Der Jüdische Arbeiter
- Journal
- Der Jüdische Arbeiter
- Volume
- 10 (1933)
- Issue
- Heft 36 (8.9.1933)
- Date
- 1933-09-08
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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.■^01^0131 D e v } ff d i s efte A y b e Hg f» Seiten;! Wlääfr tatet ffat sicte gezeigf, wie sö g*t wichü' „s^ffeeft" der Veflätif der jwdiseh^A' PöMti ist. War die politische; aber aucfi v^irfedhfstftlich« EMiw«lurt$ Eurdpäs im demletzten Jähret! aufmerksam1 'beobachtet, wird feststellten] köniruefi, ttaB alle Konferetiizehi vört einer geradezu beängstigetiden U'nferschätzunißl des psych'ologischen1 Faktors im gesellsehaftlicWelni Lebeni charakterisiert sind. Was die Welt, insbesondere aber die jüdische heute am dringendsten! braucht, ist Ermutigiunig, Ermutigung und nochmals! Ermutigung. Dieser 'Kongreß war nicht geeignet, den 'jüdischen! Massen! Mut einzuflößen. Gewiß die Hauptschuld an diesem Versagen des Kongresses trifft die; Revisionisten!, die die 'moralische Verantwortung für S'favskys Mordtat tragen; deinn die Ermordung Arlosoroffs war die letzte Ursache der dauernden! Krise) auf diesem Kongreß. Vielleicht -wäre eine über- •mienischlichle Selbstüberwindung ' notwendig gewesen, deren nur Arlosoroff fähig! war, um über dieses 'nationale Uniglück hinweg zu kommen. Diese Kraft hat die Arbeiterfraktioni.nicht aufgebracht — und desh'alb tagte dieser Kongreß « woh'l im Schatten Ärlosoroffs, inicht aber im ZdrcWenj der furchtbaren1 Not des jüdischem ,rVolkes, der -die letzte große Leistung 'unseres gioßen und, wie gerade dieser Kongreß gezeigt hät, unersetzlichen Führers geweiht war. Max Pilzer. Vermögenstransfer deutscher Juden nach Palästina Enn Erlaß des deutschen Reichswirtschaftsministers. Die Verdnbarung zwischen den jüdischen Organisationen und der deutschen Regierung ist nunmehr durch einen vom 28. Auigu&t datierten Enlaß des deutschen Reiehswirtschaftsministers Gesetz geworden. Dieses Gesetz, das die Möglichkeiten des Vermögenstransfers deutscher Juden nach dem Ausland, hauptsächlich Palästina, regelt, ist in acht Abschnitte gegliedert. Als wichtigste Bestimmung erscheint uns dabei dlfc im Abschnitt 3 getroffene Verfügung, daß die Uebersiedlung von, Niichtariern als grundsätzlich gerechtfertigt anzusehen, ist. Wir zitieren im folgenden den Punkt 1 im Auszug aus dem „Berliner Börsenkurier": Vermögenstransfer mach Palästina. a) Transfer der zur Exisitenzgrünidung notwendigen 15.000 Mark übersteigenden, Beträge. Um die Abwanderung deutscher Juden nach. Palästina weiterhin durch Zuteilung der erforderlichen Beträge ohne übermäßige Inanspruchnahme der Devisenbestände der Reichshank zu fördern und gleiichzeirfng die deutsche Ausführ nach Palästina ' zu steigern, ist mit den beteiligten jüdischen Stellen ein Abkommen auf. folgender Grundlage abgeschlossen worden: Auswanderern, denen die Auswanderungsiberatungsstelle ^bestätigt, daß üher den als Einreisegelld erforderlichen Min destbetrag von 1000 Pfund hinaus weitere Beträge zur Gründung einer Existenz in Palästina erforderlich und angemessen sind, kann im Rahmen dieses Gutachtens für den 15.000 Mark übersteigenden Betrag die Genehmigung zur Einzahlung auf ein hei der Reichshaupitbank errichtetes