Der Jüdische Arbeiter
- Journal
- Der Jüdische Arbeiter
- Volume
- 10 (1933)
- Issue
- Heft 1 (4.1.1933)
- Date
- 1933-01-04
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 DßR JÜttfSOfiE AttBfcttER 4t Jänfiör 1933 ',. des Bodens für die Errichtung des Gym» j nasiüms und der Synagoge getan hat,- .machte der Kcren Hajessod nach ,den Uberfällen von 1921 durch die Er? richtung eines großen neuen Viertels Tel Aviv überhaupt erst zu einer Stadt. Das Viertel „Nordia4* und viele andre . Viertel konnten nur durch Hergabe von Keren Kajemeth*Boden und durch An* leihen seitens des Keren Hajessod errichtet werden. Die aus nationalen Mitteln errichtete Hypothekenbank trug zum / Aufbau von .Tel Aviv hei. Und welche . großen Summen hat der Keren Hajessod . der Stadtverwaltung für Straßenbau und andre öffentlichen Arbeiten vorgestreckt, die er nie zurückverlangt hat! Wieviel Geld hat er in das Erziehungs- und Ge* ' -sundheitswesen von Tel Aviv hineingesteckt!; v i' Dabei sehen wir, daß das Privatkapital, welches das Nationalvermögen mißachtet, es für sich selbst gar nicht verschmäht.;Wcnn Industriellen oder Kolonisten an •die Errichtung einer Industrie-' oder einer Agrarbank denken, so schicken sie >'ihre Sendboten nicht einfach zu Finanzleuten, sondern zu Personen, die "in engerx Beziehung zum Zionismus stehen . und Fonds für palästinensische Zwecke ' verwalten. Die Mißachtung des Volksvermögens gilt also nur den Aufgaben, die i es sich gestellt hat, und da die zionistisehen Führer (nicht aus Sozialismus oder Radikalismus, sondern aus tiefem zionistischen Verständnis heraus) einsahen, daß man keinen jüdischen Staat ohne jüdische Wirtschaften errichten kann, so wurde das Volksvermögen, das in der Baron-Zeit für arabische Arbeit ausgegeben wurde, jetzt zur Schaffung der jüdischen Arbeiterwirtschaft verwandt. Das verstreute Volle mit seiner chronischen Krise hat unsren Fonds Millionen gegeben. Haben wir die Spenden des jü- dischen Volkes, für „die jeder einzelne von uns verantwortlich ist, richtig angewandt? Die Spenden kommen tropfenweise, aber kann eine Massensiedlung tropfenweise erfolgen? Unsre Männer der ^^j^!)18 Praxis kennen nur eine Lehre: Gib nicht mehr aus, als du einnimmst! ,.■ Aber kann unsre Besitznähme des Bodens so langsam vor sich gehen, wie der Eingang der Fpndsspenden? Diese praktische Weisheit hat dazu geführt, daß der .größte Teil des Völksvermögens nicht v zur Schaffung neuer Arbeitszweige benutzt wurde, sondern zur Erhaltung des . bestehenden Jischuw, für sein Gesund- heits-, sein Erziehungswesen Usw. Nur - was dann noch übrig blieb, wurde für einen neuen Auf bau benutzt. Wenn es aber 'keine große Einwanderung und Massenansiedlüng gibt, .so besteht auch keine 'Hoffnung, daß der existierende Jischuw sieh auf eigne Füße stellen und von den Fonds unabhängig machen kann. Bei einem System, bei dem nur der Überschuß der Einnahmen dem Aufbau des Landes gewidmet wird, muß jede Hoff- - nung auf eine ernsthafte Ansiedlung enttäuscht werden. Die Bürde für eine wirkliche Kolonisation kann man den künftigen- Generationen auferlegen,« und sie '.werden die Schuld einlösen. ,;Unsre Männer der Praxis kommen und machen uns Vorwürfe: wie konnte man eine neue Ansiedlung beginnenjbevor noch die alte beendet war? Man verlangte von „Konsolidierung". Aber ist" denn Das Orängengut müssen wir Sur nationalen Siedlung machen, damit die neue Einwanderung, die an unsre