Mannheim
Compact Memory

Der Jüdische Arbeiter · 1932-09-17 · Heft 17 (17.9.1932) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jüdische Arbeiter
Volume
9 (1932)
Issue
Heft 17 (17.9.1932)
Date
1932-09-17
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2641551-2641644-2641660--565-2642565
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seite 2 Der judisetoe Aftefliter gelassenen. Fragen, u. zw. die Rolle der Sprachen im innerjüdischen Leben und der Name des Verbandes zu lösen. Die HWachdut verlangte die Gleichberechtigung. beider Sprächen., .Während die Meinungm der Poate^Ziön-Konfefenz diesbezüglich geteilt war. Auch diesmal kam die Opposition von Seiten der Poale Zion, Pölerts, die für die jiddische Sprache ein Vorrecht statuiert wissen wollte. Nach Iangeri Verhandlungen einigte man sich schließlich auf folgende Formel: in den Organen des inneren jüdischen Lebens an* erkennt der Verband beide Sprachen. Als Name des Verbandes wurde provisorisch gewählt: Vereinigung des jüd.- soz. Arbeiter-Wekverbandes Poale Zion (Z. S.) und der zion. Arbeits-Welitpartei Hitachdut. Beide Konferenzen fanden einen würdigen Abschluß in den Reden führender Genossen, welche die langjährige Tätigkeit der Verbände gebührend würdigten, Montag, den 22. August traten die Delegierten beider Konferenzen zu der Vereinigungs-Konferenz zusammen. Am Präsidiiumstisch nahmen Platz: Ben Gurion, Sprinzak, Locker, Dr. Silberschiein, Ing. Reis und Dr. Arjeh Tartakower. Ben Gurion hielt eine großangelegte Rede, in welcher er auf die Tatsache hinwies, daß vor 25 Jahren der Weltverband Poale Zion gegründet wurde und die erste hebr. Arbeiterzeitung „Hapoel Hazair" zu erscheinen begann. Die zwei Elemente bilden auch heute die essentiellen Grundlagen der Vereinigung. Der vereinigte Verband habe kein geschriebenes Programm im landläufigen Sinne, da er als dynamische und lebendige Bewegung sein Programm täglich schreibt und es realisiert — in seinen Arbeiten auf den Feldern Palästinas, beim Bau von Kommunen und Arbeiterinstitutionen, bei der Neufjelebung der hebr. Sprache usw. Die Vereinigung bedeute keine Vernichtung, sondern Sammlung der geistigen Werte beider Richtungen. Er hoffe .und wünsche, daß die Konferenz im Geiste der Schöpfer der zion. soz. Bewegung: Borochow, Gordon, Trump'eldor, Syrkin und Brenner .tagen und der Bewegung neue Impulse verleihen werde. Nach Verlesung der Plattform in Hebräisch•• und Jiddisch durch Dr. A. Tartakower verlas Bialopolski namens der Delegation Polen® eine Erklärung, daß, sie dem -vereinigten Verbände beitreten, daß sie. aber auch fernerhin innerhalb des vereinigten Verbandes für ihre Anschauungen kämpfen werde. Namens des Welthechaluz begrüßt Ben Dori die Konferenz und betonte, daß der Hechaluz die Bedeutung diieses Momentes voll würdige. Gen. Neustadt verlas hierauf die erhaltenen Begrüßungsschreiben, u. zw. von der sozialistischen Internationale, den soz. Parteien Englands, Frankreichs, Belgiens, Deutschlands, Oesterreichs, Hollands und der deutschen Sozialdemokratie in der Tschechoslowakei, der Histadrut Haowdim, Keren Hajessod, Haschomer Hazair und Brit Olim. Nach einem Referat des Gen. Reis über Organisation und Finanzen hielten Schlußreden: Dr. SMberschein, Nathan Grünblatt, Dr. Spiro (Gordonia), Spiesmam (Freiheit),. Dr. Metzer, Salman Rubaschow, * welcher