Der Jüdische Arbeiter
- Journal
- Der Jüdische Arbeiter
- Volume
- 10 (1933)
- Issue
- Heft 2 (13.1.1933)
- Date
- 1933-01-13
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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13. Jännet 1933 DEft JÜDISCHE ARBEITER Seite 5 A Im polnischen Sejm interpellierte der sozialistische Abgwtdnete Dubois übet die unerträglichen Verfolgungen der oppositionellen Presse und die sich immer steigernden Mißbräuche der Zensur* — Der Warschauer „Robotnik" ist unter dem Pilsudsfcl- Regime insgesamt: 254 mal beschlagnahmt worden, davon in diesem Jahre allein 76 mal. Ferner in diesem Jahre die nationaldemokratische .,Gazeta Warszawska" 32 mal, der Krakauer „Naprzod" 48 mal und die drei Wochenblätter der Bauernpartei zusammen 54 mal. Den Rekord hält das Posener sozialistische Blatt ,.Walka Ludu". Hier wurden von den 20 erschienenen Nummern 17 beschlagnahmt. A Die Landesexekütive der britischen Arbeiterpartei faßte folgende Entschließung: „Trotz der laut verkündeten Amnestie, durch die sich der italienische Faschismus vor kurzem der Welt als großmütiger Sieger zeigen wollte, bedauern wir aufs tiefste, daß die Ausnahmsgesetze und das Sondergericht weiterbestehen, die Deportierungen andauern und, die tapfersten der Demokraten, Sozialisten, Gewerkschafter und andere Gegner des Faschismus weiter im Gefängnis ibleiben. Gefängnis bleiben. Wiir protestieren gegen diese bezeichnen * den Ausnahmen, die der Amnestie den Charakter weitherzigen Großmutes, der ihr zugesprochen Wörden ist, nehmen." _ A Der Worstand der 11 a fie n i s c h e n Sozialistischen Partei (Sektion der S. A. I.) hat nun endgültig beschlossen, den Parteitag *zu Ostern des nächsten Jahres, am 16. und 17. April in Marseille abzuhalten. Die 'Hauptpunkte der Tagesordnung sind: 1. Bericht des Vorstandes über die allgemeine, Politik der Partei (Berichterstatter Pietro " Nenmi); 2. Parteiprogramm (Berichterstatter Giuseppe Saragat) und 3. Der Kampf der Sozialisten gegen den Faschismus (Berichterstatter Claudio Treves). A Im November bat die Wiener Sozialdemokratie eine gmße Werbeaktion durchgeführt, deren Ziel die Gewinnung von 10.000, neuen Parteimitgliedern sein sollte. Wie nun die „Arbeiter-Zeitung" mitteilt, ist es gelungen, 13.087 neue Parteimitglieder zu werben, also das Ziel weit zu überschreiten. Von den neuen Mitgliedern' sind 6.182 Männer und 6905 Frauen. Das großartige Ergebnis der Werbeaktion in einer Stadt, in der vier Fünftel aller männlichen und ■zwei Fünftel aller weiblichen sozialdemokratischen Wähler Parteimitglieder sind, zeugt von der Schlagkraft der Organisation! und der Werberkraft des Roten Wien. ' '7*1 &fc«t in MäUina X Die Palästina-Regierung teilte den Bürgermeistern der palästinensischen Städte mit, daß sie entschlosen sei, das neue Munizipalitätengeseitz in Kraft zu setzen, auch wenn die Munbipalitäteten selbst in ihrer" Weigerung, der Regierung ihre Bemerkunigen über das Gesetz zu unterbreiten., verharren sollten. Der Tevmfox zur Unterbreitung: dieser Bemerkungen lief Ende Dezember 1932 ab. X Mehr als 21.000 jüdische Arbeiter Palästinas haben an den Wahlen von Delegierten zur Konferenz der Föderation jüdischer Arbeiter Palästinas (Hästadruth Haowdim) teilgenommen, d. s. 73% der über 29-.000 Wahlberechtigten. Die von' Ben Gurion