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Der Jüdische Arbeiter · 1932-02-19 · Heft 4 (19.2.1932) · page 3

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Journal
Der Jüdische Arbeiter
Volume
9 (1932)
Issue
Heft 4 (19.2.1932)
Date
1932-02-19
Page
– (sequence 3)
Language
German
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teils durch offene Terrorfälle, noch nrehr aber durch geheime Wühlarbeit untren Vefb,a.ndatft seWicheiie.Wif et* innern unsere Genossen an den Einbruch in unser Heim, bei dem |il(vun$e^7j^Hc}ituii^sgegen$^de kommunistische Piakate aufgeklebt wurden, an die Spretfgungsversuche beim Vorfrag Max Adlers ,bei denen einige unserer Genossen blutig geschlagen wu$4enn und an andere ähnliche Ereignisse* In der Verhandlung gegen, die ausgeschlossener! Mitglieder wurde bekannt, daß die Kommunisten sich bemühen, körn* munistische Zellen. in; unserer Organisation zu schaffe^ und einzelne unserer Genossen durch besondere, scheinbat neutrale Arbeitsgemeinschaften für sich, zUj gewinnen. Es, ist ^cher, daß die Kommunisten, auch nach; Aufdeckung dieses Falles neuerlich versuchen werden, in unsere Prga.nisa.tion einzud/ingetn Wir w a r n; e n deshalb unsere Mitg 1 ie4er yof den koinmnnistischen Umtrieben in welc&e.r Form sie auch auftreten mögen u nd; fordern unsere Genossen auf, sich; gegen, 4iese; Wüh lar beit mit ahlen Mit" tel,n zu wehrten, U;nddie* kommunistischen S p a 11 u n g s v> e r s u c h e e n e r.g i. s, c h z u b e k 4 m p f e n. r Alhi Genossen . müssen auch die Leitung in ihrem Bestreben, die " Angriffe auf unseren* Verband abzuwehren, unterstützen und; zunächst folgende Beschlüsse., befolgen: 1., Mitglieder der; JS.AJ dürfen komm^stischen Qrganisationen, wie »Rote J^i)/e"» ,,Arbeiterhilf e" und ähnjliche we.der angehören, noch solche Organisati,ojien unter,- StÜtzen. , ■ >,.; jj. A^itglie^er der JSAJ dürfen ,an Kursen, Arbeitsgem,e.^nsch^fte5i u> dg.L, die von, kommunistischer, Seite' veranstaltet werden, nicht teilnehmen. _ 3, Es wird; ein allgemeines He|n*verbot .für.Kommunisten, i^sjbjesondere ^Hch fu^r alle; obengenannten, Per£$nejn> eriassea. i^lle unsere ^np^en ^c^en,. aufg.eford,ertt ^pminunisten,; -dje sich iß, unseren Räumen, aufhalten, sofort,•' ua4i -^ntscjfcitedlen aus dem Heim zu weisen. Die Leitung verspricht: euidh,, daß sie auch weiterhin mit allem Nachdruck den köhimimistischen Wühlereien entgegentreten wiid und behält siefi weitere, etwa' notwendig werdende Maßnahmen vor. , \ Wir alle aber, .Genossen und Genossinnen,,.; werden uns von unserer Arbeit für die Aufklärung der jüdischen Jugend im ziohis^jsch-sözialistis'cjheh.; Sinne nicht stören lassen, und werden durch' verstärkte Büddings- und Propagandatätigkeit für den sozialistischen Zionismus werben. Wenn alle Mitglieder die Leitung" durch eifrige Mitarbeit dabei unterstützen werden, ist uns der Erfolg sicher. Die Leitung , der JSAJ. ief^.der .heW^hen Literatur.. Ja,, Steinmarr hat Mutt aueft zuf yihmpulaniit^Cs gehör! ein gv'Ofßes Stüde Vön Müt- Und ".SellDs,tHwußts^n auf "den gälten1, der "Offiziellen:, in jfireiv Oedarikei\armut und Denkfaulheit ^tärrlert, bör^Üchr^bn|stiscKen Ptesäb-'qih Ideen- Ü^d Äuffa^ungen:ZU Rommen,, die iijr uns wohl niefets CTnibrhörtes, aber für den bürgerlichen Zionismus, der zü neuem' t)ehfcen unfähig über 'seinen dürftigen, ererbtent Ideen Vorrat angjslLch. prutßt, wahres,. Ketzer* tum. ^4^u)en- £% sqIL £ B. auf seinen Artikel „Ti- .'Icumlri'' im „Haolam" verwiesen verderi (wir kommen jaßjf. ihn an anderer _SteJle zurück),. qer üi. der zionistischen Presse einen wahren Sturm entfesselt hat. , Sein Gefährte, und Alitstxei'er ist A. S c h l p,n sk y, das .,Wunderkind'' der Jurighe^äischen Lyrik. Als Cljaluz nachi Palästina gekommen, ers,t vor ungefähr $w$m JahKzeJmtiji' den: kleinen geschmackvollen frühlinghäffen in zwangloser; Folge erschienenen• Heften „Hedim" seih, dichterisches Schaffen begonnen, gie- »hprt er heute zu den Spitzen der junghebräischien Lyrik.; Schionsky ist der bedeutendste Expressionist fter hebräischen Dichtung mit all den Vorzügen und IMängeln des Expressionismus überhaupt. Ein Künstf&, Ja Akrobat der Sprache und Form, hat man oft «'das Gefühl: Schlörisky kah ri zuviel, seine Technik ist eine derart vollendete,' daß'sein Schaffen oft Ge lahr lauft, anl dichterischem Gehalt einzubüßen, und 'sich in bloßen formalen* Kunstsprüngen' -und äußerliche!*'• Effekten zu genügen. Er berauscht sichderart 'air den Klängen, Tönen und Farben der Woi;te, daß sie Selbstzweck werden; und wie es auch bei andern teuropäischen Expressionisten der Fall ist, sich selbständig mächen/ vom Sinngehalt des Dichtwerkes loslösen, und eine selbständige Existenz führen. ..Diese ungeheure Sensibilität in Klang und Farbe sund sehr feine Empfindsamkeit' und,, 4ufgeschlpss^nr ieit neuen Ejndrücken gegen über hat .es ageh zur T^lge^ geh^. d0\ effe ^ndschaltt.. Pälästm^s'". von •'%Jlpfltsky ^ufge^tilgt,. zu einer, seelischen Land- ■$äi0i ^urde. Er steht dem Erlebnis der, paiästi.nensir scKeii*Landschaft nicht" objektiv. gegenüber,; i;n. seiner Dichtung ist, sie nicht Motiv und Inhalt, sondern etwas viel Bedeutsameres und'Tieferes: Stil und Form. •Sehlonsky ist daher unbedingt;neu, auch: dort^wo^ er (über abgegriffene und banale Themen singj. Seine JJilder und Vergleiche wirken neu und erfrischend, weil sie dem neuen Erlebnis einer neuen Landschaft entspringen: „Mit der . Sense meiner Lippen schneide ich das Aehrengold deines Haaresi' — das ist neues ^Gestalten, in neuie.m-'Leben purzelnd; oder: Den Schäferhunden gleich lagern Berge um die Zelte und bewachen sie oder das banale Motiv Sonnenuntergang: „Wer hat dort, die Sonne mit unsichtbarer Feldgabel angefaßt und sie auf den Heuwagen gieiegt?" Die Erde — ein schwarzer; die. Nächte — •blinde Zugochsen •. . ., das sind Bilder, neu gesehen, 'dem neuen Palästina en Jock't. Sehlonsky ist in einem bedeutenden Maße der Dichter der neuen Generation, des Chaluz und des¬ Arbeiters, des Kibbtiz-' und Kwuzahmenschen. Es ist kein Wunder, daß seine Lieder, vertont, in Palästina, und in der Galuth von der-Jugend gesungen werden, denn aus ihnen singt die tägliche Arbeit und ""der täglxhe Kampf, die Hoffnung und Verzweiflung, der iSieg und die Niederlage