in geistreicher Form die Persönlichkeiten Gordons und Borochows zeichnete, und schließlich Josef Sprinzak, der unter lebhaften Ovationen der Delegierten den Gruß der Konferenz den Genossen in Rußland entbot und der Hoffnung Ausdruck verlieh, daß der Zeitpunkt nicht mehr ferne sei, in dem sich auch der „Haschomer Hazaiiir" der vereinigten Bewegung anschließen wird. Nach Absingung von Techsakna und der Internationale wurde die Konferenz in feierlicher Stimmung geschlossen. Die Delegierten beglückwünschten einander und verabschiedeten sich mit neuen Hoffnungen und starkem Willen zu verstärkter Arbeit. Dr. Leo Goldharnmer gratuliert Dr. Chaim Schieber zu seiner Vermählung. Der Niedergang des Revisionismus. Jedem aufmerksamen Beobachter war es längst klar gewesen, daß sich' der Revisionist! us seit dem letzten Zionistenkongreft in stetem Abstieg befindet. Allein, erst die nun stattgefunden« 5. Weltkoniferenz hat Umfang und Tiefe dieses Niederganges deutlich' in Erscheinung treten lassen. Ein förmliches Debakel auf der ganzen Linie! Bot schon die spärliche Beschickung dieser Konferenz und ihr äußeres Aussehen ein recht klägliches Bild einer „Massenbewegung", die ihr jüngster Apostel, Herr Ing. Stricker* sogar als die „F.ührerin des jüdischen Volkes" be-, zeichnet, so ließen ihre Verwandlungen unld Debatten, sowie ihre Beschlüsse in das Jammertal ihrer inneren Zerrissenheit, ihres erloschenen Elans und Ju1 gendfeuers, ihres sterilen Oppositionsgeistes uridi schließlich1 ihres völligen Mangels eines positiven Aufbauprogrammes blicken. Eine „Konferenz der Klärung" nannte Großmanni diese Weltkonferenz. Sie war jedoch' alles eher als das. Fast sämtliche wichtigeren Probleme blieben ungeklärt. Zunächst das Hauptproblem der Calais-Beschlüsse, die eitt Zwitterding geschaffen und die gesamte revisionistische Bewegung in: ein Kampf lagen verwandelt haben. Alles drängte nach Klärung, nach' Entscheidung für oder gegen die zionistische Organisation. Auch das Aktions-Komitee präzisierte in seiner letzten Sitzung im Beisein der revisionistischen! Vertreter seine diesbezügliche Stellungnahme. Dessenungeachtet bestätigte die Weltkonferenz die Calaisr Beschlüsse, d. h. die Aufrech'terhaltung des Zustandes der Unklarheit und Unentschiedenhe.it, des Lavierens zwischen der zionistischen Organisation und der als unabhängigen Organisation bestehenden revisionistischen Union. „Calais" wurde in Wirklichkeit von allen abgelehnt, auch' von den Verteidigern1, es» blieb aber dennoch* dabei, da maneinfach keinen) Ausweg wußte und zu einer klaren Stellungnahme: nicht den nötigen Mut aufbrachte. Aehnlich verhält es sich' mit der Frage der Stel-t lung zu England. Seit der Warschauer' Konterten?] wurde- England von den berufensten! Revisionisten-1 führern'in der schärfsten Tonart der Krieg erklärt! (es sei bloß an die Drohung mit den „15 Millionen! Zündhölzchen" erinnert), und die Möglichkeit eines; Wechsels der Mandatarmacht offen erörtert. Man| durfte daher von dieser Weltkonferenz mit vollem) Recht eine klare Stellungnahme zu dieser Frage erwarten. Aber abgesehen von den mehr akademischen! Auslassungen Jabotinsfys über ethisches und polk litisches Mandat un'd Yvon seinen Andeutungen über) "die Möglichkeiten eines dauernden jüdischen Widert Standes gegen die Palästinaadministratiiofy einer Art