche", wie sie Dr, Zweig bezeichnet, aufgeben? Daß sie zum. Kongresse kamen? Kennt Dr.. Zweig wirklich nicht die Gründe, die Jabotinsky bewogen haben, an dem Kongresse teilzunehmen? Kennt er nicht die schöne Mär von, der Eingebung, die Jabotinsky auf dem Wege nach Kattowitz hatte? Wenn er das nicht weiß, müßte er nachlesen. Das kann ich hier nicht besorgen,

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