Der Jüdische Arbeiter
- Journal
- Der Jüdische Arbeiter
- Volume
- 10 (1933)
- Issue
- Heft 11-12 (17.3.1933)
- Date
- 1933-03-17
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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17. Mti 1933 mu JÜDISCHE ARBEITER Seite 7 Ans dem leben der Partei FühferberatunK in Berlin. Im Zusammenhang mit der Tagung des Organisatiönskomitees der Zionistischen Weltorganisation fand kürzlich in Berlin eine Beratung der in Berlin weilenden Genossen des Z. K. Tartakower, Landauer. Locker, Neustadt, Zuckermann, Rudel und Reiss statt. Behandelt wurde nach einem ausführlichen Bericht des Verbandsbiiros die Frage des Jüdischen Weltkongresses, des politischen Büros in London, der Finanzen und der Schekel- und Wahlkampagne zum Kongreß Rumänien. Die Konferenz der Poale Zion, die am 25. Februar stattfinden sollte, ist auf den 25. und 26. März verlegt worden. An diese Konferenz wird sich die Vereinigungskonferenz der Poale Zion mit der Hitachduth anschließen. Das Verbandsbüro werden die Gen. Reiß und Tartakower vertreten. M. Ostrau veranstaltet «im 18. d. M. eine Karl Marx-Feier, bei ,der Gen. Jul, Grün aus Oliniütz die Festrede hält. M. Ostrau. Am 9. d. M. veranstaltete die hiesige Ortsgruppe der Liga für das arbeitende Palästina einen überaus stark besuchten Vortrag des Gen. Dr. Fr. Slabihoudek über „Moderne soziale Fürsorge". Dr. Slabihoudek besprach zunächst den historischen Werdegang der sozialen Fürsorge, wie die ursprünglich charitative durch Überbrückung von Schwierigkeiten und Hindernissen zur prophylaktischen überging, den Werdegang von der freiwilligen ziii staatlichen Fürsorge und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die soziale Fürsorge sich zu Gunsten der arbeitenden Klasse entwickeln werde. In der anschließenden Debatte, an der sich einige Redner beteiligten, sprach Gen. Ben Aharon über die soziale Fürsorge in Palästina und schilderte, was dort bis' jetzt seitens der jüdischen Arbeiterschaft geleistet wurde und was noch zu leisten ist. Auf diesem Wege danken wir Gen. Dr. Krant. Slabihoudek für sein überaus interessantes und lehrreiches' Referat. Bratislava. Am 11. März fand die Einweihungsfeier unseres neuen Parteilokales, Nonnenbahn 20, statt. Gen. Leo Spieiberger eröffnete in hebräiseh-deutsch-ungarise.her Sprache, schilderte die allgemeine Lage des jüdischen Proletariats und die Wichtigkeit der Organisation. Nachher folgten Deklamationen, hebräische und jüdische Lieder, vorgetragen von den Mitgliedern der J. S. J. Gen. Dr. Bauer und Gen. Jakob Pauker hielten zündende Ansprachen. Im Namen des El-Al begrüßte die Ortsgruppe Gen. •Schmelkin. Mit dem Absingen der Techesaknah Hatikwah und Internationale endete die aüsgeseichnet gelungene Hausfeier. "Nu. — Tschechoslowakei fotichalovcej Die- Ortsgruppe der Poale Zion hält jeden (Sonntag abend1 ihre Versammlung im Parteilokal der Sozialdemokraten ab. In jeder Woche mielden sich neue Mitglieder. Am 12. Feber referierte Gen. Feld über die Orts. pruppeina.rfoeit, femer Gen. Hellinger über die Propaganda unter der Jugemd. Der Parteisekretär der