Der Jüdische Arbeiter
- Journal
- Der Jüdische Arbeiter
- Volume
- 10 (1933)
- Issue
- Heft 3 (20.1.1933)
- Date
- 1933-01-20
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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mvUnmt 103S der mymm immm ÄeitöJ. (Schwarzer Syenit tir Denkmäler, feinkörnig Würfel ii. Schotter lir Pffoäfeftihg kaufen Sie um billigste* in jeder Menge aus. den Steinbrüchen des Größgrundbesities Dolni Krngecf, pp. Hartmanice Bilder der 7 ^§?vv v; T H j >v> ^'«* >* - v*' v ,'iv^ - ikL^ ~»v* » '\ 'n. . < :* .^Y-if^t ') «^v , falsche Analogien (lchud und zionistische Organisation.) Der zentrale Punkt der Meinungsverschiedenheiten über die Gestaltung der zionistisch-sozialistischen Vereinigung in der CSR. ist die Frage des Verhältnisses der Vereinigten Partei zur zionistischen Ländesorganisation. Alle anderen Streitpunkte, die in der Ichud- Diskussion eine Rolle spielen, treten an Bedeutung weit zurück und würden bei der Lösung der Frage Partei-Zionistische Landesorganisation die Vereinigung nicht mehr aufhalten können. Die Aufgabe besteht jetzt darin, diese wichtige Frage zu klären. Vor allen Dingen muß ein Mißverständnis beseitig werden, das durch unberechtigte Vergleiche mit der Situation in Deutschland immer wieder hervorgerufen wird. Von manchen Seiten wird uns entgegengehalten: Weshalb seid ihr denn in; der GSR. so unnachgiebig? In Deutschland hat sich die Poale Zion mit dem Eintritt der Vereinigten Partei in die zionistische Landesorganisation ja einverstanden erklärt und die Partei bildet dort einen Bestandteil der Zibpis.tischen Vereinigung. 33s stimmt, daß es auch der deutschen' Pöale Zion sehr schwer gefallen ist, dem „Hapöel Hazair" den Beitritt der Vereinigten Partei zu Z.V.f.D. "zuzugestehen. Die Frage der Stellung der deutschen P. Z. zur Z.V.f.D. war G^enstand. der" Verhandlungen mehrerer TärteiEönferenzen und rief in der Partei selbst lebhafte Diskussionen her-" vor. Praktisch war jedoch die Frage der1 Zugehörigkeit zu Z.V.f.D. seit Anfang 19:30 im positiven Sinne entschieden. Der Beschluß der Parteikonferenz vom Januar 1930, den Genossen den Beitritt zur,,..Z.;V.:f.D. freizustellen, bedeutete nicht - nur die Aufhebung des Prinzips •dör"•■;Unvereinbarkeit der gleichzeitigen Mitgliedschaft an beiden Organisationein/,Er bedeutete zugleich die Schaffung eines Übergangszustandes, der logischerweise früher oder später zum Eintritt der gesamten Partei in die Z. Vi führen mußte. Die Gründe, die einen großen Teil der Parteimitgliedschaft in Deutschland veranlagten, sich gegen den Eintritt in die Z.. V. f. D. auszusprechen, waren hauptsächlich psychologischer Natur. Man w.olHt>, die Selbständigkeit der Partei nicht beeinträchtigen. Man wollte noch weniger einen Zustand schaffen, bei dein , unsere; Genossen in einer Organisation mit bürgerlichen Zionisten sind. Mano befürchtete ferner, daß der organisatorische Aufbau der Z. V. f. D. (gemeinsame Ortsgruppen) zu dauernden Konflikten mit den bürgerlichen Zionisten. in'den einzelnen Ortsgruppen führe» werde, . Man, darf auch heute, nachdem die Vereinigte Partei Bestandteil der Z. V. f. j); geworden ist, diese Gesichtspunkte nicht, unterschätzen. Man muß aber sagen;, daß diese Gesichtspunkte allein ein Weiteres Verbleiben außerhalb der ZlnV; f. D. und vor allem ein Scheiternlafißen der Ichudeverhandluiigen an dieser, Frage nicht rechtfertigen konnten.; Es hat keinen Zweck, hier die Qrtinde aufzuzählen, die für unsere Beteiligung an der Zionistischen Weltorganisation sprechen. Diese Gründe dürften allen Genossen gegenwärtig sein und. der alte Streit um die Beteiligung am Zionistenkongreß g»eh.M zweifellos noch für einen längeren "Zeitabschnitt der Vergangenheit an. Es ist selbstverständlich, daß unsere Kooperation mit dem zionist. Bürgertum itt. d.en Angelegenheiten des Balästina- -Aüfbaiies . Nebenerscheinungen kitf, die r^.Ät\V jp*» \ v- .'„Hl t?4 r^.vM, \ :'rr*9Vi*^vv$&cri£&l-Z***»'-^^~ -• •' i 4 >'* * r. ,' •••'«""-tT* , t fr* y »./ % ^vö;. M | - *„.