Mannheim
Compact Memory

Der Jüdische Arbeiter · 1933-03-03 · Heft 9 (3.3.1933) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jüdische Arbeiter
Volume
10 (1933)
Issue
Heft 9 (3.3.1933)
Date
1933-03-03
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2641551-2641667-2641676--661-2642671
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite .2träft jÜDISCHfe ARBEITER 3.,März 193$ Zerstörung nützlicher Arbeitsprodukte zu seinem zentralen Wirtschaftsziel* erhoben hat, blüht das Geschäft der Munitions- und Waffenfabriken, In diesen weltpolitischen Zusammenhang muß man die H i r t e n b er g e r A f f ä r e stellen, wenn man ihre Bedeutung verstehen will. Auch der naivste "Völkerbundgläubige muß nun erkennen, daß; die Kriegsgefahr kein „kommunistisches'* Schreckgespenst ist, daß die Kriegsyorbereitungen vielmehr zumtagtägliötien ' Geschäft der europäischen Staatsmänner gehört. Die nunmehr evidente Aufrüstung Ungarns durch Italien ist ein Signal an alle revolutionär-pazifistischen Kräfte, wachsam und bereit zu«- äeih Willenlos, fast unbewußt sind wir in den Weltkrieg hineingeschlittert; soll sich dieses tragische Geschehen wiederholen? Die wichtigste politische Aufgabe der sozialistischen Arbeiterparteien im gegenwärtigen Augenblick weltpolitischer Spannungen besteht im unerbittlichen Kampf gegen die geistige und materielle Kriegsvorbereitungen, in der Abwehr der Kriegskanaille, die auf dem Sprung ist, sich auf die Menschheit zu stürzen. Deshalb wird es nicht nur die österreichische Arbeiterschaft ihrer Partei danken, daß sie durch die Aufdekkung des Hirtenberger Waffenskandals verhindert hat, daß unsere Republik der tätigen Mithilfe an der Kriegspolitik des faschistischen Staatenblocks schuldig werde, die gesamte Internationale wird es anerkennen, daß die österreichische Sozialdemokratie in den letzten Wochen vorbildliche, mutige Friedensarbeit geleistet hat — unbekümmert um die heftigsten und verleumderischen Angriffe, sämtlicher bürgerlicher Parteien. Welche Bedeutung die ausländischen und inländischen Initiatoren dieser Waffenschiebungen ihren Transaktionen beimessen, zeigen deutlich die Mittel, derer sie sich bei der Verfolgung ihres Zieles, Österreich zum' Standort ihrer materiellen Kriegsvorbereitungen zu machen, bedient haben. Sie waren von ihren Plänen derart besessen, daß sie die stolzeste österreichische Arbeiterorganisation, die Eisenbahnengewerkschflft mit irgend einer ihrer gelben Gewerkschaften verwechselt haben, und sich ihre Mithilfe mit barem Geld erkaufen wollten. Einer der ersten Wirt- * Schaftsführer des Landes, der versuchten Bestechung im Interesse fremder Mächte erwiesen, wir können den Herrn für diese Desillusionierung der Massen dankbar sein! Im ersten wie im —: vorläufig letzten — Stadium der Hirtenberger Affäre haben die Schuldigen und. ihre Presse die Waffenschiebung mit den ökonomischen Interessen der unmittelbar beteiligten Arbeiter in Verbindung gebracht. Wie heuchlerisch diese Argumentation auch gewesen sein mag, das grundsätzliche Problem der aktiven Teilnahme der Arbeiterschaft an der Rüstungsindustrie gewinnt heute immer größere Bedeutung; sein internationaler Charakter kommt uns gerade jetzt so recht zum Bewußtsein, da gigantische Waffenlieferungen Englands nach dem fernen Osten gemeldet werden. Jedenfalls hat die Enthüllung des Hirtenberger Waffenskandals die Wirkung einer