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Der Jüdische Arbeiter · 1933-04-07 · Heft 14 (7.4.1933) · page 3

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Journal
Der Jüdische Arbeiter
Volume
10 (1933)
Issue
Heft 14 (7.4.1933)
Date
1933-04-07
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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t. Äptil 1933 mn mmm mmmn Seite 3 Zersetzung Revisionisten dauert an Trotz aller Falschmeldungen riefüöster Kampf Palästina, Deutschland, CSU, zum Teil auch Österreich tflr Jaboilnsho Palästina Jerusalem. (J. T. A.) Das die Mehrfteii der palästinensischen Revisionisten repräsentierende Zentralkomitee der Revisionistischen Organisation Palästinas hat an Wladimir Jabotinsky ein Telegram gerichtet, in dem es ihm seinen Grnß entbietet und seine gegen die bisherigen Mitglieder der revisionistischen Exekutive Grossman, Machower, Soskin und Stricker gerichteten Maßnahmen billigt. Osterreich Wien, 1. April (J. T. A.). Der im Revisionismus ausgebrochene Konflikt hat auch auf Österreich übergegriffen. In einer Sitzung des Parteirats der österreichischen Zionisten - Revisionisten wurde eine gegen das Vorgehen Jabotinskys gerichtete und die Legalität des von Jabotinsky abgesetzten Exekutivkomitees unterstreichende Resolution, die dem Parteirat von Ing. Robert Stricker vorgelegt worden war, in namentlicher Abstimmung mit überwältigender Mehrheit angenommen. Die hinter Jaboös yeht mm> Qdd unb um ^fjrc Aufriebt nfjeit. SDeSfiatö nld)t •üfifrcilt faufen, Bearo. nicfjt ftüljer, fceöot @tc •nid)t SßlacefS gttefcnauShmtjl in ^ettenmönteln unb |Stnaügcn (jefefien, bic OuctlträtSftoffe fle« fuf)tt, bett ©ifc fictorüft unb bic greife «d&ört rjaben. •SBann erft roetben ©tc ben rtdjttaen Seatifr &e=> Eommcn. tute fertige ^errenfteibitna. out fifeen, qunlitatiö unbertofiftltd) unb ptetSUdj unficmein günftifl fein fann. 162 l*e Abteitwity fuc moduhe. Uecc&iUladuMg, KaufUaut VJUfok. tinsky stehende Minderheit gab daraufhin die Erklärung ab, daß sie die gegenwärtigen Instanzen und Behörden des Österreichischen Revisionismus nicht mehr anerkenne und nur den von Jabotinsky, als dem rechtmäßigen Präsidenten der Weltunion, eingesetzten Behörden Gehorsam leisten werde. Inzwischen hat Jabotinsky auf telegraphischem Wege von Warschau aus ein neues Landeskommissariat für die -zionistisch-revisionistische Union Österreichs, bestehend aus den Herren Hans Peruz, Siegfried Graubart, Dr. Heinrich Glücker und Dr. Leo Koppel, eingesetzt. Der Brith Trumpeldor in Österreich ■steht geschlossen hinter Jabotinsky. Dagegen sind unter den erwachsenen Mitgliedern der revisionistischen Union und des revisionistischen Jugendbundes 1h Wien, die Anhänger Robert Strickers in überwiegender Mehrheit. Uber das zahlenmäßige Verhältnis der beiden Gruppen in den österreichischen Provinzstädten ist vorläufig nichts genaues bekannt. Die Anhänger Jabotinskys behaupten, in der Provinz über eine Mehrheit zu verfügen. Deutschland Berlin, 30. März (J. T. A.). Der Landesvorstand der .Zionisten-Revisionisten während andere „Führer^ die legale Leitung stützen. In dieser Lage spiegelt sich der Unerst der Bewegung auf dem Bode« der fr S. R,, die von der Spaltung sehr stark in Mitleidenschaft aezoden wird. in Deutschland teilt mit: „Der Landesverband der Zionisten-Revisionisten in Deutschland stellt sich eindeutig hinter die Führung Jabotinskys und hat in seiner Sitzung vom 27. März 1933 mit überwiegender Mehrheit beschlossen, entsprechend dem Aufruf Jabotinskys wmkm-... ....... ..._„..