>jS^"-?4fV - V v" Ein jadUeto' Dampfschiff. Das Schiff „S. S. Carmelu gehört einer Akt-engesollachaft. Der Kapitän nnd der erste Offlaier sind Juden, der Maschinist und Heizer sind agybtischo Araber. Das Schiff faßt-80i) Tonnen und führt im Winter Orangen nach Port Said, sonst Waren nach Ägypten, Syrien, Cypern und der Türkei. Memingion SCHREIBMASCHINEN amerikanische Qualität - Diesiges Erzeainis. Pr€lSf Vorteile? Fragen Sie an bei QENINGfON Schreit»- u. Rechenmaschinen Ges. m. b. H., Brünn Saizamtsftfisse 5-9. SüüüL Anruf 35.186. Uratf I». Celetnä 35. - Anruf 62.871. Verkaufsstellen in größeren Städten. Legationsrat Professor Moritz Sobernheim starb in Berlin im Alter von 61 Jahren. Professor Sobernheim wirkte seit 1918 als Legationstrat im deutschen Auswärtigen Amt und als Berichterstatter' für jüdische politische Fragen. Professor Sobernheim nahm au der Baalbeck-Expedition teil. FackäUug dir Schulkinder in Tel Aviv.. .Die Zeremonie .des Rhtzüifetörii der Chanuka-Lämpeh Und der traditionelle Packelzug der Schulkinder von Tel Aviv fand dieses Jahr unter außerordentlich Btarker Beteiligung statt. 5Q0O Kinder marschierten vor der großen Synagoge auf, während jlO.000 Erwachsene aus Tel Aviv und den umliegenden Kolonien das Entzünden der „Chanukiah"- beobachteten. BouKottpropaganfla in Berlin, 13. Januar (J. T. A.). Der Reichsminister des Innern Dr. Bracht hat den Landesregierungen eine Mitteilung zugehen lassen über Maßnahmen gegen die immer mehr auftretenden Fälle von Boykott gegen bestimmte Geschäfte oder bestimmte Gattungen von Geschäften." Da es sich hierbei um Boykott aus politischen oder weltanschaulichen Gründen handelte, der teilweise Deutschland verboten Formen angenommen hat, die über eine geschäftliche Schädigung der Betreffenden hinaus eine Störung der Ruhe und Ordnung mit sich brächten, hatder Reichsminister die Länder darauf hinge wiesen, daß gegen solche Störungen der öffentlichen Ordnung die Polizei auf Grund ihrer allgemeinen Befugnisse zum Einschreiten berechtigt und verpflichtet ist. uns manchmal nicht gerade. sehr angenehm sein können. Dies gilt vor allem für die organisatorischen Konsequenzen dieser Kooperation. Gewiß empört sich der Klassencharakter unserer Bewegung, widerspricht es der Mentalität unserer Genossen,wenn sie sich vor die Notwendigkeit gestellt sehen, die gemeinsame Weltorganisation auch in die Länder, vielleicht sogar in die Ortsgruppen sozusagen zu verlängern. Es unterliegt aber keinem Zweifel, daß die positiven Ergebnisse unserer Teilnahme an der Zionistischen Weltorganisation in gar keinem Verhältnisse zu dem „Unbehagen" stehen, das diese Teilname bei uns hervorrufen kann. Wenn es notwendig erscheint, die Zionistische Weltorganisation' in die Länder zu „erlängern", wenn die Schaffung gemeinsamer Landesverbände die zionistische Aktion verstärkt und befruchtetj haben wir die Pflicht, nicht nur gegenüber der zionistischen Bewegung, sondern auch gegenüber uns selbst, uns daran zu beteiligen. Dies gilt aber nur solange, als ein zionistischer Landesverband nicht mehr als eine „Verlängerung der Ziori. Weltorganisation" ist, als er sich nur mit'den eigentlichen zionistischen Aufgaben befaßt. Ein zionistischer £andesverl^d* def: sich gleichzeitig 1 ä n d e sp61 itisch'e Äuf gab en stel 1t, ist für uns uhdiskutabel. Unsere Ki*op<§r~'ation mit dem z'ioni stischen Bürgertum hat sächlich und zeitlich begrenzte Zwekke: di*e gemeinsame Aufbauarbeit in Palästina in einer best immt en ges chichtli chen Periode. Wir müssen und werden jeden Versuch zurückweisen, die Kooperation in der Pa.lästinaarbei t dahin auszunützen, daß man uns zwingt, 1 an de'spo 1 i tis ch mit dem jüdischen Bürgertum zusammenzugehen. 