Der Jüdische Arbeiter
- Journal
- Der Jüdische Arbeiter
- Volume
- 9 (1932)
- Issue
- Heft 22 (21.11.1932)
- Date
- 1932-11-21
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Stife 2 jfi^^Ä^ ^^fc^BlJMÄSÄS JP^^fäf^^^^X? iä&ä ^ti. umk 4 veHtumden die Partei * n '/« *« 4 . .< . *; V«, , 'T ' ** * V. i s . i-'-. :\-* ' 1 1 '<■■.■■!■?:■:, ■* » . ■ .'?' ( ■ V -Vi1'*. ' E% ,*A*rj$^-Zdfatrg'' k>m i» Kernte Mt eindeutig erklärt, daß' niemand das Recht hat, iitt Namen der Sozialdemokratischen Partei für seine Liste bei de« Kultüstfahleti zu wefberi, daß die Partei' „mit diesem Wahlkampf nichts zu tun hat". Öadurcfi ist die Legende von der Verantwortung, der Partei für den schmachvollen Pakt mit der jüdischen Plutokratte gründlich' zerstört worden. In der vorigen Nummer unseres Blattes haben wir die „Werktätigen" als die Hochverräter an Sozialismus und Demokratie gßöfkn'dttiarkt Und' der »jüdischen Wählerschaft zur Kenntnis gebracht, daß die Partei von dieser Oe- Seilschaft nichts wissen will, Inzwischen gelangten in unseren Besitz wettere Dokumente/ die einwandfrei beweisen, daß nicht nur die Parteileitung, sondern daß auch Genosse Dr. Danneberg und die Redaktion der „Arbeiter-Zeitung" mit dieser Angelegenheit nichts zu tun haben will. Hetzkampagne ." . ■• " ' v ■ V» :-x Dre „werktätigen" Kostkifider der reaktionären1 „Union" aber setzeil' ihren VeTleümdungjfeldzug gfc« gen die Partei und ihre führenden Genossen unbekümmert fort; \ Wir sind bereit zu beweisen, daß der Obmann der „Werktätigen" Beiirksrat Dr. Josef Löwy, noch immer die Behauptung verbreitet, der schmachvolle Pakt mit der plutokratisch-reaktionären „Union" ist auf Ver- , langen des Genossen Danneberg zustandegekommen. In einer Sitzung, an welcher zumeist Nichtparteimltglieder, die bürgerlichen Fretinde der „Werktätigen", i telnahmen, erklärte Feinde ■ "!-"■■ :t ■ "■' ■ ■' y-. ' . gar de* Leiter der Wahlarbeit im dritten Bezirk, Fläster, daß der Pakt mit der reaktiv nären „Union" auf Wunsch des Bürgermeisters Seitz abgeschlossen wurde. Wann wird man diesen unverantwortlichen Menschen, die die Partei und ihre führenden Männer verleumden, den schmachvollen Pakt mit der plutokratisehen „Union" verlangt zu -haben, das Handwerk legen? . Die jüdischen Genossen können es am 4. Dezember gründlich ziistandebHngen, ,4urch das Stimmen und Werben für die einzige Sozialistische Liste 99 ' kommen vor dm Parteigericht .'.> .;. . Unsere Antjyort auf die Nazi-Methoden der „werktätigert* Verräter Die Demaskieruttg der „Werktätigen^.. .in cler vch rigen-.Nummer unseres Blattes, die in 52:000 Exemplaren verbreitet wurde, die Anprangerung, ihres Verrates an Demokratie und Sozialismus, wie des Mari- <dafesehachers, den der schmachvolle Pakt mit der plutokratischen „Union" darstellt, hat den Angegrifr fenen zum Bewußtsein georacht, daß nicht nur ihre politische Moral, sondern auch ihr Schiff im Sitikeni ' begriffen ist. SOS-Rufe ertönen: Alle Mann an Bord! - ßa.