Soiziaildemokraten Gen. Kooch referierte üiber die .'politische und wirtschaftliche Lage in der Tschechoslowakei. Am 13. Feber sprach hier als Gast der WIZO Gen. Prof. Goldelmamn vor vielen hundert Zuhörern über Kommunlismus und Judenfrage. Der Vortrag fand, allgemeinen Beifall und hat viieles wieder gut gemacht, was durch die gewissenlose Hetze des Revisionisten Hameiri hier verbrochen wurde. jh Michalovce. Unsere Gruppe entwikkelt auch weiter eine rege Tätigkeit. Die Zahl der Mitglieder hat 50 überschritten; im Parteiheim werden jeden Sonntag abends Aussprachen abgehalten, die sich eines regen Besuches erfreuen. Am 5. März veranstalteten wir anläßlich des 50 jährigen Todestages von Karl Marx eine Feier, bei der Gen. Hellinger über sein Wirken und Werk vom jüdischen Standpunkte aus referierte. Anläßlich des 83. Geburtstages unseres Präsidenten T. G. Masaryk wurde ein Glückwunschtelegramm abgesandt. Prag Veranstaltungskalentier: 25. März bis 3, April; Frühjahrsbazar des KK.L. 1. April Unterhandluhgsabend der Poale Zion. Hotel Bristol. 5. April: Verein Theodor Herzl: Vortrag Konsul Dr. Friß und Dr. Gottlieb. 0 Poale Zion (Ortsgruppe). Der mit großer Spannung erwartete Unterhaltungsabend mit Tanz findet Samstag, den .18. März im Hotel Bristol statt. Das ungewöhnlich reichhaltige Programm wird fast zur Gänze von der «Jüdischen Kleinkunstbühne bestritten. 0 K. K. L.-Meetlng. Auf Umladung des KKL. sprachen im Rahmen einer öffentlichen Versammlung am 8. März im Festsaal des Beth Haam Dr. Angelo G o 1 d s t e i n und Dr. Nahum G o 1 d m a n n (Berlin). Abg. Dr. Goldstein schilderte die politische Entwicklung der letzten Jahre im Zionismus und in Palästina und betonte, daß die arabischen Vorschläge auf Besiedlung Transjordaniens durch die Juden eine schlagende Antwort für die Feinde des Zionismus seien. Dr. Nahum Goldmann befaßte sich mit den Erschütterung gen, die das amerikanische und deutsche Judentum in den letzten Wochen erfuhr und hob die Notwendigkeit einer Aktion der Fonds gegen die Bodenspekulation hervor, die drohe, die günstigen Perspektiven der palästinensischen Entwicklung zu verdunkeln. Die Diskussion über privates oder nationales Kapital sei überflüssig — beides müsse man haben. In seiner Steliungsnabme zum Klassenkampfe in Palästina, den er in eine weitere Zukunft verschoben will, während er für die Gegenwart die Berücksichtigung der nationalen Interessen fordert (?), kam Goldmann bedenklioh in die Nähe der revisionistischen reaktionären Auffassungen, was in dieser Frage jetzt wohl als für die gesamte radikale Gruppe gültig bezeichnet werden muß. (Man vergleiche ihre Berliner Konferenz und die von ihr aufgestellte Forderung nach dem ^sozialen Frieden"). Die Schekelaktion 5693. Auf Grund einer Weisung unserer Exekutive können wir die Schekelhefte für das Kongreßjahr 5693 vorläufig nur an jene Ortsgruppen, bzw. Schekelkommtssäre schicken, die für das Jahr 5692 abgerechnet und die alten Schekelhefte retourniert haben. Wir fordern hiemit nochmals alle Ortsgruppen, für die dies noch , nicht zutrifft, auf, das Versäumte unverzüglich nachzuholen. Die