- Ä , _ „, , . ü"0^0*^ Theorie und Pf ans Revisionisten geüen Scniedsaerlctits- ^";xf. DarKelt - Jerusalem, 3. April (E. D.). Im Bauarbeiterstreik in Pefach-Tlkvah ist eine heuev Verschärfung eingetreten. Der jüdische Nationalst, <Ü6 Exekutive der Jewish Agency und der Stadtrat von PetachTikvah forderten die sofortige Einstellung de* Arbeit durch die revisionistischen Streikbrecher und die Austragung des Streitfalles vor einem Schiedsgericht. Die HlStadruth nahm diese Bedingungen an, die Bauunternehmer ünd die Revisionisten weigerten sich. Der Nationalist erklärt die Verantwortung für die weitere Entwicklung des Konfliktes falle auf diejenigen, die einer Verständigung ausweichen. TENNIS-PREISABBAU Raekais von .... KS 59*- TennistehuKe' - 10*-i- Tennisballe . . . , 3'— SPORTHAUS BAI LON Y-B AUMA NN BRUNN, Krapfengasse 25 Tschechoslowakei Prag, 3. April. Verwirteßten ist die Situation in den G. S. R., wo zur gleichen Zeit Leitungsmitglieder der Revisionisten in der allg. zionistischen Presse , sich für Jabotinsky. erklären, das offizielle Organ der Gruppe so tut, als ob nichts geschehen wäre und frei erfundene Friedensberichte bringt, Die Frühlingsstürrne verursachen den , v™ Rheumaleidenden V große Pein. Massieren Sie sich übfer . ärztliche Weisung mit; :< ALPA Menthol-Franztranntweih. Der Erfolg .-r wird Sie freudigtiberraschen* Beachten Sie den Original-' Verschluß mit unverletzter ,; r Plombel firlü ins ..deutsche leben" M SicrgfYermerBfzwang Berlin, 2. Apvi]' (JTAl Der Reichsinnenminister hat einen Sichtver'merkszwang. für alle, die die deutsche Grenze überschreiten wollen, angeordnet. In Gleiwitz hat der Polizeipräsident die Vorlage der Pässe jüdischer Reichsangehöriger innerhalb 48 Stunden zur Abstemplung Verfügt. >■ Schftclitverbot In Kraft Jena, 1. April (JTA.).- Die thüringische Staatsregierung bat das vom thüringischen Landtag vor einiger Zeit beschlossene "Verbot des rituellen Schlachtens" am 1.. April in Kraft gesetzt. ' ringischen Landtag voreiniger Heit beschlossene Veroot deb ntueilpp. Scnlachllon reuchtwanger ausgeschlossen Berlin, 3. April (JTA.). Der Schutzveiband deutscher Schriftsteller hat eine Reihe linksstehender Mitglieder, darunter zahlreiche Juden, ausgeschlossen. Unter den ausgeschlossenen . jüdischen Mitgliedern befinden sich Dr. Lion Feuchtwanger, Dr.1 Alfred Kerr,- Otto Heller', Egon Erwin Eisen, Dr. Apfel, Dr. Bruno. Frey und: Manfred Georg. Drandmarkung Van Käufern Berlin, 2. April (JTA.). Aus Annaberg in Sachsen wird der „Deutschen Allgemeinen Zeitung'*»«"1 gemeldet,! daß vor den jüdischen Geschäften starke SS-Abteilungen aufgezogen und jedem Käufer, der die Läden verließ, einen Stempel mit der . Inschrift: „Wir Verräter kauften bei Juden!" ins Gesicht drückten. s Gesperrte Danftkonfl Karlsruhe, 29. März (J: T. A). Unter dem Titel ^Scharfe Maßnahmen gegen Ostjuden" meldet der „Badische Beobachter": . Auf Anordnung des Beauftragten des Staatskommissärs, Dr., Caspary, wurden die Bankkonten sämtlicher in Pirmasens lebender Ostjuden vorläufig gesperrt. Diese Sperrung soll solange anhalten, bis die Ostjuden, die bekanntlich ausgewiesen werden sollen, ihren Verpflichtungen deutschen Geschäftsleuten gegenüber nachgekommen sind. — Auch in Landau sind die Bank- und Postscheckkonten der nach dem 1. August 1914 zugezogenen jüdischen Einwohner mit sofortiger Wirkung fürsorglich gesperrt worden. KARL HELLER Instaliatibn für sanitäre, Anlagen Brünn, Hybesovä 51 Telefon 11.637 - Verlangen. Sie kostenlose und un^ verbindliche Offerte. > ' Asulrechf ,Bern, 3. April (JTA.). Die Behörden haben bestimmt, daß jüdischen Flüchtlingen aus Deutschland vorübergehend Asylrecht gewährt, aber jede geschäftliche Tätigkeit untersagt werden soll. Belgrad, 29. März (JTA.). Außenminister Jeftic erklärte einer aus'Vertretern der sephardischen und aschkenasischen