-sie aber scheinbar darüber im .Zweifel sind,t »ob die jüdischen Genossen die Beantwortung der Frage: warum gehen wir mit der „Union"? befriedigen wird, da sie vielmehr befürchten, daß, ihr, Versprechen, für das allgemeine Wahlrecht zu" kämpfen, beantwortet werden könnte, mit den Worten: inr lü^t! Ifir habt euch der, (Reaktion gegenüber verpflichtet,, MffiJ&hfp;•hindurch'' die, Frage des: Wahlrechtes <über-- H^x^'-vriicht', ättfzurpüeny-' «'griffen sie zur Waffe ,der persönlichen Beleidigünigen (siehe „Zionistische Mistiab!lägjerung" in der „Jüd. Volkszeitung", Nr. 16) niedrigster Art. Da in derselben Nummer weitere persönliche ^Angriffe angekündigt werden, versicherni 'wir' dert vnobleh politischen ■ Gegnern', die anv-einer änderen Stelle .ctesselben Blattes heuchlerisch fragen: ■'.iü jniußrderKampf der. Mdjtui^it .deshalb in Formeni vor sich' gehen, wie sie die'Nazi bei uns yni^ebürgeri 'haben, daß wir ihnen auf diesem Wege nicht folgert' . ...-v<>i('|M.-', ' ■ ■;■} t > ■ ■•>;(, •.,••.! 4. i . ■ werden;' ■'.! ": " ■1 ■■■ ■ ■ '■ Wir -überlassenes völlig den ijüdiischeii, Wäh.'lern, sicheine>Meinung über ei n <e. G r u,p p e z.u, b i 1 deji, d,ie d i e sp W a f f e-nt der Razi im Wah'lkamb.fe anwende t.: IV-"- ":».:••< ty. ("--.i",'! , ■' i:;..J 1; i:.1 i ' j ' . Ausbüdung der nach Palästina strebenden jüdischen Jugcndlidhcn (Chaluzim); i :ß d) durch Einflußnahme auf dk Koa^ahenteti- 4er KuHuägfehieinde, daß sie in'" grÖBerüM Maßstäbe als bisher jüdtsefte Arbeiter und Angfestetlte in ihren Betrieben und Uniernehv^'.'vy ,. -v-;.?1 ,'p::lr;-- >,'V \.< ■■ . - . . t , mun^efl ^ein^eUen.'' : ■, ,:ilv- :V''V/v;!^;:'! •' ■ •" ". , .. H. Die jüdische Jugend stellt fest, daß die Leistungen der Kultusgemeinde auf dem Gebiete der jüdischen Erziehung der jüdischen Jugend unzulänglich sind. Die jüdische "Jugend verlangt die Umwandlung des heutigen Religionsunterrichtes in den Unterricht jüdischer Volks» und Gegenwartskunde, und der rhoderiien hebr.äischen Sprache endlich vorzunehmen. "■ "■■ - " Iii. * . ■• Die jüdische Jugend fördert ferner die Errichtung eines ZentTaljugendneimes zur Pflege jüdischen Wissens, zur Erleichterung der Erziehungsarbeit der jüdischen Jugendbünde utid zum Zwecke der leichteren Erfassung der noch außerhalb der jüdischen Einflußsphäre stehenden . jüdischen Jugendlichen.; K;;;.:;; ■•• '^;':':v. ^jy^:.