neuen Schekelhefte sind von der Zollbehörde bereits freigegeben, und gelangen diese Woche zur Versendung. Die Landesschekelkommission f. d. CSR. 0 Poale Zion (Studentengruppe). Am 10. März fand die Einweihuno des neuen Heimes der Poale Zion statt. Der Vorsitzende der Gruppe, Gen. Dr. Nechamkis, referierte über die letzten politischen und wirtschaftlichen Ereignisse. Brünn Veranstaltungskalender: .16. März: ^21 Uhr Vortrag Dr. Hugo Herrmann: Palästina 1932, Kujko, Legionäfskä 31. 18. März: 18 Uhr 30 Generalversammlung Bar Kochba. Französ. Rest., Landhaus. 18. März: 2 0 Uhr große Pur im - Akademie der Poale Z i o.n! Kleiner Dopzsaal. 22. März: Tanzabend der „Halle" im Souterrainlokal des Espilanade. LIDO-BIO. 17. III.—20. III. Brigitte Helm in dem entzückenden musikalir sehen Lustspiel „Hochzeitsreise zu dritt". Regie: Erich Schmitt. — Musik: W. Jurmann, B. Kaper. — Fox-Tön- Woche. LIDO-BIO. 21. III.—23. III. Kriminal reporter Holm.' — Spannender und amüsanter Tonfilm.. — Regie Erich Engels. — Musik: Heinz Letton. — Fox- Tonwoche. — Beginn täglich 5, 7, 9. — Sonntag 3, 5, 7, 9. Jüdische Fürsorge. Der von der Fürsorgesektion der Jüdischen Gemeinde veröffentlichten Statistik über die sozialen Leistungen im Jahre 1932 ist zu entnehmen, daß für diesen Tätigkeitszweig der Gemeinde, der unter Leitung des Gen. H. Grün steht, insgesamt 453.000 Kö verausgabt worden sind., davon für die »ständige Fürsorge« (an 193 Personen) 153.000-—, für Krankenpflege 42.900—, Durchwanderer 25.000-—, Volksküche 74.000-—. Lehrlingsfürsorge und -Verpflegung 20.000—, Arbeitslosenfürsorge 17.200'—, Mietzinsaushifen 2.000-—, fallweise Unterstützungen von Brünner Bedürftigen 30.000— und andere Fürsorgeausgaben (Kohle, Heiratsbeiträge, Soldatenverköstigung etc.) 13.400-—; ferner wurden für Subventionen, Aushilfen und Spenden 74.000 Kö aufgewendet. Die Fürsorgesektion schließt an diese Zahlen einen aufschlußreichen Detailbericht, der ein gutes Bild über die Leistungen und die Unzulänglichkeiten der jüdischen Sozialarbeit in einer Großgemeinde' vom Range Brünns gibt, Unsere Pulrimaka de<mi e 'unljer Mitwirkung erster Kunstkräfte findet schon diesen Samstag, den 18, d. M. um 20 Uhr im kleinen Dopz-Saal statt. Die Mitwirkung haben zugesagt: Herr Walter Bach von den verein, deutschen Theatern, die Opernsängerin Frau Mira P r e i m u t h, Operettensängerin Frl. Erna S t e r n e g g, Opernsänger H. Fritz Glaser, Herr Bruno Wittmann von der Jungjüd. Bühne. Nach dem künstlerischen Teil Tanz, Tombola mit erstklassigen Wertpreisen, Palästinazelt, Wahl des '„Purini a t o r s" von Brünn, usw. — Genossen und Freunde„ kommet Alle zu unserer Purimfeier. Für beste Unterhaltung ist gesorgt. Stadtrat Dr. Karl Sonnenfeld feiert in diesen Tagen seinen 50. Geburtstag. Als Vertreter der Jüdischen Partei im Stadtrat und Gemeinderat, als Mandatar der allgemeinen Zionisten in der Jüdischen Gemeinde, als Mitarbeiter an den verschiedensten Fronten der Zionistischen Organisation und nieht zuletzt als einer der führenden Mensehen des Brünner MakkabL hat Dr. Karl Sonnenfeld durch mehr als drei Jahrzehnte aufs