Guerillakrieges, hat die Konferenz eine offizielle Stellungnahme zu England vermissen lassen. Wohl wurde eine Entschließung angenommen, eine großangelegte; jüdische Petitionsbewiegung zu entwickeln, die die Klageführung gegen die wesentlichen Verstöße den Mandatarmach't un'd die Aufzählung der zionistischen) Hauptforderungen beinhalten soll. Allein:, aus dieser Entschließung geht nicht hervor, wer unter der „zivilisierten Welt", die als Adressat dieser Petition genannt wird, zu verstehen ist. Diese. Feststellung ist um so wichtiger, als ja bekannt ist, daß bezüglich! dieser Frage seit Monaten im Schöße der revisionistischen Exekutive gekämpft wird, und daß es namentlich1 den verantwortungsbewußten Mitgliedern derselben vor der Durchführung dieser in die Massen1 geworfenen Losung angst und bange ist. . Es ist auch nicht klar, auf welchem Wege die, Konferenz zu Ihrer positiven Stellungnahme in der Frage der landespolitischeii Betätigung .gelangt ist. Eine organische Entwicklung ist darin um so wenigen zu! erblicken, als ja hinlänglich bekannt ist, daß d^ Revisionismus alle Jahre hindurch eine palästin o-zehn frische Bewegung war und geblieben ist, und daß: sei'rtö Schöpfer und Führer diesen seinen Charakter stets] ostentativ hervorgekehrt hatten. Diese plötzliche Sinnesänderung kann auch schwer mit sachlichen Motiven erklärt werden. Eher ist auch darin eine Ver« fallserscheinung des Revisionismus zu sehen, ein$ Preisgabe früherer Grundsätze, ein faules- Kompromiß, das mit 'dem Judenstaatzionismus wohl nichts zu tun hat, dafür aber den Sonderwünschen gewissen Kreise im Revisionismus entgegenkommt, die ihrem inneren Drang nach landespolitischer Betätigung nicht widerstehen können.; Hingegen ist der Schrei nach Diktatur, Barikaden und Schützengräben, den eine Gruppe von sogenannten „Maximalisten" oder , Neo-Revisionisten" unten Führung eines Häufleins palästinensischer Desperados auf dieser Konferenz ausgestoßen hat, unleugbar ein) Ausfluß des Geistes und der Methoden, die sich! innerhalb der revisionistischen Bewegung seit Jahn und Tag breitmachen. Den Zusammenhang zwischen: der revisionistischen Soldatenspielerei und den: erwähnten Kampfformen werden auch jene revisionisti-. sehen Führer nicht in Abrede stellen. können, welche den extremen Forderungen der „Maximalisten" miti aller' Deutlichkeit entgegentraten und sich nach wie vor zu den Grundsätzen der Demokratie, für ihre Person und für die Organisation in Treue bekannten^ Und es ist zweifellos charakteristisch, wenn Richard Li cht heim, 'der auf der Forderung nach Abgrenzung der revisionistischen Partei von diesen exal-. tierten 'Heißspornen bestand, aus der Leitung aus-, scheiden mußte, während der palästinensische Merkas, also diese unverantwortlichen Scharfmacher, auf Betreiben Jabotinskys — übrigens stellte Jabotinsky auf dieser Konferenz häufig die Kabinettsfrage — in dem in Palästina zu kreiernden politischen Büro'eine-paritätische Vertretung erhält. Drei Tage lang tobte der Kampf aller gegen alle im Verhandlungssaal und weitere drei Tage in dem Kommissionssitzungen hinter geschlossenen Türen. Alles drehte sich um die Org'anisations-Ach'se. Für Fragen der Kolonisation und des faktischen Palästina^ aufba'ues' hatte diese Konferenz — bis auf ein stetieoh types Referat Soskins — keine Zeit und auch kein' Bedürfnis. Daß in