jeden im Klasseninteresse des Proletariats liegenden und vom Geiste eines tätigen Internationalismus getragenen politischen Tat gehabt: sie hat zur weiteren Verschärfung der Klassengegensätze in Österreich geführt! Das deutsche Beispiel beginnt zu ■wirken: wenn Hitler und Hugenberg den Weg zueinander fanden, wenn der Prälat Kaas im Begriffe ist, der dritte in diesem Bund zu werden, warum soll in Österreich eine -„nationale Konzentration" unmöglich sein? Die Kirche ist zu jedem Kompromiss bereit, sofern nur ihre Macht und ihr Besitztum ungeschmälert bleiben — die Versöhnung zwischen Papst und Mussolini beweist dies zur Genüge- Ihr denkt an die Anschlußfrage? Nun, im Unterschied zur Arbeiterklasse ist die Bourgeoisie viel zu realpolitisch, um wegen dieser augenblicklich nur platonischen Frage auf die Konzentration ihrer Kräfte zu verzichten. Die noch fehlende Voraussetzung einer christlichbraunen Koalition, die Neuwahl des Parlaments, in welchem an die Stelle der jetzigen Koalitionsgenossen, der Heimwehrleute, die Nazivertreter treten werden, wird wohl Round Table Ittr Transjordanien? Ein enöllscüer Vorschlag London, 24. Februar (J. T. A.)..Die angesehene englische Zeitschrift „Near East and India", die in enger Fühlung zum Colonial Office steht, macht im Leitartikel ihrer letzten Ausgabe den Vorschlag} eine Konferenz zwischen Vertretern des Emirs Abdullah Von Transjordanien, arabischen Politikern Palästinas und Repräsentanten der Jewish Agency unter dem Vorsitz eines Bevollmächtigten der Palästina-Regierung stattfinden zu lassen, um die Frage einer jüdischen Siedlungsarbeit in Transjordanien nach jeder Richtung hin zu erörtern. Die Zeitung bedauert, daß dieser Plan durch Schlagworte verdunkelt wird und meint, daß bei.einer solchen Aussprache jede 'Partei Gelegenheit haben wird, das Für und Wider durch Argumente zu erhärten. Der Emir Abdullah ist unter doppelten Druck gesetzt: Einerseits zwingt ihn die traurige Lage der Bevölkerung Transjordaniens, hervorgerufen durch schlechte Ernten und allgemeine Wirtschaftsdppression, seinen Boden zu verpachten, andererseits stemmen sich die palästinensischen Araber gegen den Plan einer Ausdehnung des jüdischen Siedlumgswerks auf Transjordanien. Diese nichts als negative Haltung clor palästinensischen Araber, schließt die Zeitung, wird aber nicht den Hunger ihrer Brüder in Transjordanien stillen; es sei denn, daß die palästinensischen Araber bereit und in der Lage sind, den freistehenden Boden selbst zu pachten oder auch nur Geld zu dessen Entwicklung vorzustrecken. Das Bodenverkaufsverbot in Transjordanien wurde einzig und allein aus politischen Gründen erlassen; es bleibt abzuwarten, wie lange es noch aufrechterhalten werden kann, d. h. wie lange, die Bevölkerung Transjordaniens sich eine solche wirtschaftsschädigende Politik gefallen lassen wird. Worum Ibn Saud opponiert.. Jerusalem, 24. Februar (J. T. A.). Die arabische Prosse teilt mit, daß der Palestine Jewish Colonisation Association (PICA.) ausgedehnte Bodengebiete zum Kauf angeboten worden sind. Der einflußreichste Stammesführer in Transjordanien, Mitkai Pascha, der den Plan einer jüdischen »Siedlung in Transjordanien unterstützt, deutete in einem Gespräch mit einem Journalisten an, daß König Ibn Saud die Kampagne der palästinensischen Araber gegen Emir Abdullah, und' zwar nur aus Gründen der Gegnerschaft zu dem