des jungen Jischuw. Schlonskys Lieder sind wahre Volkslieder der chaluzischeri, Jugenid geworden und tönen überall in der Galuth, wo Paläsünac lebendige Wirklichkeit ist. — Steinrrian und Sehlonsky sind auch die Herausgeber des „Ketuwim" und führen einen scharfen, leider; auch gehässigen Kampf gegen die ältere, um Bialik -sich scharende Generation. Der Kampf ist kein- Fehler, aber der Ton und Unterton dieses Kampfes ist — es sei ihnen bei dieser Gelegenheit offen gesagt — oft abstoßend, und anwidernd. Die „Ketuwim" als mutige, revolutionäre, immer unzufriedene, stets suchende und strebende - Zeitschrift ist sympathisch' lund anziehend, aber die Form und die Art ihres; (Kampfes wirkt auch, auf Anhänger und Freunde abstoßend. - Jedenfalls, das hebräische Wien wird mit Neugierde, Interesse und auch Vorbehalt dem lütir ■schen, was sie uns zu sagen haben*. , . ' S. Drechsler. An alle Mitglieder der J. S. A. J. Genossen und Genossinnen! Die Disziplinarkommission hat unsere bisherigen Mitglieder Juda Adler, Mano Brucker, Anni Keßler, Leo Kiueger, Leimpi Schächter und Arnold Simony aus unserer Organisation ausgeschlossen. Die Genannten haben erwiesenermaßen unter Einfluß der Kommunisten Jakob Eckert, Koppel Mar:'die dritte Konferenz mit 6000 und jetzt die vierte Kongulies und Jakob Singer kommunistische Arbeitsgemein-; ferenz mit 12.000 organisierten Arbeiterfrauen hinter uns. schaften besucht und den Versuch unternommen, innerhalb In der ersten Epoche, der Morgenröte unserer Bewegung, der JSAJ eine kommunistische—Zelle m bilden. Dieser hatten wir ein einziges Ziel vor Augen — der Frau das bedauerliche Fäll sowie einige andere Vorfälle der . letzten Eindringen in die Arbeit zu ermöglichen. Andere Probleme Die "vierte Konferenz der Arbeiter^Frauen in Palästina. Ende Jänner tagte in Tel Aviv die vierte Landeskonferenz derpalästinensischen Arbeiterfrauen. Es war eine ernste, würdige Tagung, die 12.000 organisierte Frauen repräsentierte. Interessante Referate und Debatten, die von der politischen, wirtschaftlichen; und geistigen Reife und dem großen Verantwortungsgefühl der Arbeiterfrauen Palästinas zeugen, waren zu hören. Wir geben nachstehend die scRöne Eröffnungsrede Ada Fischmans wieder, die uns einen guten Einblick in die Probleme der arbeitenden Frauen Palästinas' ermöglicht Die arbeitende Frau und ihre ^Aufgaben.. Lange Gianzepochen. im Aufbauwerk haben wir nie gehabt und keine unserer Konferenzen im Verlauf der letzten 20 Jahre konnte sich, derartigen Glanzes rühmen. Aber diese unsere vierte Konferenz^ tritt in einer besondrs schweren Zeit, zusammen. Das Judentum blutet: überall aus allen Wunden, unsere Jugend klopft verzweifelt an ,den verschlossenen Toren 4es Landes. Die fürchterliche Krise hat die entwurzelten, bodenlosen jüdischen Massen besonders hart betroffen. .Untergang droht. Die Reaktion wächst überall und sät Klassenhaß und Völkerfeindschaft. Der Judenhaß hat sich auch in den zivilisierten Ländern festger wurzelt. Die sozialistische Arbeiteririternati[onale kämpft schwer um ihre Freiheit und Geschlossenheit, alle Positionen und Errungenschaften, gehen verloren, überall muß man ineu beginnen. Die arbeitende Fra.u verliert Position auf Position auf dem Gebiet der Politik und Wirtschaft Gerade in diesem Zeitpunkt steuert die Arbeiterbewegung Palästinas im. 