Tore klopft, den Boden als die Grundlage der» Zukunft sowohl des Volksganzen wie des Einzelnen ansehen lernt. Wer weiß* ob die Privatwirtschaft allein, die jetzt die Einwanderung ins Land zieht, die Kraft haben wird, diese neue Einwanderung zu absorbieren und ihr die Möglichkeit zur Erhaltung zu geben! Bduttfd Bernstein: Für das arbeitende Palästina. (Rede gehalten am 16. März 1925 in Berlin.) Wer gewohnt ist, die Dinge vom großen geschichtlichen Gesichtspunkt au* zu betrachten, kann sich nicht verheh- « **t * _ * Jen, daß die zionistische. Bewegung ein» der grosse Theoretiker des Sozialismus, oestorben. naturgemäßes p«* ' " dukt einer allgemeinen Reaktion ist, , die Eduard Bernstein, Eduard Bernstein» der bedeutendste Theofe. tiker des Sozialismus der alten Generation, ist am 18. B<ezember, kurz vor Vollendung seines. 83. Lebensjahres, in seiner Berliner Wohnung an Altersschwäche verstorben» " .{ Eduard Bernstein wurde am 6. Januar 4880 in Berlin als Sohn eines Lokomotivführers geboren. Ein Bruder Beines Vaters war der sehr populäre politische und naturwjsseni--. sohaftliclio Schriftsteller Aron Bernstein, der Mitbegründer der Jüdischen Beformg&ffffeiifide arbeitende Palästina, der vor einigen Jahren in Berlin stattfand, hat er herzliche Begrüßungsworte gerichtet und hiebei seine Verbundenheit mit dem arbeitenden Palästina zum Ausdruck gebracht. Er hat auch aktiv an den Arbeiten für den Palästina-Arbeiterfonds teilgenommen und die in Deutschland durchgeführten Sammlungen auf das inui Berlin war. Eduard Bernstein trat Jntfang, tensivste unterstützt. Bernstein ist auch der Siebziger Jahre der{,Sowa4deimi6krätIschen — - - Partei" bei.'1888 wurde er auf Veranlassung Bismarcks voin der Schweitzer Regierung ausgewiesen und übersiedelte nach England. Während seines dortigein Aufenthaltes kam er auf Grund feingehender Studien d'er englischen Wirtschaftsverhältoisso zu der Überzeugung, daß die marxistische Ansicht vom baldigen Zusammenbruch des Kapitalismus und der zumehimendeai Verelendung der Massen nicht aufrechtzuerhalten sei; mit dieser Erkenntnis wurde er Begründer der revisionistischen Richtung innerhalb der deutschem Sozialdemokratie, die er konsequenterweise zur praktischen Mitarbeit an wirtschaftlichen und>politischen Reformen aufforderte. Bernstein hat seine Lehre zuerst in einer Artikelserie in der ..Neuen Zeit" ausgeführt, später in seinem Hauptwerk „Die Voraussetzungen des. Sozialismus und die Aufgaben der Sozialdemokratie" (1899). 1901 durfte er nach Deutschland zurückkehren. Von 1902—1918 war er Mitglied' des Reichstages, 1920—1924 Miglied des ersten Reichstages der Republik. Bernstein war langjähriger Mitarbeiter der ».Neuen Zeit" und der „Soiaialisitischen Monatshefte" und1 Herausgeber der „Dokumente des. Sozialismus". Er hat die ,,Gesammelten Reden und Schriften Lassalles", die „Initimen Briefe Lassalles an Eltern und Schwester", sowie den „Briefwechsel •zwischen. Marx und Engels." ediert. Ferner sind von'ihm erschienen: ,,So- und Demokratie in der großen englischen Revolution" .