Sonderkonto I der Bank der Tempel-Gesellschaft (Bank of Temple Society Ltd.) zugunsten einer in Palästina zu errichtenden jüdischen Treuhandgesellschaft (bezw. bis zur Errichtung dieser Treuhandgesellschaft zugunsten der Anglo Palestirie Bank Ltd.) erteilt werden. Den Auswanderern wird der Gegenwert ihrer Einzahlungen nach Maßgabe der aus dem Absatz der deutschen Waren in Palästina zur Verfügung stehenden Beträge durch die palästinensische Treuhandgesellschaft nach der Reihenfolge und dem Verhältnis ider Einzahlungen auf dem Sonderkonto I untereinander in Palästanapfunden ausgezahlt. b) Einzahlungen bis zu 50.000 Mark pro Person für sofortige Investierung bei späterer Auswanderung. Für die Bank der Tempel-Gesellschaft ist. bei der Reichshaiuptbank ferner ein Sonderkonto II eingerichtet worden. Auf Antrag können die DeviisenbeWirtschaftungsstellen deutschen Staatsangehörigen jüdischen Volkstums, die zurzeit noch nicht auswandern, sich aber gleichwohl schon jetzt eine Heimstätte in Palästina gründen wollen, die Erlaubnis auf Einzahlung von Beträgen biß zu höchstens 50.000 Mark je Person auf diesem Konto (ebenfalls zugunsten einer in Palästina zu errichtenden jüdischen deutschen Treuhand- Soeben erschienen: * MAX ADLER: •r DasUeriiäünis Oer nationalen zur fozialif I Heben löee Bemerkungen zum PoateZionismus Das Bekenntnis des geistigen Führers der Linken zu unserer Bewegung! PREIS; 70 Groschen Genossen und Genossinnen! Leset und verbreitet diese Schrift, die für unsere Bewegung ein geschichtliches Dokument ist! ge&efflschäft bezw; bis zur'»Errfchfung dieser.^retthandg^ilfe.^e^risttsche» Fonds empföndifeh *«mimderi^Und, endtiehn sfeUseftäfft znigünsteii der Attglb Palestine Bank Lid.) erteilen, ■ ' ■ '' - : ' ■ Das Sonderkonto ft wird in gleicher Weise wie das Sonderkonto I zur Bezahlung deutscher Warenlieferungen nach Palästina verwendet, mit der Besonderheit, daß über dieses Konto erst nach Auflösung des Sonderkontos I verfügt wird. Auch Auswanderern kann, die Genehmigung zu Einzahlungen auf das Sonderkonto II für Beträge erteilt werden, die über die von der Auswandererberatungsstelile als angemessen anerkannten Summen hinausgehen, jedoch ebenfalls bis zu höchstens 50.000 Mark je Person (einschl. der in Devisen zugeteilten Beträge). Erwirbt eine Person, die ihren inländischen Wohnsitz noch nicht aufgegeben hat, infolge der Einzahlung auf Sonderkonto II durch Eingang entsprechender Warenzahlünr gen bei der Treuhandgesellschaft in Palästina dort ein Guthaben in Palästin apfundett, so ist dieses Guthaben nach den Grundsätzen der Durchführungsverordnung zur Devisen.- Verordnung der Reichsbank anzubieten. Die Reichsbänk ist aber bereit, dem Pflichtigen diese Guthaben zunächst auf 6 Monate zu belassen und diese Frist auf Antrag und bei Vorlegung eines befürwortenden Gutachtens des Palästinaamtes Berlin entsprechend zu verlängern. Will ein solcher Iniländer über sein Guthaben zum Ankauf von Land in Palästina oder zu sonstigen Anlagen dort verfügen, so hat er die erforderliche Genehmigung bei der zuständigen Deviserfbewirtsichaftungsstelte unter Vorläge einer Bestätigung des Deutschen Generalkonsulates in Jerusalem über die ernsthafte Absicht der Anläge nachzusuchen, Für andere Zwecke als