geführte vereinigte jüdische Aiibeiterpartei erhielt mehr als 80% der Stimmen, der Rest der Stimmen enfiel auf Haschomer Hazair und Poale Zion. Bei den'loteten Wahlen im Jahre 1926 hatten sich 17.189 Arbeiter an den Histidruth-Wahlen beteiligt. X Aus Anlaß des Besuches des Präsidenten der Jewish .Agency Nahum* Sokolow in Haifa und des 60. Geburtstages Ohaim Nachman Bialiks hat der Stadtrat von Haifa beschlossen., eine Straße als „Nahuir^Straße", eine andere als ,,¥achman-Straße(t %u benennen, X Die,ti-ansjordariisc^e Grenzpolizei macht neue'rdings jüdischen Touristen, die Transjoidanich besuchen wollen, Schwierigkeiten; die Polizei erklärt, es bestehe die Gefahr, daß die Touristen von der aralbiiachen Bevölkerung Transjoadaniens angegriffen werden könnten. . ., X Der Direktor des Statistischen Departements der Jewish Agency, D. Gurvich, hat festgestellt, daß. die Juden Palästinas im Jahre 1930, als sie noch 18% der Gesamtbevölkerung bildeten, nicht weniger als 40% zu dem Einkommen der Palästina-Regierung beigetragen halben. Heute, wo sich die Zahl der jüdischen Bevölkerung absolut und prozentuell erhöht hat, hat sieh auch der Anteil der Juden, stellt Gurvich fest, leisten 24% der Steuern, beziehen 44% aller Postwertzeichen und leisten 75% aller Registrierabgaben für Grundbesitz. X Der „Dawar" (hat seit Kurzem eine neue Beilage unter dem Titel „Die Kollektiv- Wirtschaft", ßie ist den Fragen der Kooperativ-Bewegumg in Stadt und Land gewidmet. " 6 Ä _ X4 Die allgemeine Lohre'rversamtnjung '.in' Tel Awiw sprach iin einer Resolution der Jüdischen Arbeiterorganisation ihre Sympathien dm Kampf um die jüdische aus. z X Die Exekutive der Histadlrutöi bestimmte, daß der Gründungstag der Histadruth als „Tag der Arbeitslosen7'/zu begehen sei. An diesejnj Tage finden Sammlungen für den Arbeitsiösen-Fondls sowie Veranstaltungen atatt, deren Reinerträgnis ebenfalls diesem Fonds gewidmet wird. % X Jakob Fachmann ist Mitglied1 der Jüdischen Arbaiteirorga-nisiatiort Palästinas ' ge-' worden, Der berühmte hebräische Dichter richtete einen Brief an die Hdstadruthi, durch den er seine Mitgliedschaft anmeldete. Er Führt aus, daß ex es (bisher immer abgelehnt Gericht Ober die Revisionisten (Schluß von Seite 1) rieht stellt bei der Exekutive der -Zionistischen Organisation den Antrag, den Sonder- Verband aufzulösen. Gemäß dem Urteil hat der Sonderverband als solcher seine Tätigkeit einzustellen, die* Mitglieder des Sonderverbandes in jedem Lande werden automatisch Mitglieder der betreffenden Landesverbände. In sämtlichen zionistischen Körperschaften, wie z. B. Palästina - Ämtern,. Fonds - Kommissionen usw. dürfen Revisionisten als Vertreter des Sonderverbandes nicht mehr sitzen, sie dürfen an diesen Körperschaften nur als Vertreter einer Gesinnungsgruppe innerhalb des Zionismus teilnehmen. Im zionistischen Aktions-Komitee behalten die Revisionisten selbstverständlich ihre Mandate, da sie dort nicht als Vertreter des Sonderverbandes gelten, sondern eine gesinriungsmäßige Fraktion bilden. Das Ehrengericht setzte eich aus Rechtsanwalt und Notar S. Gronemann als Vorsitzenden und Rechtsanwalt Dr. Oskar Cohn und Dr. Med. Oskar Wolfsberg als Beisitzern zusammen; als Ersatzrichter wohnte R.-A. Dr. Kozower der Verhandlung bei. Die Anklage wurde vertreten durch" R.