einer so kämpf geschwängerten Atmosphäre, in der die revisionistische Exekutive un'd einzelne ihrer Mitglieder mit den: schimpf lichstenj Epiteta bedacht' wurden, für eine sachliche Auseinandersetzung mit gegnerischen Ansichten kein Platz war, ist selbstverständlich1. Ebenso1 begreiflich ist es daß die jüdische Arbeiterschaft Palästinas, diese verruchten „Marxisten", auf dieser Konferenz als „Feinde des. Volkes" und als „Schädlinge der Entwicklung der Kolonisation Palästinas" hingestellt wurden1, mit denen ein Dr. von Weisl, wohl ein Vorläufer des) „Fürstengeschlechtes" Jabotinskys, „nichts gemein" h'aben will, und deren „unbedingte Eliminierung"' auch Jabotinsky fordert. Zum Glück wartet weder dasl jüdische Volk auf ein' Attest über die jüdische Arbeiterschaft von seiten eines Dr. Weisl, noch kümmert sich diese Arbeiterschaft darum, ob Herr Jabotünsky! sich1 mit ihr zusammensetzen und verhandeln will, Die Karawane zieht einfach1 unbekümmert weiter....., Die einzigen, die sich' um diese Konferenz unld ihre Beschlüsse notgedrungen werden kümmern müssen, ist die Zionistische Exekutive Nund das Aktionskomitee. Dieselben Herren nämlich, die die Disziplinarresolution des A.-K. .„aus Gründen; des zionistischen! Gewissens" für die revisionistischen' Schekelzahler ablehnten, unterwerfen sich nun bedenkenlos der geforderten1 Disziplin der revisionistischen Union. Da- F r itz Fraenkel: Jüdisches Schicksal im Spiegel der Literatur Daß Buch ist ein Wegweiser durch die Zeit. So lange jüdische Bücher geschrieben und gedruckt werden, ist das < ein Zeichen pulsierenden jüdischen Lebens. Auch in den letzten Jahren sind neben amderen, wissenschaftlichen und politischen jüdischen Büchern eine Anzahl von jüdischen Romanen erschienen. Wais sind jüdische' Romane? Weder Bücher, die von jüdischen Autoren stammen, noch solche, deren Helden zufällig jüdische Namen tragen, gelten uns als jüdische Romane. Wichtig und entscheidend aillein ist, daß in ihnen ein Stück jüdischen Lebens geschildert wird. So hat Zangwill den Roman des jüdischen England geschrieben in seinen „Kinder des Ghetto", „Träumer des Ghetto", „König der Schnorrer" und den vielen anderen farbenechten Schilderungen der Ostseite vom London. Komipert schuf ähnliches für seine Heimat Böhmen', und gab uns die ersten jüdischen B,auerngeschichte.n. Karl Emiil Franzos gab als erster der deutschen Leserwelt einen Begriff der ostjüdischen Massensiiedlumgen, der Judenstädte in Galizien und der Bukovina. Der holländische jüdische Sozialist Hermann Heijermans führte uns durch die Elendsquartiere des proletarischen Amsterdam in seinen Büchern „Diamantstadt" und „Judenstreik". Dann kamen Scholem Alechem, Perez, Nomberg, Reisen und Schaltern Asch, die uns die Massensiedlungen des Ansiedliungsrayoris, den Kampf der Generationen, die Entstehung der zionistischen und' sozialistischen Bewegung im Osten, die Kenntnis vom Wesen des Chassidismus, kurz die Welt des Ostjudentums schilderten. Diese romanhaiften Berichte über die jüdischen Sied hingen in den verschiedenen Ländern haben für uns ge schichtliche Bedeutung. Wir gewinnen durch sie einen Ein blick in das jüdische Schicksal unserer Zeit und der nahen Vergangenheit. Es sollen aus der jüdischen belletristischen Literatur der letzten Jaihre nur einige wenige Bücher herausgegriffen werden, die in diesem