Intensivste für den Fortschritt der nationalen Bewegung im Judentum und für die Durchdringung weitester Kreise mit dem zionistischen Gedanken gearbeitet. Dr. Karl Sonnenfeld, ist einer unserer entschiedenen politischen Gegner und repräsentiert, wohl wie kein zweiter der führenden Zionisten Brünns bürgerliche Auffassungen, die wir nicht teilen. Dennoch muß gesagt werden, daß sein Arbeitsernst, seine Ausdauer auf den verschiedensten zionistischen Posten und sein Verantwortungsgefühl Respekt, abringen und daß er mit den Vertretern nnsever Partei in loyaler Weise zusammengearbeitet hat. So wird uns gestattet sein, den Kreis derjenigen abzurunden, die zu diesem '50. Geburtstag Dr. Sonnenfelds ihre aufrichtigen Wünsche zum Ausdruck bringen. Liga f. d. arbeitende Palästina. Montag. 20-30 Uhr, findet im Jugendheim, Legionäfskä 31. die erste Zusammenkunft der Ortsgruppe Brünn der Liga für die arbeitende Palästina statt. 1 Snif Hechaluz, Der Snif Hechaluz hielt seine erste Sichah am Montag, den 13. März, im Poale Zion-Heim ab. Abschiedsabend Lindenbaum. Ein gemütlicher Abend vereinigte Montag, den 13. März, im Souterrainlokal des Esplanade die Genossen und Freunde, die gekommen waren, sich von Gen. Lindenbaum und seiner jungen Frau zu verabschieden. Der starke Besuch des Abends lieferte einen Beweis für die Beliebtheit, derer sich Lindenbaum in Brünn orfreut, und für den Freundeskreis, den er sich bei seiner mehr als fünfjährigen Tätigkeit geschaffen hatte. Dem Abend fehlte jene rührselige Note, die sonst solchen Veranstaltungen anhaftet, weil wohl keiner von den Anwesenden da« Gefühl hatte, daß es sich, wirk lieh um „Abschied" handle, wo Menschen aus unseren Reihen fortgehen, um sich im Land zu verwurzeln. Aus der Serie der Reden, die gehalten wurden, seien die der Gen. Kessler, Grün, Grünfeld, Goldfaden, Semiatizki und Liebesny hervorgehoben, die,, jede in einfacher Herzlichkeit umschrieben, was Gen. Lindenbaum und seine treue Helferin, Lisi Blinder, für die Parteiarbeit in den schweren Zeiten des Wiederanfangens, der äußeren Feindschaft und des Kleinmuts von innen bedeutet hatten. Die Genossen und Genossinnen blieben noch lange vereint. Sammlung für den P. A. F. (Aus Anlaß des Abganges des Gen. Lindenbaum). S. Kessler 25-—, K. Kessler 10—. J. Reiss-Prag 50—, A. Goldfaden 50--, Goldring 10-—, S. Friedmann 10*—, Freilich 10-—. Baum 20*—. Rokach 20-—, Dr. Grünfeld 50-—, Egm. Blinder 20-— Stern 10—, Kreiner 5*—, Karl Zweigentbal 10*—, A. Reichmann 30-—, Weissenstein 10-— Horowitz 5—, Goldslein 2*— Studentengruppe 10-—, Kahan 1-—, Lindenbaum AÖ—, Grün 10-—. Ast 5—, Unleserlich 3-~, Drachmann 10*—, Rosenkranz 10-—, Herrmann 20v-, Weinies 5-—, Neumiann 3-—, Donnebaum 5'—, Walt 3-—, Stern und xFrau 10—, Ing, Friedmann 20'—» Amsterdamer u. Frau 20-—, Ickowitz 5*—, Wodak 1*—. Summe KS 538-—. i'Außerdem wurde dem K. K. L. aus dem gleichen Anlaß ein Betrag von Kö 480'—: zugeführt. Kujko-Purimakademie. Mit großer Mühe gelang es der Stadtpolizei von Tel Awiw die zahlreichen Besucher, des Marktes von Tel Awiw, der am 11. cL'M. im kleinen Dopzsaal stattfand, die allen