Emir, unterstützt; auch die Opposition gegen den Bodenverkaufsplan in Transjordanien selbst werde von Ibn Saud genährt. Ibn Saud befürohtet, daß die Position des ihm gegnerischen Emirs durch Heranziehung jüdischen Kapitals und jüdischer Arbeit, wie auch jü- , di scher Freundschaften, gestärkt werden, könnte. f ' Scharte Maßnahmen gegen Illegale Palästlnaelnwanderung durch Syrien Jerusalem, 21. Februar (J. T. A.). Auf Ersuchen der Palästina-Regierung haben * die französischen Behörden in Syrien scharfe Maßnahmen, zur Verhinderung illegaler Paläst:na-Einwanderung auf dem Wege über Syrien ergriffen. Die Jerusalemer Regierung hart festgestellt, daß in Syrien eine .arabische Menschensclimugglerbande am Werke ist. die sich systematisch mit der Einschmuggelung von Juden nach Palästina befaßt. Diese Bande arbeitet mit den üblichen Lockmitteln'. Dem Wunsche der Palästinaregierung entsprechend/lassen die syrischen und libanesischen Behörden keine Schiffsreisenden landen, die nicht über Visa zu dauerndem Aufenthalt in Syrien oder Palästina verfügen. Bis jetzt wurden tan der syr.isch-pa,lästinensischeii Grenze 116 Personen angehalten die versucht hatten, ohne Visum die Grenze nach Palästina zu überschreiten. Paris, 21. Februar (J. T. A.). In Marseille sind neuerdings mit einem Schiffe aus Beirut 27 polnischo Chaluaim angekommen, die an der syrisch-palästinensischen Grenze festgenommen worden waren, als sie versucht hatten d;e Grenze nach .Paläst'na ohne Visum zu überschreiten, nachdem vor einigen Tagen bereits 45 Chahram aus Polen aus dem gleichen Grunde von Beirut nach Marseille zurückgeschickt worden waren. Diese Palästinawanderer s:nd aller Mittel entblößt, da ihnen die arabischen Grenzschmuggler die gesamte Barschaft abgenommen hatten. Mehrere der Wanderer wurden von den Schmugglern direkt den palästinensischen Gendarmen übergeben. Jüdische Hilfsorganisationen nehmen sich der gescheiterten'Palästinawanderer an, die wohl nach Polen werden zurückkehren müssen. 4.000.000 Plund Jüdischen Kapitals 1932 in Palästina investiert Jerusalem, 22. Februar (J. T. A.). In einem während der vierten Konferenz der Allgemeinen Jüdischen Arbeiterföderation Palästinas (Histadruth) erstatteten Bericht stellte H. Prumkin fest, daß im Verlauf des Jahres 1932 vier Millionen Pfund jüdischen Privatkapitals in Palästina investiert worden sind, davon 1,350.000 Pfund in Boden, 14.000 Pfund in Neubauten, 500.000 Pfund in neuen Industrien, 900.000 Pfund in Plantagen. Von der in Neubauten investierten Summe fallen 550.000 Pfund allein auf Tel Awiw. Kampf um rrauenwahirecnt in Palästina umstritten ... London, 23. Februar (J. T. A.). Im Unterhaus fragte Miss Rathbone den Kolonienminister, ob es wahr sei, daß die demnächst zu verkündende Munieipal Ordinance für Palästina den jüdischen Frauen das aktive und passive Wahlrecht zu den Gemeindeverwaltungen, das diese seit 10 Jahren innehaben, nehmen und es dem High Commissioner überlassen werde, zu bestimmen, ob und in welchem Maße jüdische Frauen das Wahlrecht auszuüben haben. Der Kolonienminister Sir Philip Cunliffe-Lister erklärte: Der vorläufigle Entwurf der neuen Local Government Ordinance sieht ein Wahlrecht nur für Männer vor, geht aber soweit, dem High Commissioner direkt Vollmacht zu erteilen, nach Gutdünken auch Frauen das aktive und passive Wahlrecht zu gewähren. Ich sehe, schloß der Kolonienminister, keinen Grund zu.der Annahme, daß irgendeine Absicht bestünde, jüdischen Frauen in Palästina das aktive und passive Wahlrecht, das sie schon einmal besitzen, zu nehmen. Ich zweifle.nicht daran, daß der High Commissioner von seiner Befugnis, Frauen das aktive und passive Wahlrecht zu gewähren, weise Gebrauch machen wird. ... In Bukarest eingeführt Bukarest, 22. Februar (J. T. A.). Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde Bukarest hat Neuwahlen für den 23. April 1933 ausgeschrieben. An diesen Wahlen werden sich diesmal außer den eingeschriebenen Mitgliedern der Gemeinde, alle seit mindestens einem Jahre in Bukarest wohnhaften Juden und Jüdinnen, die das 21. Lebensjahr erreicht haben, beteiligen können. Auf Grund einer von den jüdischen Frauen eingebrachten Massenpetition hat der Vorstand in seiner letzten Sitzung beschlossen, bei den maßgebenden Behörden eine Änderung des Gemeindestatuts in dem Sinne zu beantragen, daß auch Frauen aktiv und passiv wahlberechtigte Mitglieder der Gemeinde werden. über kurz oder lang erfüllt werden. Dann — wenn dieser Konzeption nicht ein sozialdemokratischer Vorstoß einen Strich durch die Rechnung machen wird, — geht die Reise ins Schwarzbraune. Was diese Angleichung an das politische System Deutschlands bedeuten würde, zeigen die täglichen Berichte aus dem dritten Reich: Für die Arbeiterbewegung' Zustände, angesichts welcher die Zeit des Sozialistengesetzes einem als idyllisch erscheint, für die jüdische Bevölkerung Bedrohung ihrer physischen und moralischen Existenz. Glücklicher Weise steht in Österreich der Reaktion eine einige und trotz aller Waffenwegnahmen wehrhafte Arbeiterklasse gee-enüber, und daß sie die Kraft und den Willen haben wird, den österreichischen Faschismus in die Schranken zu weisen^ dafür haben die Nationalsozialisten letztens wieder manche „handgreifliche" Beweise erhalten. Die wachsende antisemitische Welle trifft zeitlich zusammen mit einem wichtigen Fortschritt in der Organisation des österreichischen Judentums, der Schaffung eines Gesamtverbandes der jüdischen Gemeinden, der unsere materielle und geistige Abwehrkraft außerordentlich günstig beeinflussen wird. Allerdings muß auch festgestellt werden, daß die Steigerung des Judenhasses in bürgerlichen Kreisen die Hoffnung erstehen läßt, daß sie eine Loslösung der Mehrheit der jüdischen Bevölkerung von der Sozialdemokratie möglich machen wird. Wir sind überzeugt, daß die jüdische V o 1 k s p a r t e i die Erfahrung machen wird, daß die Juden unseres Landes sozial und wirtschaftlich zu intensiv mit der Politik der Arbeiterpartei verbunden sind, als daß sie jemals den Losun gen einer blauweiß drapierten bürgerlichen Partei Folge leisten könnten. M. P. X „Jachin« entwickelt sich. Die fint- Wicklung des „Jaohin" war im Jahre 1932 eine außerordentlich gtjtnstige: 2400 Dun&m wurden bearbeitet;' der Geldumlauf betrug 40.000 Pfund: für 1933 hat die Gesellschaft Verträge abgeschlossen, die die Bearbeitung von 2285 Dunain betreffen. Insgesamt beiträgt der Aktionsradius des „Jachin" jetzt also rund 5000 Dunam; 70.000 Pfund werden in diesem Jahr investiert werden. U. a. ist die Absiedlung von 200 Mittelstaadsfamälien aus Amerika durch diese Arbeiterkooperabive ^eplaut. ' z X Neues Arbeiterviertel. In Kfar Saba ist ein neues Arbeiterviertel für 40 Familien in'Bau. z X Die obligaten Provokationen. Der Stadtrat von Tel