für Anlage in. Palästina kann eine Genehmigung zur Verwendung des Guthabens1 nicht erteilt werden. Die übrigen Punkte regeln die jüdische Auswanderung nach anderen Ländern, die Freigabe des Wertpapierbesitzes und die Behandlung des zurückbleibenden Guthabens der Auswanderer. Das Aktionskomitee hat getagt Die Untersuchungskommissiotn bereits gewählt. — Stürmische Sitzungen. — Kein Beschluß in der Vereinbarung mit Deutschland. — Das Präsidium des A. C. Die Sitzung des Aktionskomitees, die am 4. September in Prag stattfand, dauerte bis Dienstag, 4 Uhr Vortags und nahm einen sehr stürmischen Verlauf. ' Als erster Punkt wurde die Frage der Entsendung der Untersuchungskommission behandelt. Es wurden gewählt: Ussischkin, Moitzkin,, Dr. Barth, Rabbi Schapira, Dr. Soloweitschik und Elijahu Berlin, Es verlautet, daß Motzkin und Ussischkin. es ablehnen, an der Untersuchungskommissioh teilzunehmen. Doch hängt davon die Tätigkeit der Kommission nicht ab. Die Kommission hat den Zeitpunkt der Aufnahme ihrer Arbeiten selbst zu bestimmen. Als zweiter Punkt wurde die Frage, der Regulierung der Tätigkeit der Palästinaämter behandelt. Auch um diese. Frage entspann sich eine heftige Debatte, da, die Opposition dagegen Stellung nahm, die letzte Entscheidung der Exekutive zu überlassen. Es wurde hierauf beschlossen, daß die Exekutive die Geschäftsordnung für die Palästinaämter entwerfe und dieselbe dem A. C.: zur Genehmigung vorlege. Als dritter Punkt wurde die Frage der Vereinbarung einer jüdischen Handelsgesellschaft, mit der deutschen Regierung bezüglich der Ausfuhr von, 3 Millionen Mark behandelt. Der Kongreß hat bekanntlich das A. C. beauftragt, die Interpellation des Revisionisten Großmann in dieser Angelegenheit zu beantworten. Nach einer sehr stürmischen Debatte mußte die Sitzung unterbrochen und. die Fortsetzung für den nächsten Tag anberaumt werden. Die nächste Sitzung konnte aber infolge geringer Beteiligung nicht abgehalten werden. Es wird vermutet, daß das Fernbleiben von der Sitzung beabsichtigt war, Präsidium des A. C. Das Präsidium des A. C. konstituierte sich wie folgt: Präsident Leo Motzkin, Vizepräsidenten Rubaschow, Zuckermann, Sprimzak von der Arbeiterpartei, Dr. Mossinsohn, Dr. Rufeisen von den Allgemeinen Zioni&ten, Dr. Goldmann von den Radikalen, Farbsitein vom Misrachi und Meir Großmann von der Judenstaatspartei. Die Seifenblase Birobidschan geplatzt Von Prof. Dr. Saiomoni G o 1 d e 1 m a n n. 1.! Vor kurzem wurde in Prag von einer den jüdischdeutschen Emigranten bestimmt freundlich gesinnten und autoritären Stelle der „gute Rat" erteilt, ihre Zuflucht in Birobidschan zu suchen und sich dabei den „Umweg" über Palästina zu ersparen. Ich nehme an, daß der Ratgeber es mit den jüdischen Flüchtlingen aus dem Hitler- Deutschland ehrlich gemeint hat. Alle zeitgenössischen Diktaturregimes haben in einer Hinsicht wirklich stets eine große Geschicklichkeit gezeigt — in ihrer Propaganda, mit der sie es verstanden haben, in vollkommenster Weise die öffentliche Meinung der demokratischen Welt irrezuführen. Dieses wenig beneidenswerte Los ist auch der jüdischen Oeffentlichkeit nicht erspart worden. Dem dreisten Propagandabluff mit der „Jüdischen Republik" in der Krim und nachher in