Nationalitäten angehörten und unter denen man auch einige Persönlichkeiten wie Hitler, Gandhi und Maler Guttmann sehen konnte, vor den Angriffen der Araber zu schützen. Aber bald wurde das Programm des Brith Schalorri voll erfüllt und die Verbrüderung aller Anwesenden griff rasch um sich. Allerdings bewies der Abend, daß auch die ^Verbrüderung" zwischen allgemeinen' Zionisten und Revisionisten rasche Fortschritte macht (letztere nützten die durchaus nicht passende Gelegenheit zur Propaganda für ihren Soskin-Vortrag aus) und daß es (woran wir nicht zweifeln) mit der „Neutralität" der Kujko nicht weit her ist. Bis zum Morgengrauen hielt die fröhliche Stimmung dieser äußerst gut gelungenen Purimveranstaltung a,n. Kek. Jüdischer Athletik-Klub. Die heurige Sport- Saison erfährt eine Belebung durch die Neugründung eines unpolitischen Jüd. Athletik- Klubs (2,. A. C.) in Brünn, dessen konstituierende Generalversammlung vor zahlreichem Publikum am 23. Februar d, J. stattgefunden hat. Der 2. A. C. ermöglicht es seinen Mitgliedern, also jedem jüd. Sportler, Leichtathletik, Gymnastik, Waldläufe, Wintersport, Boxen, Spiele (Woleybail) und anderen Sport, je nach Interesse, unter fachmännischer Leitung zu betreiben. Für diese Saison sind schon einige interessante Klubkämpfe gesichert. Sonntags werden gesellschaftliche und sportliche' Ausflüge arrangiert. Hermann Ungars „Roter General^ wurde am 14. März von der Jun.-Jüdischen Bühne zur Aufführung gebracht. Als Theaterstück ist es nicht weiter bemerkenswert, ja es kann gesagt werden, daß es an mancher Stelle panieren wirkt. Nur daß das Problem aus der Wirklichkeit geholt ist, macht die Sache erträglicher: Rußland, das an der Lösung der Judenfrage versagt. Die Aufführung unter der Regie Willy Fischers war vielfach unausgeglichen; vielleicht eine Folge, der vielen „Neuerwerbungen" im Ensemble; uhzwei- , felhaft im Mittelpunkt stand Otto N e u m a n n, der wie kaum ein anderer es verstand, die von Ungar nur konstruierte tragische Gestalt Podkaamienskys mit lebendigem Leben zu erfüllen und mit seiner einfachen, durchdachten Die licutfge Ausgabe erstiieinf als Doppel-Nummer ans Anlas des Narx-öedenKlages. Die nächstes Nummer erscheint am ftÄ m»«..~ 30. Mdrz. Der Frühling ist da! Der Foto-Amateur erwacht ans dem Winterschlaf! ».. aber wirkliche Freude macht das Fotografieren nur, wenn mit der Ausarbeitung nicht zuviel Zeit verbracht werden muß. Überlassen Sie diese Arbeiten dem FOTO-EXPRESS M. FREILICH, Brünn (Typos- Passage), Jesuitcngasse Das Spezialhaus für sätntl. Amatourarbeiten. Entwickelt, kopiert, vergrößert in 6 Stunden. Wir tragen den Verhaltnissen Rechnung und haben KrisiMUH-eiso .eingeführt! Eröffnung: 20. März. Gutschein für unsere Leser: Wir gewähren den Lesern dieses Blattes gegen Vorlage dieses Gutscheines eine Ermäßigung von 10%. Foto-Expreß. HnSBHBBHBBHHHNH Sprechweise wohltuend auffiel. Ihm ebenbürtig die Figur Brutzkins (Leo Allerhand/ in ihrer vitalen Säuerlichkeit. In dieser Reihe ist noch Heinz Fleischers Novoailev und mit einigem Abstand Georg Flachs Andrejev zu nennen. Mit großem Geschick bewältig-. 