Sinne für unsere Geschichte als Lokalstudien ein ausgezeichnetes Bild geben. Leopold Hichler stellt ains in „Der Sohn des Moses Mautner" einen jungen jüdischen Menschen in Wien vor. Seine Eltern sind aus Mähren eingewandert, arbeitsame Mittelstandsjuden, die schwer zu kämpfen haben. In die Gründerzeit um 1870 herum führen uns zwei Schriftsteller, Jean Richard Bloch und Heinrich Kurtzig. Bloch und Kurtzig zeigen uns beide eine ähnliche jüdische Generation, der eine für das eisässischlothringische französische Judentum!, der andere für das poseusche deutsche Judentum, der damaligen Zeit.'Die Familie steht im Mittelpunkt des Geschehens, die partriachali- 9che Gestalt des alten Simler in Blochs „ . und Cie." übt entscheidenden Einfluß auf seine Nachkommenschaft, in zäher Aufbauarbeit wird eine Fabrik geschaffen, umi die sich alles: Mann, Frau, Kinder und Enkel, dreht. Da wir von diesem lebensstarken französischen Judentum, so wenig gewußt haben, ist das Blochsche Buch eine unendliche Bereicherung für uns. Kurtzig, Vorsitzender jüdischer posener Heimatsvereine in Berlin, ein Mann, hinter dessen Wort man die tiefe Liebe und Anhänglichkeit eines wurzelhaften Menschen spürt, ist getreuer Aufzeichner dessen, was. er in seiner Jugend in den kleinen Städten Ostdeutschlands vom jüdischen Leben wahrgenommen hat. Da uns außer einigen kleineren Erinnerungen an das Kleinstadt- und Dorfjudentum in früheren Jahrzehnten oft nur unzulängliche Skizzen oder humoristische Khillegeschichten erhalten blieben, und der jüdische Roman der deutschen Heimat bisher noch nicht seinen Meister gefunden hat, sind wir Kurtzig für seine Bücher „Dorfjuden", „Ostdeutsches Judentum", „Kaufmann Frank", „An der Grenze", die einen wertvollen Anfang schaffen, sehr dankbar. Das wiedererwachte Interesse für die jüdische Familienforschung, die im Lamfe der letzten Zeit eine, Reihe von hochinteressanten Lebenserinnerungen brachte, wird ohne Zweifel hierin befruchtend wirken. Wie kommt es, daß die große jüdische Siedlung Berlin mit ihren fast 200.000 jüdischen Einwohnern außer etwa Georg Hermanns: „Jettchen Gebert" und, aus späterer Zeit, Gronemanns: „Tohuwa)bohu", so wenig Veranlassung zu einem großen charakteristischen, repräsentativen, Berliner jüdischen Romanwerk gegeben hat? Die Mehrzahl der bedeutenden deutschen Schriftsteller jüdischen Stammes, wie etwa Wassermann oder Ludwig, bevorzugen nur gelegentlich jüdische Motive. So haben wir über alle'jüdischen Siedlungen der Welt Romanwerke von Bedeutung, selbst über exotische Teile der Juden, über das deutsche Judentum am wenigsten. Gewiß ist das Schwergewicht des Weltjudentums auf Amerika, Baiästina, Polen gefallen, doch hat das deutsche Judentum, sowohl seiner Geschichte, seinen geistigen und führenden Persönlichkeiten nach, wie auch trotz seiner traurigen Gegenwart, nach wie vor größte Bedeutung. Auf dem Gebiete der Literatur hat vor Jahren Dr. Krojanker diese Rolle ge* schildert, Rudolf Schaj auf dem der Politik, Teilhaber auf dem der Wissenschaft, unlängst Kurt Zielenziger auf dem der Wirtschaft. Wer in diesem letzten Buche die Familiengeschichte der Rothschilds, Mendelsohns, Bleichröders, Rathenaus, Fürstenbergs', Ballins, Tietzs, Wassermanns, Gold- " Schmidts und anderen gelesen hat, hat zugleich die Ge-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.