-A. Dr. Aron Barth als Anwalt des Zionistischen Kongresses und Berl Locker als Mitglied der Zionistischen Exekutive, sowie Dr. L. Lauterbach als Sekretär der Exekutive. Der angeklagte Sonderverband hat keinen Vertreter zur Verhandlung entsandt, ebenso war Dr. Soskin, gegep den eine Sonderklage wegen seiner politischen Tätigkeit lief, nicht erschienen. , Vor Beginn der Verhandlung ereignete sich ein Zwischenfall, indem mehrere Mitglieder des Brith Trumpelsor den Sitzungssaal der Z. V. f. D. in der Meinekestraße 10, wo die Verhandlung stattfand, stürmten. Dr. Gronemann ließ die Personalien der Eingedrungenen zwecks Einleitung entsprechender Schritte feststellen, sie durften aber der Verhandlung beiwohnen. VerhaiMllungsbericM. Der Vorsitzende verhandelte zuerst über die Ablehniingsantröge der Revisionisten gegen Dr Oohn, den sie als Poale Zionisten, und Dr. Oskar Wolfsberg, den sie als Misraehisten für parteiisch erklärten. Nach einer eingehenden Auseinandersetzung lehnte das Gericht die Ablehnungsanträge mit der Begründung ab, daß ein Ablehnungsgrund gemäß dem Ehrengerichtsstatut nur dann gerechtfertigt wäre, wenn die Richter selbst sich als befangen erklären würden. Bei Eintritt in die Verhandlung bedauert es der Vorsitzende, daß die Angeklagten keine Vertreter zur Verhandlung entsandt hatten. Er verlas ein Schreiben des Sonderverbandes, das darauf hinausgeht, das Verfahren zwecks Kostenersparnis usw. auf die Kongreßzeit, oder die nächste A. C.¬ Sitzung zu vertagen. Dr. Soskin begründete sein Fernbleiben mit Unabkömmlichkeit. Das Gericht verkündete, daß es dem Vertagungsantrag von Dr. Soskin stattgebe. Dagegen wurde der Vertagungsantrag des Sonderverbandes abgelehnt. Der Kongreßanwalt Dr. Aron Barth arbeitete in längeren Ausführungen den, Begriff bandes, undxdiese Führer haben wiederholt erklärt, daß sie die Beschlüsse der Union durchführen werden. Die Disziplin, sagte Dr. Barth, ist die Grundlage der Stoßkraft der Bewe^ gungi es bedurfte nicht einmal der letzten Beschlüsse des A. C, weil diese Disziplinpflicht und die Prärogative der Z. O. bei politischen Aktionen schon früher galten und em Verstoß gegen sie gleichkam der Verletzung der zionistischen Gewissenspflicht. Berl Locker analysierte die Beziehungen der Union zum Sonderverband und sagte, der Unterschied zwischen beiden sei ein abstrakter, in der Wirklichkeit bilden sie formal eine Einheit. Die Mitglieder des Sonderverbandes sind für die Beschlüsse und Taten der Union verantwortlich, keiner derselben hat sich bisher von diesen Beschlüssen distanziert, ja, die Führer des Sonderverbandes gehen daran, diese Beschlüsse auszuführen. Meer Großmann erklärt offen, alle Beschlüsse der Unions-Konferenz würden durchgeführt werden, die Revisionisten werden sich dem Ehrengericht nicht fügen. Es ist nicht daran zu zweifeln, daß Soskin, wenn er hier gewesen wäre, zugegeben hätte, daß er politische Verhandlungen mit Regierungen führt. Die Exekutive erwartet, daß das Ehrengericht den Bestand, die politische Tätigkeit und das Ansehen der Z. O., die durch den Sonderverband angetastet werden, wahrL Locker sagte, es gehe hier um die Einheitlichkeit der Bewegung, um Treue und Glauben. Man dürfe es nicht dulden, daß die Jugend zu einem Zynismus in ihrer Beziehung zur Z. O., erzogen werde, die man der Jugend als mut- und willenlos