(1895) „Zur Theorie und Geschichte des Sozialismus" (1901); ^Geschichte der Berliner Arbeiterbewegung" (1907); „Ferdinand LassaJe" (1918);: ,J)ie deutsche Revolction" (1921). ."' ^\5' , .. ■■ :■ .. ■ -y ■ . -t8*i Bernstein als Jiide. — Seine Anteil" nähme am Poale-Zionismus.;'; uns nicht das der Sinn der Konsolidierung, daß sie der Wirtschaft zu, dem ihr noch Fohlenden verhilft? Eine solche Konsolidierung aber kann nicht mit leeren Händen und auch nicht tropf enweise vor sich gehen. Alles; was unsre Fonds bisher im Lande aufgebaut haben, konnte nur dadurch erreicht werden, daß sie nicht auf die Stimmen der Wirtschaftstheoretiker hörten. Durch das bisher Geleistete aber erhältsich nicht nur der Handelsstand, sondern auch andre Berufskreise leben /davon. Unsre eigne Schuld nun besteht darin, •.daß sich unter uns keine „Wahnsinnigen" "fanden," die den Gedanken zur Tat mach- ' teh^ daß es der Arbeiterschaft entging, daß wir die Massen nicht befreien könirien, wenn wir den Zionismus nicht mit der Erkenntnis dieser Zusammenhänge erfüllen. Was wir bisher versäumt'haben, müssenwir jetzt nachholen. Wer weiß, ob uns eine Stunde wie die jetzige wiederkehrt. Wenn wir vom heutigen Tä^e ab diese Gedanken in den Zionismus einführen, so wird der Gedanke zur Tat wer- *den. Dem Volksvermögen und der Aussiedlung müssen wir neue Wege weisen. Eduard Bernsteins jüdisches Interesse erwachte erst spät. Über sein Verhältnis zum Judentum und die'jüdische Atmosphäre seines Elternhauses -berich- -tet er in seinen; Kindheitserinnefungenv .1877 — in der Zeit der schärfsten Spzialistenverfolgung — war er einer Parole der. damaligen Parteiführer zum Kirchenaustritt gefolgt und aus dem - Judentum ausgetreten. Aber der Weltkrieg machte auch bei ihm den Blick für die Judenfrage frei-. 1917 schrieb! ,er einen größeren Aufsatz: „Von den Aufgaben .der Juden im Weltkriege," in dem er den, Gedanken der jüdischen Mission in dem Sinne entwickelt, daß die Juden, infolge ihrer'Geschichto und ihrer Stellung unter den Nationen, die völkerpolitische Aufgabe. haben, für die Verständigung zwischen den Völkern zu wirken. Den Zionismus lehnte er damals noch ab; verwarf aber auch die Assimilation, wenn sie aus Berechnung entsteht oder unwürdige Formen annimmt. 1924 trat- Bernstein dem „Komitee für das arbeitende Palästina" bei, nachdem er schon seit 1919 an der Arbeit und den Zielen der poale-zionistisehen Bewegung und der jüdischen Arbeiterschaf t Palästinas inneren Anteil genommen hatte und zu deren Propagierung in öffentlichen Kundgebungen aufgetreten war. Schon auf der Internationalen Sozialistischen Konferenz, die während des Krieges in Bern stattfand, hat Bernstein sich sehr für die Forderungen des allweltlichen jüdisch- . sozialistischen Arbeiterverbandes Poale Zion, der - damals um seine Aufnahme in die Internationale angesucht hatte, eingesetzt. Die Bestrebungen für das arbeitende Palästina hatten in Eduard Bernstein einen warmherzigen Förderer gefunden. Er hat wiederholt an Tagungen und Versammlungen der Poale Zion teilgenommen. An den Kongreß, für das Mitglied des Deutschen Komitees Pro Palästina.. In einem aus Anlaß seines 75. Geburtstages im Jahre 1925 mit dem Berliner JTA-Vertreter geführten Gespräch, in dem er seine Knabenzeit und die jüdische Sphäre seines Elternhauses einprägsam schilderte, erklärte der sozialistische Vorkämpfer, er wäre, wenn er die Entwicklungen vorausgeahnt hätte, gewiß nicht aus dem Judentum ausgetreten; aber ein formeller Wieder-, eintritt in das Judentum, würde sich ebenfalls nicht mit seiner sozialistischen Prinzipientreue vereinen lassen. Auf das Formelle aber komme es nicht an,, er fühle sich durchaus als Jude und nehme inneres Interesse an jüdischen Dingen. Die Trauerfeier. Beröin, 23. Dezember. In! der Halle