Birobidschan, sind leichtgläubig breite jüdische Kreise unterlegen. Sowohl sie, die direkt betrogenen, als auch wir, die Zionismen, die sich doch einen leisen Zweifel gestatteten, haben jene Leichtgläubigkeit bar bezahlt. Millionen jüdischer Gelder wurden für die Kolonisten in, der Krim ge-> spendet und die Ergebnasse waren winzig. Infolge der Ablenkung der Aufmerksamkeit der amerikanischen Juden m diese neue Richtung haben sich die Geldsammlungen für haben große Teile -unserer Jugendbegönnen,! *töe Antwort auf die jüdische^ nationale- Und alfatenschlichesoziale Frage bei den Mosk&üer Erlösern zu suchen*; Man muß zugehen, es. war wirklich schwer» dieser Ptor paganda standzuhalten. Die Krimkolonfeatton wurde im Jähre 1926 durch den Präsidenten der Sowjetunion Kaiini»!mit einer unzweideutigen zionistischen Ideologie eingeleitet. „Das jüdische Volk steht vor einer großen Aufgabe: seine Nationalität zu erhalten. Zu diesem Zweck muß sich ein großer Teil der jüdischen Beyällkerung im seßhafte Bauern .verwandeln, in eine kompakte. Landbevölkerung, die. wenigsten« nach Hunderttausenden zählt. Nur unter solchen Bedingungen können die jüdischen. Massen mit dem Fortbestehen ihrer Nationalität rechnen" ... Es ging somit um die Lösung «der jüdischen nationalen Frage. Ein Sowjetzionismus wurde gepredigt, eine Massemkoilonisation, die den Palästinaaufbäü ersetzen sollte.. Der große Krimplan von La rin sah eine An- Siedlung von viierhunderttausemd jüdischen Seelen in der Krim voraus. Eime kompakte jüdische Landbevölkerung; jüdische Städte mit einer Industrie, in der jüdische Arbeit vorherrscht . . . Ein jüdisches Land! Tatsächlich aber sind nach sechs Jahren Köloniisationsarbeit in der Krim von den hingebrachten 9300 Uebersiedilerfamilien nur ungefähr.; 4000 geblieben und der „Ansiedlungsplan ist nur zu einem Drittel verwirklicht worden" („Emes", Nr. 39, 1932). Die Übergröße Mehrheit konnte nicht die Kolonisationsmethoden der. Sowjetbehörden ertragen. Im Jahre 1932 wurden, die bereits, für die jüdische Kolonisation zugewiesenen, großen Bodenareale wieder zurückgenommen. Die Leiche der „Jüdischen Krünrepublik" wurde in aller Stille zu Grabe getragen... Die jüdischen Dörfer wurden kollektivisiert, die Bauern haben die Ernte zu Spottpreisen', die einer glatten Konfiskation gleichen, abzuliefern und die Sorge um die Ernährung der chronisch hungernden Kolonisiten in der Krim und in der Ukraine fiel wiedermal der amerikanisch'-jüdischen Philanthropie zur Last. II. Gegen Ende März 1928 hat die Sowjetregierung den Beschluß gefaßt, in Birobidschan eine geschlossene Massensiiedlung von Juden zu gesitatten. Im Laufe von zehn Jahren sollen hunderttausend jüdische Familien dort angesiedelt werden. In ihrer Propaganda .für die Uebersiediung nach Birohidlschan haben düe jüdischen Kommunisten. „Utopien von einer Ansiedhmg von einer Million Juden in Birobidschan verbreitet", erzählt der bekannte Kommuniistenführer Larin. Kaum wurde der Beschluß gefaßt, begann, man gleich mit der Uebersiedluing und im Mai 1928 haben sich, dort'bereits Hunderte von Juden eingefunden, „die in. aller Eile hieher mobilisiert wurden", berichtet der Sowjetschrtftsteller Fink. Die Zielsetzung, die vorher für die Krimsiedlung gestellt wurde und die wir aus dem Munde des Präsidenten .Kalinor bereits oben kennengelernt haben, wurde auf Birobidschan. übertragen: ...einen großen Teil! der jüdischen Bevölkerung in seßhafte Bauern zu verwandeiln, in eine-kompakte Landbevölkerung, die nach Hunderttausenden zählt . . . — Nach dien ersten Rückschlägen ist man bescheidener geworden. Der erste Fünfjahipllian (Schluß — Anfang 1933!) wöilte sich schon mit nur zwollftauaend) Familien begnügen. 