hinstellt. Es widerspricht der Moral, wenn die Revisionisten Rechte beanspruchen, ohne Pflichten auf sich zii nehmen. Die außenpolitische Schlagkraft der Bewegung darf nicht, gebrochen werden, der Welt darf nicht vordemonstriert werden, daß die Beschlüsse der Organisation für ihre eigenen Mitglieder nicht gelten. Keineswegs Rachegefühle, sondern dJese m'o.rarischen Beweggründe seien für den Urteilsantrag maßgebend. Es bestünde große Hoffnung, daß ein großer Teil der Revisionisten das Urteil beachten werde. "Bei Verkündung des (eingangs mitgeteilten) Urteils führte Gronemann aus: Die Mitglieder deß Ehrengerichts sind sich der großen Verantwortung bewußt gewesen, indem sie ein Urteil gegen opferbereite Zionisten fällen, die wir lieben und von denen wir noch viel er- . warten. Jeder politische Beweggrund war hier ausgeschaltet, das Gericht war sich einig führte eine große Reihe Tatsachen an, die bewiesen, daß die Führer des revisionistischen Sonderverbandes gegen die Disziplinbeschlüsse von Kongreß und A. C. nicht nur faktisch verstoßen haben, sondern auch wiederholt öffentlich und in der Presse erklärt haben, daß sie .nicht die Absicht haben, sich nach diesen A. 0.-Beschlüssen zu richten. Die Union zionistische Disziplin" heraus. Dr. Aron Barth darin, daß die Bewegung geeint ihren Weg nii«fo m«Q o.™rq n^;ua rrntann\,an „„ w fföht, mag er auch ein Umweg sein, auch auf Umwegen kommt man zum Ziel. Wer sich aber absplittert, geht, auch wenn er einen richtigen Weg wählt, der Bewegung verloren. Um die Schlagkraft der Bewegung zu erhalten, muß kräftig durchgegriffen werden. Maßgebend waren die öffentlichen Handlungen und Er- . . . klärungen, die den absoluten Willen der Leiter der //lonisten-Revisionisten erklärte ex praedes Sonderverbandes erkennen lassen, ungesidio, daß die revisionistischen A. C.-Mitglieachtet der A. C.-Beschlüsse selbständig policler die Disziplin-Resolution des A. C. als „für tisch zu arbeiten, eine „Petition" durchzudie revisionistischen Schekelzahler nicht binführen und beim'Völkerbund einzuschreiten, dend" erklärt haben. Ferner wurde eine Reihe für sie nicht bindend seien. Besteht keine Beschlüsse, beitreffend außenpolitische ferner Erklärungen, daß die A. C.-Beschlüsse Sonde raktionen, u. a., Schaffung Unterordnung, ist die Bewegung verloren, eines politischen Büros in Palä- und gerade weil nicht etwa einzelne Asostina und Durchführung einer „P eziale, sondern ein kräftiger Verband gegen tition^'auf internationalem Boden dieses Lebensprinzip verstößt, muß durchgegefaßt.. Nun' sind sämtliche Mitglieder des griffen werden. Wir hoffen, schloß Grone- Sonderverbandes gleichzeitig. Mitglieder der mann, daß dieses Urteil unsere Freunde Union, die Führer der Union sind bis auf Jazum Nachdenken und zur Rückkehr bringen botinsky gleichzeitig Führer des* Sonderverwird. habe, sich parteimäissig zu organiesiren, daß er aber (nicht weiter mit ansehen könne, wie die Sohutofront der jüdischen Arbeiterschaft durch" blinde und zerstörende Menschen gebrochen werde. i %UfMUck*Nctt % Gemäß einem Übereinkommen zwischen dem spanischen Gesandten in Athen und dem griechischen Außenminister Rhallys hat die spanische Regierung 249 jüdischen Familien Salonikis, deren Staatsangehörigkeit umstritten war, die spanische Staatsbürgerschaft verliehen. § Die seit