des Krematoriums Wilmersdorf fand am Donnerstag, den. 22. Dezember, 4 Uhr nachmittags, die Trauerfeier statt. Die Arbeiter-Internationale, die SoziialdemokTaitdschle Partei Deutschlands, die Gewerkschaften, die Genossenschaften und andere Verbände entsandten Vertreter. Unter den- Traiiergästen sah man den preußischen Minister'presidenten Otto Braun mit an.deren preussisehen Mimiistern, / die Mitglieder des "Panteivorstandes der SPD sowie ■ zahlreiche.', Vertreter' der Wissenschaft .und des öffejitlichen ^Lebens, unter ihji!en,..au<^Jaie:..di:. - plpqnaMsc^e'in Vertreter der , ^publiken Spa-. liien und Finnland, Araquistaim und Wuoli- .' jokir Die Halle konnte nicht alle. Erschienenen fassen» so daß /viele draußen bleiben mußten. Unendlich groß war die Zahl der Kränze, von denen,ein Kranz..des New Yorker„Forward", des Organs der jüdischen Sozialisten, Amerikas, hervorzuheben ist. Als der Sarg in die Halte getragen wurde, standen draußen die Bannerträger der'SPD. und des Reichsbanners ■ als . Ehrenwache. Am Sarge hatten sich Reichs- .bannermitglieder und Mädtohen und Jungen von der Sozialistischen Arbeiterjugendmit ihren Fahnen aufgestellt. Nach einleitendem Orgelspiel. und Gesang hielt; der „Vorwärts"- Ohefredakteur Friedrich Stampfer, für den Vorstand ~ der iSazialdteaniokratischen Partei. und den Bundesvorstand .des Allgemeinen Deutschen Gewerksdhaftsbundes die Trauerrede. Nach einer eingehenden . Darstellung des Kämpferlebens- Edua*rd Bernsteins rief der. Redner Bernsteins Schülern und Mitkämpfern zu: „Flamme empor! Herzen empor! Genossen! Laßt lins noch' einonal zeugen für diesen Mann, der einer der opfermutigsten, selbstlosesten Kämpfer für die Sache des Proletariats und des Sozialismus gewesen ist. Sein Werk wirkt in weltgeschichtliche Weiten. Sein Geist ist lebendig überall, wo die arbeitende Menschheit kämpft gegen das Elendsjpoh des Kapitalismus, gegem geistige Unfreiheit. Im . Namen der Sozialistischen Arbeiter-Internationale sprach Wiegen (Holland), im Namen der „Sozialistischen ^Monatshefte" Paul Karapffmeyer, im Namen der französischen sozialistischen Partei Grumbach. Arbeitörsänger ließen das Lied. „Eim- Sohn des Volkes", erklingen. Während der- Sarg versank, neigten sich die Fahnen, Friedrich Stampfer hat in seiner, das Gesaimtleben Eduard Bernsteins erfassenden Gedenkrede nicht mit einem Worte der jüdischen Sphäre, der Jugend Bernsteins und der Wiederannäherung des greisen Bernstein an das' Judentum gedacht. Umso schmerzlicher war es für die zahlreich zur Feier erschienenen jüdischen Persönlichkeiten, daß Herr Ministerialdirektor Dr. Hermann Badt, der von der Vereinigten Zionistisch- Sozialistischen Partei, der Liga für das Arbeitende Palästina und dem Pro-Palästina-Koimiitee beauftragt; worden war, am Sargo Bernsteins zu sprechen, „infolge , der vorfferückten Stunde" (die ersten Redner hatten ihre Redezeit weit überschritten) nicht mehr zu Worte -kommen konnte. Auch der Führer der Gewerkschaften, Graßmann, mußte'1 auf Abschiedsworte verzichten. provädi ve^kere stuvltelsk^ a tesafskö prdee solitjn^ a laclno. Stavi a proddvä rödinnö domy. Adr.: BrnorZidenlce, Jungmannova 49 -T. ^8.563. „Stavetinl zdvod«» fuhrt sämtliche „___._____ Bauroei8ter- und ■ Ziromererarbeiten solid und billig durch. Baut und verkauft Familienhäuser. Adr.:Brünn»Schlmite Jungmannova49. T. 38.563 durch Europa zieht. Wir leben in einer Zeit einer großen