Awiw hat beschlossen, für das Erziehungsheim der arbeitenden Jugend eine Anleihe von 500 Pfund zu bewilligen (u. zw. zu von den Eltern der Schüler selbst aufgebrachten 2000 Pfundl), jedoch ifnter der Bedingung, daß die Institution dem allgemeinen Er&iehungswerk angeschlossen' wird und sich unter bürgerliche. Kontrolle stellt» Es braucht nicht gesagt zu werden, daß die Arbeiterschaft sich zu dieser provokanten Forderung scharf ablehnend verhält. z X Juden haben nur Steuern zu zahlen. Die Palästinaregierung ist von ihrem ursprünglichen Plan abgegangen, ein Krankenhaus in Tiberias zu errichten und wird ein Spital in Sfath bauen. Zwar besteht gerade in Tiberias das größte Bedürfnis nach eine(r solchen Institution, aber offenbar vertritt die Regierung die Ansicht, daß das Spital von jüdischer Seite ja schließlich doch gebaut werden wird. a X Moskaus Hand. Die palästinensischen Kommunisten haben aus Anlaß der Histadruth-Konferenz einen Aufruf veröffentlicht, in welchem, die Konferenz der Histadruth eine Tagung von Bürokraten genannt wird, die strategische Pläne zur „Eroberung der Arbeit" und „Eroberimg des Bodens" ausarbeiten, d. h. einen organisierten blutigen Angriff auf die arabischen Arbeiter und F'ellachen vorbereiten. Im Dienste der „schwarzen Hundert" ehre man Bialik, dessen ganze dichterische Tätigkeit darin bestehe, Schmutz zu werden und zu hetzen „mit den Valutenspekulanten und den Klerikal-Reaktionären gegen das sozialistische Vaterland". In dem Aufruf, der eigentümlicher Weise nicht der Konfiskation verfallen ist, wird in offener Weise zum Pogrom gehetzt: „Wir stehen vor großen Kämpfen und Aufständen, die umfangreicher und bedeutender sein werden als der Aufstand von 192 9;" Am Schluß des Aufrufes wird zu einem „bewaffneten Aufstand zum Kampf für politische Freiheit und Machtergreifung der Bauern .und Arbeiter" aufgefordert. . z (X Der „Haschomer Hazair" hielt eine Tagung ab, auf der festgestellt wurde, daß er im Lande 1500 Mitglieder zählt, die auf 25 Kibbuzim verteilt sind. Im Emek sind bereits 4 Eibbuzim - angesiedelt. Die Zahl der außerhalb Palästinas organisierten Mitglieder wird mit 45.000 angegeben. z X Keine Neuorganisation des transjordanischen Grenzcorps. In einer Mitteilung an die Jüdische Telegraphen- Agentur erklärte die Palästina-Regierimg, daß die von der arabischen Presse gebrachte Mitteilung, die "Regierung beabsichtige das trans jordanische Grenzcorps in einer Weise zu reorganisieren, daß sich die Hälfte desselben a;us Juden zusammensetzt, der Grundlage entbehrt. Es sei auch nicht richtig, daß die Regierung die Absicht habe, den Staatszuschuß an die transjordanische Regierung nicht mehr. auszuzahlen. In einer weiteren Mitteilung an die Jüdische Telegraphen-Agentur erklärte die Palästina-Regierung, sie beabsichtige nicht irgendeine Erklärung in der transjordanischen Bodenverkaufsfrage { abzugeben; dabei verwies sie darauf, daßJ in Transjordanien ein eigener Bevollmächtigter der Mandatarmächt sitzt. Die arabische Presse veröffentlicht heute angeblich authentische Einzelheiten über den zwischen dem Emir Abdullah und einer amerikanisch-jüdischen Gesellschaft geschlossenen Bodenkaufvertrag; danach hätte sich die jüdische Gesellschaft verpflichtet, sobald die1 Bodentransaktion perfekt sein wird, eine Mill. Pfund in Transjordanien zuinvestieren.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.