-, Vj''' •.. Endlich, fordert . die jüdische Jugend die tatkräftigste Unterstützung des Tum- und Sportwesens durch BeschafsiGh,<unsere Genossen;wehren, wie es Sozialdemokraten; I fUrig Von geeigneten Uebungslokalen und Sport- und Turn- E)ä aber die'werkfiti^en Verräter als Anlaß für diese persönlichen BescHimpfungen die Veröffentlichung eines offenen Briefes des Gen. Grünhut: au den verstorbenen Gustav Moritz durch die „Neue Welt-". Robert Strickers angeben und uns beschuldigen, daß, wir dem revisionistischen-Blatte dieses „Material" zur Verfügung gestellt haben >; (der -^Offene Brief" ist im Jahre: 1929 in den „Mittedlungen" im Druck erschienen und daher jedem interessierten zugänglich), wollen wir darauf erwidern, daß es nicht unsere Art ist, den Klassengegner um Hilfe : in - unserem? Kampfe anzurufen, a^itch wenn es sich um solche fragwürdige Sozialisten handelt, wie die „Werktätigen". Diese Kampfmethode möge ' für alle Zeiten) ein Monopol der „Werktätigen'' und < ihrer Verbiin-'j deten von der „Nichtnationalen Liste" bleiben. t Wir h aben m it dej'Ver offen t lieh u ng in der -„Neuen Welt'? nichts gemein! Gegen die persönlichen Beleidigungen /werden! geziemt, indem sie die „werktätigen" Ritter vor ein Parteigiericht ^zitieren •' werden. Bei dieser Gelegenheit wird 'von selbst' die 'Frage »des schändlichen Paktes aufgerollt werden. ■ Die^ jüdischen- Wähler aber, die jüdischen Genossen, beantworten diese niedrige Kampfmethode am 4. 'Dezember mit Werben... und Stimmen' für die Sozialistische Liste Gör den kültlisvorstand: •"« - V' rj fi i t ' ■' ' \-f* s * . ' f \ . 1 1 '.■ ■> , ' . . . * 1 1.'Dr. . Rudolf Qlanz, RechteanwaM, Kültusvorsteher, i 1 MMeir,S;ing^Tj^Sekretär^; Kültusvorsteher '.' 3. Josef Grünhut, Wqscheerzeuger, Kultusvorsteher •<,\>-; ^ijSauliiWetnreb, Vertreter . . i / 5.- : Ma y. er,.. ^«ulauuiin ,.;, .., ,, 6' Dr. EtnÜ Qaster> städt. Arzt (i';:':'!!!: 'im\ 7F:i i « , . 1 . .«.. : 7, Dr. Moses \^arg^ilies, Arzt r^fvM^fj%5f :f el^l;';^*» '; , 'H Jehuda Meilen, Lehret 1 .10; Bernhard Drückmanni Privatangesteyter l.. \t. Sigmund; l^u ß he rg, Kaufmann v },.,,.4 12..^Qpold. Er.ber, Tapeziererraei^ter;. 13. Abraham Lachs/ Fürsörgefät ' 14. Jakob Sc heüer'niärin^ Buchhalter, - '15; tj«fidaidik' Jo'ii«^ sWltenbahneff .f•; 16, Salo fÜo noyirit z, Fürsorgerat 17. Abraham, Jakob Kamm,? Strumpf erzeuge^ , 18. Jakob Kammerm,ann ^. 19, Leib' K a i z, Ka^mann . ' , 20.* Salömöh E p le r, Vertreter * , ' 21. Jonas Michael Renner, Kaufmann 22; Baruch Dawid, .Kaufmann > 23, Ing. Josßt Laszkovitz , r . 24> PauL K ^tz, Möb^händler;». S/;W/:^tz/Kaulmaiifi. ' j 2o. Josef Q o l d s i a u b,' ßeam*er ■ 27. Richard Löwy, Kaufmann ' x , '!'* 28, Dr. Leo Alsen, Arzt! i 1 29, Da!Wjd KVi;*€l\°f*S^ Veitreterf - 30, Max Trinkler, Fürsorgerajt , , 31, Jajtob Winter» Kaufmann .,' ' ' 32.' Abrahani1 H'ijit^o' vit zj| Kaufmann' ' 33. Moses O kin, Altwarenhändler i iv 3#*>S.; Rjg»«enstr|^c^ r^adejnhjn$$ ,;!'; F>^ I?attfin^ . ,,• , , '; j j 36. Qerson Rosner» OeflftgeUiäiiäkr , [ j Sozialistische Lis Kundgebung der zionistischsozialistischen Jugend Montag, den 7. November fand im Festsaale des „Alten Rathauses" , eine Kundgebung der zionistisch-sozialistischen Jugend statt, in welcher zu den bevorstehenden Kultuswahlen Stellung genommen wurde. 