Reaktion, allerding* neben der großen Bewegung der Sozialdemokratie. Die gegnerischen Strömun* gen führen den Sammelnamen Antisemitismus. Eine Bewegung, die vorgibt, den Kapitalismus zu bekämpfen, die : aber den reichen Juden nichts tut und sie ver-... schont. Sie richtet sich hauptsächlich gegen den armen Juden. Die Bewegung, die sich um das arbeitende Palästina konzentriert, besitzt einen Idealismus, an den man nicht mehr geglaubt hat. Und darin finde ich etwas großartiges» nicht nur für das Judentum, aondern für die ganze Welt. Nur eine falsche Auslegung der marxistischen Auffassung hat den Idealismus herausdebattiert. Doch was geschieht Großes ohne den Idealismus? U n s e r e große n V o rk ä m p f e r haben auch über die J u d e n f r a g e g e s chrieben, aber was 8 i e geschrieben h a b e n, ist teilweise falsch. Sie haben nur den w p h lih ab enden Juden erwähnt und haben nicht gesehen, daß im Osten Mi 1 Ii onen v o n J u den wo h n e ndie Proletar i e r sin d. Es sind Millionen im Osten und den -Vereinigten Staaten. Selbst die Auswanderung ist ihnen abgeschnitten. Gerade New. York, das offen stand, schließt sich jetzt ab. Das ist auch ein Moment, das wir früher nicht kannten. Wir . verstanden früher die Bewegung nicht, aus der der Zionismus hervorgegangen ist. Heute stehen die. Probleme ganz anders. Was. in Palästina geschaffen wurde, erinnert mich .an die Geschichte des,<( internationalen Sozialismus. Sie' werden gelesen 'haben von' der. Bewegung der studierenden Juden in Rußland in Anfang der. siebziger Jahre unter der Devise.: „Gehen ins Volk." Sie fühlten das Bedürfnis, das Volk aufzuklären, und sie gingen unter die Massen. Auch damals ist oft gesagt worden, daß das vergebliche.. Opfer seien. Das, was den Leuten vorschwebte, ist in dieser Weise nicht erreicht * worden, und doch war die Arbeit nicht umsonst, denn sie hat erzieherisch gewirkt. Was ihnen in Palästina vorschwebt, mag vielleicht unwahrscheinlich sein,; aber immerhin haben sie bedeutendes geleistet. Sie haben den Boden ertragfähig gemacht. Sie haben eine ganze Reihe von Städten geschaffen. Da sieht man, was Hingebung leisten kann. Es ist eine? begeisternde Erfahrung, die! uns aus dieser Bewegung entgegenweht, und das darf sich niemand verhehlen, auch der nicht, der dieser Bewegung zweifelnd gegenübersteht^ Es ist positive Arbeit geschaffen Worden. Werte Anwesende, so stehe ich dieser Bewegung gegenüber und darum hat sie meine volle Sympathie. Sie war trotz allem nicht vergebens. Das ist der Gedanke, der mich erfüllt. : Ich stehe ja auch, wie mein Kollege Loebe von sich bemerkte, dieser Bewegung als Laie gegenüber. Ich bin in ganz anderen Auffassungen aufgewachsen und stehe auch jetzt im .Leben in einer Arbeit, die es mir unmöglich macht, dem Zionismus die Aufmerksamkeit zu widmen, die er verdient. Ich empfinde aber, daß hier etwas ist, was notwendig ist, und aus diesem Gedanken heraus kann ich nur sagen: I ch gl a ub e, a u s d iese r Bewegüng wird Gro ß e s h er v orgehen. Ich kann der Bewegung nur ei n e s wünschen, daß sie bei all em, was sie national er s-treb t,'.nicht den großen internat.io na 1 e n Gedanken vergißt, daß sie ihm auch das gibt, was ihm gebührt. Wir wollen nie die Zugehörigkeit zur Internationale vergessen! In diesem Geist kann ich nur mit den Worten Loebes schließen» Ich wünsche , euch zu - allem Erfolg und beglückwünsche, ■■ euch zu allem, was bereits geschehen.