Judenheit zusammengesetzten Delegation, die ihn bat, jüdischen •Flüchtlingen aus Deutschland' in Jugoslavien das Asylrecht zu gewähren, Jugoslavien werde die Einreise deutscher J.u,den nicht verhindern. „ _ , Tel Aviv, 29. März ' (JTA,X In einer zur Erörterung der <Lage der Juden in Deutschland abgehaltenen Versammlung erklärten der Bürgermeister von Tel Aviv Mayer Dizengoff und der Oberabbiner der .Stadt, Uziel, das jüdische Palästina sei " bereit, jüdische Flüchtlinge aus Deutschland mit offenen Armen aufzunehmen. Eine in diesem Sinne gehaltene Entschließung wurde der Palästina-Regierung überreicht. ETON-CRAVATS bedeutet beste Qualität, g rösste Auswählt billigster Preis Die neuen Frühlahrsmuster sind in. der Tat das Schönste auf dem Markte. Kaufen »Sie nurbeim Selbsterzeuger ETON-CRAVATS. Verkaufsstellen: Krapfengass© 39. Nasarykstrasse 17 u. 37. Budgetprobleme im jüdischen Wien Montag den 27. März wurde die Budgetdebatte in der Wiener Jüdischen Gemejndip durch ein groß angelegtes Referat des Vizepräsidenten und Finanzreferemteri 'Dr. Lö- „wenherz eingeleitet. . .■ . Einige Tatsachen und Ziffernaus ' dem sehr umfangreichen Material' wollen vwir hier Wie alle anderen Völker .. . Revisionisten sind für den „Normaüsierungsprozeß": Wenn alle Nationen ihre Diktaturen haben, dürfen auch wir nicht zurückstehen. Die ' Einnahmen •■ für das - laufende -.ÄJahr werden mit. S 5,725.045, .dio- Ausgaben m|);. S 6,134.975 veransoblagt, wodurch sich ein Abgang von rund 'S 409.980 ergibt. Bei Bürückisiöhtigüng des " Abganges aus" den vorhergehenden Jahren \ im , Betrage . von ,S . 185.014 erhalten wir .einen - Gesamtfehlbetrag in der Höhe von S; 594.944. Um diesen Abgang.'zu decken, verlangt der Pin'anzrefererit ■ die Vollmacht < .'für! die Vorschreibüng eines'20% Zuschlages zur Kultusateuer; -, ' Die . größte .Ausgabenpost. ßtellt die,Jj,ü> s'orge mit S 2,303.680' dar, ihr folgen: Kultus- und rituelle Angelegenheiten 'ttalt S ■ 1,T40.'850, , Schule- und 'Unterricht! mit S .603.910. Der Referen,t weist darauf hin, ,daß mit Rücksicht auf die blondere sohwierige Lage,'" die Ausgaben dieser drei 'wichtigsten Posten' erhöht werden -mußten. Für das zu schaffende» A r b ed t s am-t - soll!jaus .der Reserve ein Befrag von- S.3QQ0.bestimmt werden. Mit Rücksicht auf die gesteigerte Einwanderung nach Palästina wurde für Reisebeiträge' dorthinein Betrag von S 8000, für dea CJialum S r6000 bewilligt.-Für' die Palästinaaüfbaufonds konnten wir mty R,üc,kr sieht auf die triste Lage der Gemeinde .keinen höheren Betrag als 'S 15.000 ansetzen. In der'nächsten' Zeit .wollen wir auch1 eine Institutkwinfür d> Erteilung von zinsenfneien Darlehen ift der Hohe vpn S 40Q bis löQ. mi Leben rufen. Der Referent spricht ,p.ejn Bedauern darüber aus,' daß es1 trotz' mehrmaliger Zusagen nicht gelungen ist, den Bundes» beitrag zu erhalten und schließt mit , dem Appell, alq ,Part;eünteressen zurückzustellen, alle Kräfte;anzuspannen, um die Gemeinde, die uns als Bollwerk gegem heransttirmende Gefahren dienen soll,; zu erhalten t und 'ftufi diesem Grun,de für.das Budget,zu Alpinen, Die große Rede des Vizepräsidenten wurde von der Mehrheit mit lebhaftem Beifall aufgenommen!;: < ■ •■• ■ Für die Nichtnaitionalen ergreift das Wwt Herr Dr, Josef T i c h o. Wir sind gewiß nicht verwöhnt betreffs der Einstellung der ,,Union" und der „Werktätigen" zur furchtbarem Not der jüdischen Bevölkerung und ihrer Gemeinde, aber diese Rede des, B>Wi Dr, Ticjio war yom Anfang bis , zum-Ende-..eine Frivolität.' Er' traute sich beispielsweise zu behaupteh,"daß die Gemeinde durch ihre umfangreiche Fürsorgetätigkeit ein fremdes

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