einiger Zeit infolge der schwierigen finanziellen Verhältnisse in der Büikärester Jüdischen Gemeinde herrschende Krise hat durch den Rücktritt des Präsidenten Dr. Wilhelm Fudermahn und eines großen Teils der:; Mitglieder des GemeindevorstanT des eine wesentliche Verschärfung erfahren. '§ Im Alter von 85 Jähren verstarb in London Moses Davis, einer der Pioniere in der modernen Entwicklung von Neuseeland, Er kam 1861 nach Neuseeland, wo er den D|. strikt der Heißen Quelle Roturua zu -einem modernen Kurbezirk entwickelte. . '§ Anläßlich des 15jährigen Bestehens des Haschomer Hazair in Rumänien fand in Bukarest eine Konferenz dieser Jugendorganisation statt, an der 150 Delegierte aus allen Provinzen des Reiches und zwei Delegierte der palästinensischen Haschomer-Gemeinschaft teilnahmen. Die Beratungen stehen im Zeichen. der Vorbereitung zu einer verstärkten Alijah des Haschomer aus Rumänien und betreffen Fragen der Hascharah, der kulturellen und politischen Arbeit. Jugendprobleme und Fragen der äußeren und inneren Organisation. '§ Der auf der ersten hebräischen Jugendtagung in Berlin gewählte Zentralrat blickt nun auf eine mehrmonatige Tätigkeit zurück, Außer der Ortsgruppe Berlin sind Ortsgruppen in Breslau, Hamburg, 'Leipzig und Königsberg gebildet1 worden; Ein „hebräisches Lager" wird am 27, Januar. 1933 in Brieselang eröffnet 'werden und bis 29; Januar dauern. JReferäte und Aussprachen werden stattfinden, In den Monaten Januar und Februar 1933 wird der Vorsitzende des Zentralrats Nachum Lewin die Provinzstädte besuchen, um die hebräisch© Arbeit zu organisieron. Eine Zusammenkunft aller hebräischen Lehre* in Deutschland wird Ende Februar oder Anfang März stattfinden, In Berlin wird Anfang Januar ein hebräischeB Se> röinar eröffnet. § Der Oberrabbiner von Metz. Netter, tfat auf der fiundertjahrfcagung der Freundschaftsorganisation der jüdischen Jugend einen Vortrag gehalten, in dem er den Plan der Ansiedlung arbeitsloser jüdischer Ehv wanderer auf französischem Boden entwik? kelte und an die französischen Juden appellierte, zu diesem Zwecke einen Siedlungs^ fond zu schaffen. § Im Alter von 58 Jahren verstarb in Warschau der in der Chassidim-Welt unter dem Namen „Nowominsker Zaddik" außer* ordentlich populäre Rabbi Alter Israel SU mon Perlow, ein Nachkomme des .,Baal Schern" und ein Enkel des ,',Lewi Jizchak Berditschewer" und des »Rabbi Aron Karli* ner. Der Verstorbene war Mitglied dea Rab?. binischen Rates der Agüdas Jisroel. Er verfaßte Kommentare zu mehreren Standard- Werken des religiösen jüdischen Schrifttums. Im Trauerzuge hinter dem Sarge schritten etwa 10.000 Anhänger dos verstört; benerf Rabbi. : SPECIAL-ltEPAKATUttWKUKöTÄTTE *'ÜK SÄMTLICHE SCHREIB- UND KECHENMASCHINEN OTTO ZAMEÖNICEK Mectiauikermeister BRÜNN, HYBEÖOVA 9. Telephon Nr. 86.80h — (iJ Mlnutön von B.ilinhof links.) Au6 mmto3kwegun# 04 J. Kliuowist zur Poale Ziou übergetreten.. Der bekannte jüdische Journalist, Berliner Korrespondent größer jüdische Zeitungen/ liat die Reihen der Revisionistischen Partei verlassen, in der er bekanntlch noch vor kurzem eine bedeutende Rolle spielte, wenn er auch in allen soziale Fragen betreffenden Auffassungen seiner PaJrtei bereits früher in schärfster Opposition stand. Die selbstmörderische Politik der Revisionisten und besonders ihre vea^brecherische Taktik in Palästina hat ihn dazu geführt, sich der Arbeiterfront anauschiießen. Die Poale Zion-Hitachduth Deutschlands (hat mit Kliinow eine starke PeTsönlicihikeit gewonnen. Fast zur gleichen Zeit ist auch' Fritz Naphtali der deutschen Partei pfiziiell beigetreten, der ör schon seit langer Zeit nahestand. 