'Qen, Dr; Schorr leitete die Kundgebung mit einem Hinweis auf die Bedeutung der Kultuswahlen für die? Jugend hin. Gen. Wenkert referierte über die Forderungen der Jugend, worauf folgend« Resolution angenommen wurde: ' , , ' - ■ Die furchtbare Wirtschaftskrise in der; ganze^ Welt lastet mit besonderer Strenge auf der jüdischen Jugend. Arbeitslosigkeit und- Aussichtslosigkeit sind. , a^e hervorstechendsten Momente im Leben der, jüdischen Jugend,; Die Kultusgemeinde als die vom i Oesetee autorisierte einzige Körperschaft des Judentums m, Wienj hat 4ie Pflicht, hier helfend einzuspringen und nach ihren .Kräften: für die; notleidende jüdische Jugend; zu sorgen,, durch a) Schaffung eines, ■ Arbeitsamtes, r das gleichzeitig; sinn» gemäße Berufsberatung und VJermjittlun^ von Arbe^ssteUen besorgt, . . . >. . b) Qrganjsiiejujng einer weitausgedehnten, LehrHn^sfürsorge, umfassend Schaffung und; Uebernahnie von Le^rUngsheimen, Vermittlung voji L^h^ellen und Schaffung yon Lehflingserhplimg^h^imeri;,. c) Gründung einer ^^jrfechaftlichen Lehjfarm zum Zwecke, der Förderung einer Berufsumsch^InTmg der jüdischen Jugend, sowie ' zum Zwecke der Vorbereitung und platzen. Zk>nistisch-«ozialistischer Jugendverband, Blau-Weiß-Haschomer Hazair. Brith Hamischmar. ■ . Gordonia. . •' Haschomer Hazair. r , Jüdische Sozialistische Arbeiterjugend. ■ i v; Gen. Singer erklärte, hierauf namens der „Sozialstischein Liste", daß ihre- Kandidaten diese Forderungen restlos akzeptieren und rief die Jugend auf, für diesen Kampf alle Kräfte ' ' . >. l ■ ■ ■ . . : ' zur Verfügung zu stellen. Agitationslokale der Sozialistischen Liste Zentralorganisationslokal, II., Blumauergasse \ tägUcta von 9-1 ^nd 2—9 Uhr. I. Bez.: I. HerschkoWitz, Geschäft, I., Ruprechtsstiege 1, Wahlauskünftei Tel U 29-3-35. IL Bez.: Restaurant Guth, IL, Hollandstraße 14 I (Eingang Kl. Sperlgasse 1), täglich abends. Prater: Cai6 Abbazia, II., Ausstellungsstraße 1, feil R 46-1-74, täglich kbends. r '! III. Bez.: QafV Raben hol, III., Räbehgassc 12, Tel. U 15-5-42. Mittwoch, Sanistag, Sonntag abends. Ca 16 Nordcap, Ii;., Hauptstraße; 8, Tel. B 50-0-13. Montag, Donnerstag, Samstag abends« IV-, V. und X. B^z.; Caf€ Draschepark, IV., Seißgasse 9, Tel. U 41-5-89. Montag, Dienstag, Donnerstag abends.: XII.-XV. Bez.: Gafi Schwenderhof, XIV., Mariahilferstraße 189, Tel. R 31-5-80, täglich abends. XVI., XVII. Bez.: Cafe Baidiahof, XVI., Ottakringerstraße 102, Tel. A 21-3-81, täglich abends. XVUI., XIX. Bez.: Wahlauskünfte bei Dr. Rudolf Glanz, XVIII,, Weirrfarmtraße 19, Tel. A 12-2-34, täglich von 2—3 Uhr nachmittags, XX-, XXI. Bez.: Caf<§ Jägerhof,XX., Gau8plntz.11, Tel. A 41-3-58) täglich abends. ' v >