5 Darin besteht gerade der Unterschied zwischen' der Situation in Deutschland und in der ÖSR. In Deutschland gibt es keine jüdische Landespolitik und . für die Tätigkeit in den jüdischen Kultusgomeinden wurde unserer Partei von der Z.V.f.D. vollständige Selbständigkeit zugestanden. Somit wurde das wichtigste Hindernis für den Eintritt der Partei in den zionistischen Landesverband beseitigt. Da ss e 1 b e kann undmuß auch in der ÖSR geschehen. Dann wird auch hier diese Frage gelöst werden können. .Unsere' Stellung zum Zionistischen Landesverband hängt hier wie überall mit seiner Stellung zur Lande s p o 1 i t i k z u s a m m e n. Der Weg zur Errichtung einer zionistischen Landesorganisation in der CSR, an der auch wir teilnehmen könnton, ist die* Eliminierung der Landespolitik aus dem Aufgabenbereich dieses Landesverbandes. H. B. Revisionisten liehen Jemeniten... Sa—Prag, Anfang Janner 1933. In der letzten Zeit haben wir von den tschechoslowakische Revisionisten wiederum etwa» zu hören bekommen. Es wurde der Zionistischen Organisation hierzulande vorgeworfen, daß sie eine Aktion zur Unterstützung der jemenitischen Alijah' nicht bewilligt habe. Sogar die „tschecttiischen Assimilanten haben sich der armem Jemeniten angenommen" und man konnte die edle Verbrüderung der zwei . Chauvinistenelemente bewundern. Der „Rozvoj" in brüderlicher Umarmung mit unseren wackeren Revisionisten!! 3 Es wäre aber falsch, zu glauben* daß die Revisionisten sich der jemenitischen Alijah " nur eben darum angenommen haben,; um unserem Zentralverband Unannehmlichkeiten zu machen. Es lagen da tiefere soziale Motive " vor, auf die man hinweisen muß. Der Klassenkampf in" Palästina nimmt in der letzten Zeit schärfere Formen an. Es gibt» immerhin Wirtschaftszweige; wo der jüdische Arbeiter nicht zu ersetzen ist. § Ein solcher Zweig waren z.. B. bis in die letzte Zeit die Hausgehilfinnen. Es waren mei- stens Mitglieder der Histadruth, sie arbeiten in den Familien nur tagsüber, sie sind immer als Mitglied der Familie betrachtet („jS'weret", , d. h. Frau angesprochen), essen mit der ganzen Familie an einem Tisch und lassen sich , auf keinen Fall irgendwelches Schikanieren: nicht gefallen. Dabei ist" ihr Lohn Verhältnis-' mäßig hoch.. ..... '; : \;.„ Es kommen aber ins Land Hausfrauen, deren Gemüt die Vorstellung des Verhältnisses , zwischen Frau und Dienstmädchen, so wie sie es aus der Galuth kennen, beherrscht, und diese haben Abhilfe gesucht. Dies war nichtr so einfach. Eine Araberin - ist nicht reinlich genug, man kann sich mit ihr nicht yerßtändi-; fen, — man hat kurzer Hand die jemenitischen fädchen entdeckt. Erstens: Beschäftigt man diese, ist man ein nationaler Wohltäter und dann übertrifft die Demütigkeit und Dankbarkeit dieser 15-—17 jährigen hübschen Mäd-;: chen alle Erwartungen:? > So konnte man die Position der Mädchen * von der Histadruth durchbrechen. Und selbstverständlich haben dann alle anderen Wirtschaftszweige rasch Schule gemacht. Wozu den teuren selbstbewußten Histadrutharbeiter, wenn der jemenitisohe viel billigexy ohne viel Forderungen und Achtstundentag, dasselbe macht? Dabei wird man," wie schon bemerkt, bei dieser Äusbeutüng a 1 s .. „nationaler Wohltäter" betrachtet. Es wird überflüssig, den Araber zu beschäftigen, man .genierte sich in manchen, Krei sen. Der. jemenitische Jude}, macht . 09; *ux>h; Also verlangen jetzt die rechts-bürgerlichen Elemente in- und außerhalb Erez Israel eine ganz große j e in e ii;i ti s-c h e Alijah, selbstverständlich nur, um den armen unterdrückten Brüdern au helfen... Nun wollen wir nicht die Folgerung ziehetn, man solle der jemenitischen' Alijah entgegenwirken. Das hieße dann, das Kind mit dem Bade ausschütten. Die Herren schlagen Alarm um das Wohl der Unterdrückten, rechnen dabei aber, wieviel es ihnen tragen wird. Im Namen der nationalen Wiederge- , burt will man die eigenen Taschen 1 f ü 11 e n. Und. da, müssen: wir einmal, Halt, sagen. , . ■-, , Die Jemeniten sind Orientalen ohne.Bildung, daher eine organisatorisch schwer erfaßbare ' Masae. Immerhin wird man sie und den guten; TELE FUN KEN 250 Ki 1,395'- Dw Empfänger, deo'sicl» jeder leiste» kann. Unver* Endliche VprfUhrung bei RADIO « DIENST -$VIHALEK Brfinn<Se)irowlfz Masarykstr. 35 a ' ' ' ■■ ' - :. Tel.35838