0 Landeskonferenz der deutschen Partei. Die Landeskonferenz unserer deutschen Bruderpartei, die nach dem Ichud den Na-, men „Sozialistisch-Zionistische Vereinigung Poale Zion-Hapoel Hazair" trägt, wurde nicht, wie ursprünglich beabsichtigt, zu Weihnachten abgehalten, sondern; wird am 4. und 5. Feber 1933 stattfinden. Der Konferenz wird u. a. der Antrag auf Herausgabe einer theoretischen ' Monatsschrift für die Probleme des jüdischen Sozialismus vorliegen. ■ ' z - /0 Polen. Am 13. und 14.' Jänner findet die 10. Landeskonferenz der „Hitaohduth" statt. In dem Lemberger Organ der Partei: „Das freie Wort" tritt Gen. Werber in einem;;,Mit dem Gesicht gegen Morgen" überschriebenen Artikel für den Zusammenschluß der Parteien ein. Die Diskussion zwischen Ichud- . Anhängern und -Gegnern 'könne als mit der Niederlage der ersteren abgeschlossen betrachtet werden. Es sßi in dieser Periode sozialer " und nationaler Umwälzungen nicht die Zeit, sich in das Laboratorium ideologischer Betrachtungen zu sperren. — Für, die restlose Durchführung der Vereinigung in Polen bestehen noch eänige, vor allem organisatorische Schwierigkeiten.-*Die Poale Zion wünscht die Vereinigung, auf dem gesamtpolnischen Territorium gleichzeitig und einheitlich durchzuführen, während Teile der Hitaohduth einer Kreiseweis«« Durchführung des Ichud das Wort reden. , Verbandstagung der Jüd. Soz. Jugend in der CSR. Am Sonntag den 1. Januar d. J. fand die Pegischah der J. S. J. in Mähr.- ' Ostrau statt. Die Verbandsleitung der ' J. S. J. wurde bis zum Parteitag nach' Mähr. Ostrau verlegt. Folgende Mitglie-, der wurden in die Leitung gewählt:' Haschi Münk, Willi, Rosenzweig, Elias Strauchler, Namen Adek. Die Adresse der J7 S. J. lautet: Willi. Rosenzweig, Mähr.-Ostrau, Manesova 3.' 0 Prag (Studentengruppe der P, Z.). Mittwoch den 4. Jänner fand eine Besprechung, der der Poale Zion angehörenden Hochschüler statt, mit dem Zweck, die Arbeit der Gruppe zu reorganisieren. Es wurde beschlossen, wöchentliche Versammlungen für Mitglieder und Freunde zu veranstalten, von denen die ersten den grundlegenden Problemen des Poale Zio-. nismus gewidmet sein werden. In den Vorsitz der Gruppe wurden gewählt: Gen. Dr. Nei chamkise, Willy Goldstein, Magda Neu-! bauerova. v z. ' 0 Prag (Ortsgruppe Poale Zion). Am 7. Jän-; ner fand ein humoristischer Unterhaltungsabend statt, der trotz * großer Konkurrenz- :. Veranstaltungen am gleichen Abend, von über 200 Personen besucht wa?/ Dei; Organisator des ausgezeichneten Abends, Gen, Viktor Raimann, hatte in * den Mittelpunkt des Pro-f gramms die Conference des bekannten Hurao» ' risten Bela Saxl gestellt, der durch seine humorvollen Erzählungen und Anekdoten das j Publikum auch tatsächlich mitriß. Gen. Dr. Heller richtete in einem Augenblick der Be-. sinnung einige Worte über die Aufgabe der Partei ah das Publikum. Die Veranstaltung, die bis in die Morgenstunde währte, war ein volle.r Erfolg der Gruppe und insbesondere des umsichtigen Arrangeurs Gen. Raimanrt