4 te Irma Lauf er ihren wahrhaft nicht leichten Part. Bemerkenswert in einer Episoden-? rolle eine „Neuerwerbung", — Alfred R i p; per. Einen tiefen Eindruck, insbesondere bei der älteren Generation, hinterließ Herrmann Eisners stilistisch zwar isolierter, schauspielerisch aber vollendeter. Zwiebel. Beifall und Lorbeerkranz auf offener Bühne legte Zeugnis von den Sympathien, deren sich Eis.ner im BTünner' Publikum noch immer erfreut. " § Bei der Besetzung Dimitri Pavlovitschß durch Wittmann hatte Fischer keine glückliche Hand; es war offenkundig, wie wenig wohl sich der Darsteller mit dieser Rolle fühlte, die z. B. Fritz Lerner weit besser gelegen hätte;. Dagegen litt Neubauers Tartarinoy an Über-Kairrikatur. Szemisch war manches zu sehr improvisiert^ vieles aber ausgezeichnet hingestellt, so Brutzkins Rede am Balkon, die Gefängnis- Szene, die Gerichtssitzung. Der Abend, mehr gesellschaftliches als künstlerisches Ereignis, brachte erneut den Beweis für die großen Möglichkeiten, die in der J. J. B. liegen, wenn durch ernste Arbeit ihre Kräfte entwickelt werden. k. b. Brünner Ortsschekelkommission. Sonntag, den 12. ds, fand die zweite Sitzung der Brünner Ortsschekelkommission statt, die sich, mit Fragen der Sohekelkampagne beschäftigte. Die erste Abrechnung wurde bei dieser Sitzung vorgenommen. Die nächste Sitzung findet am Sonntag, den '2. April statt. Kultur- und Jugendkommission. Als Gast der Kujko spricht Donnerstag, den 16. ds. um Uhr im Bnai Brithsaal, Legionärstr. 31. Dr. Hugo Hermann über „Palästina 1932'* (aus dem Manuskripte eines neuen Palästina* buche3). Donnerstag, den 23, ds. spricht Dr.. Oskar Neumann (Bratislava).. Techeleth Lawan-Kinder-Purimfest. Sonntag, den 19. ds. um 15 Uhr veranstaltet der Brünner Techeleth-Lawan in den Schübertbundsälen ein Kinder-Purimf est. Das : Programm umfaßt: Orchester, Prolog, ein Purimstück etz. etz. Das Programm wird durchwegs von Kindern bestritten. Eintritt: Kö 6*— und Kc 2-40 bei den Mitgliedern des Bundes erhältlich. Die jüdische Jugend Brünns und alle Eltern, die Interesse an der Arbeit der Jugend haben, sind zu diesem Feste hea^ljohst eingeladen. Jüdischer Schwimmklub' Bar-Kochba. -■>■ Generalversammlung. Samstag, den 18. ds. um 18 Uhr 30 findet, im Französischen Restaurant des Landhauses die diesjährige ordentliche Generalversammlung mit der üblichen Tagesordnung statt. Anschließend hält Dr. Ernest Spitz einen sportärztlichen Vortrag. Bar - Kochba - Tar.ztee. Der Jüdische Schwimmklub Bar-Kochba veranstaltet am Sonntag, den 19. ds. um 17 Uhr im Strompf- Pavillon (Krautmarkt) einen Tanztee. J. a. Lese- und Redehalle, Mittwoch, den 22, ds. veranstaltet die J. a. Lese- und Rede halle im Souterrainlokal des Caf6 Esplanade einen Tanzabend. Die Einzige Lösung. Die Proben zur „Einzigen Lösung" wurden bereits unter der Leitung Isi Reiß aufgenommen, Dieses Stück, welches gerade heute einen besonderen aktu* eilen Wert besitzt, gelangt Ende dieses Monates duroh Mitglieder der zionistischen Ver* einiglingen und Jugendbühne zur ösl. Erst- ' aufführung. In Solorollen Mitglieder der Jung- Jüdischen Bühne.