'Noch gegen Anfang des Jahres 1932 faßte das Land^rtschaftliche Kommissariat der Sowjetunion, nach Anhörung einer . speziellen Expedition den Beschluß, im Rahmen desersten Fünfjahrpilänes in Birohaidsichan fünftausend Juden anzusiedeln.. Für das Jahr 1932 wurde ein Uebersiedlerkontingent;.'^von vierzehntausend Seelen, (ursprünglich wurde die Zahl 19:000 genannt) vorgesehen,. Für das Jahr 1933 siebentausend (ursprünglich wunde die Zahll) 25.000 genannt). '- •'• Wenn wir die Einwandierungs- und Bevölkerungszahlen> die in diesen fünf Jahren'nacheinander in der Sowjetpresse und im den Sowjetbüchern über Birobidschan genannt 'würden, zusammesrasteUllen, so erhalten wir' folgendes. Bild.''Nach Heller (S. 264) sollten es („Triibuna", Nr. 2; 1931) nür hoe'h 2500 Juden uniter 37.450 der sämtlichen Bevölkerung gewesen sein. Ein Jahr später gillaubte Mere&chin („Tribuna", .Nr. 2, 1931) nur noch 2500 Juden dort zu haben. Da die Rückwanderung 60 biis 70 Prozent erreichte, darf , man die Zahl derer, dlie in den erstem zweieinhalb Jahren nach Birobidschan; übersiedelt wurden, mit 6000 Seelen beziffern. ' Im Jahre' 1931 sind nach offiziellen Angaben 3230 Juden eingewandert. In den ersten, acht Monaten 1932 — achttausend. Wenn; wir die v.Durch^hingiiitsizahl.. von..-., tausend. Einwanderjerc-r «ri- Monat auch auf die nachfolgende Zeit bis gegen- Mitte des l J. annehmen, was bei einem Kontingent von 17.000für das Jahr 1933 kaum übertrieben wäre, so mußten im: Laufe der ersten fünf Jahre des Birobidschanunternehmens gegen 27.000 Juden im. dieses neue Land der Erlösung gebracht worden sein. — In einem Jubiiläumsartikel: „Fünf Jahre Birobidschan", welchen das Zentralorgan der Sowjetregierung „iswjesitija", Nr. 68, vom 28. März 1933, aus der Feder von Kantorowiitsich unlängst brachte, wird hervorgehoben, daß die Bevölkerung von Birobidschan von 33.000 im Jahre 1928 auf 54.000 im Jahre 1932 sich vergrößert habe. Abgerechnet eipen durchschnittlichen natürlichen Zuwachs der Bevölkerung von 2.5 Prozent im Jahre, erhalten wir einen mechanischen Zuwachs von 17.000 Seelen, der das Ergebnis der jüdischen Zuwanderung darsteMen soll. — Man wollte offenkundig den Schein eines gewissen Erfolges des Ansledlungswerkes von Birobidschan hervorrufen: hat man doch auch im der Krim nicht mehr als ein Drittel des Planes erreichen können! Aber die Seifenblase mußte einmal platzen. Den 1. August J. J. trug der Sekretär des Geserd Eidelmann im Zentralamt desselben in Moskau den Bericht aus seiner Reise nach Biirobidschan vor („Emes", Nr. 177, vom 3. August 1933): „Im Laufe von fünf Jahren sind 18.000 Seelen eingewandert", erzählte Eidelmann, „und zum 1. Juli haben sich dort gegen 7000 eingeordnet Davon befänden, sich in vier Kollektivwirtschaften gegen 2000, itn den üwtustrieHen Unter-