'ununterbrochenen Kampf nach innen und außen dem nationalen-Rettungshafen zu? \ Die Arbeiterfrau Palästinas fühlt sich als Mitträgerin der Aufbauarbeit und des Aufbaukampfes und gleichzeitig damit als 61ied -der . internationalen.. Arbeiterbewegung. Auf dieser Konterenz sollen unser Weg und die Mittel unsres Kampfes neu geprüft werden, um auch in dieser schweren Zeit unseren Teil zum Aufbauwerk beizutragen. Wollen wir heute unseren Weg in Rückschau überblicken: 1920 die erste Konferenz, sie repräsentierte 480 Arbeiterfrauen: 1922: die zweite Konferenz mit 600, 1926 Zeit, veranlassen die Leitung, euch auf folgende Tatsachen .aufmerksam zu machen. ., : Die Kommunisten sind scharfe Gegner und erbitterte Feinde der zionistischen Arbeiterbewegung. Dasi zeigt sich sowohl in Sowjetrußtend, wo die, zionistischen Sozialisten nur-wegen fihrer Gesinnung von -fiej Regierung blutig verfolgt werden»; als auch in Palästina, wo die" Kommunismen •4ie re'aföiMr^..< «r0is$^.9 Pogrom^ten in jeder Wefse. unterstützen, die jüdische Arbeiterorganisation aber Jieffig '.bekämpfen. ''•>. . . AucJti ur$Sfe. Q^ni§ation Jst den Kommunisten ein A^«.;i^i"^--be.mafii9" "si^jr -^it iängerer Zeit gab es nicht. Dieses Eindringen in die Arbeit war für uns. di^ erste Vorbedingung für die Emanzipation der trau. Dehn wir wußten, daß, die Frau nur dann auf Familie und Gesellschaft schöpferische Wirkung üben kann, wenn sie in den Grundpfeilern der Wirtschaft verwurzelt isC. 2^ Jahre lang geht unsere Bewegung diesen Weg.. »Er war. nicht leicht, Aber im. La.ufe der Zeit überzeugten -wir uns, daß die, Vorbereitung- .fax Frju für Arbeit .allein: niefit genügt. Ohne, die .Sc^ffyijg; Arbeitspos;ti9n,en für .die. Frau in Stadt UJMi QfftV werden, wir oic^t vpr^ wwt3 komjjieji, .Da.galt?u kli»P% n»c3i$ .gegen lyßere Schwierigkeiten. Wir mußt«« auch unsere fc©je- Oe* . selbchaH mjt <Jef Erkenntnis» erfüllen, d>ö nur; wenn mjk die t?räu das Joch der Öeselfediaft tragen wird* sie auf die ^aniiHe"; die erste Z«!fe dtef Arbeitenden Öes^Ü9chaft, geistig einwirken kann. Nicht feidftt waf- HücH def kämr>* , mit Uns selbstt mit def Tradition in unsi i Um die Existenzpfeiler des Volkes ztt erriditet», Wäütfte 'sich der Jüdische Arbeiter zw Landwirtschaft. Die Ftäii begleitete ihn auf diesem Wege und zeigte sich als gleichwertiger Partner.^.Schwer war es, der*Frau der) Weg in* Dorf zu bahnen, aber unendlich schwerer den in die Stadt i Am Anfang unsener Arbeit wir die Stadt wüstv öhne Fa^ i briken und Werkstätten. Das Eindringen in die städtischen Berufe war nicht angenehm, vieles haben wir erprobt und en fahren, viele Eroberungen gemacht, obwohl wir die Warn*» heit gestehen: Wir haben noch die richtige» Wege nicht gefunden, Um der Frau ständige berufliche Arbeit Un der Stadt zu sichern. Es gibt wohl viele Frauen* in den Fabriken und anderen Arbeitszweigen und es, geht eine breite Tätigkeit vor * sich, auf dem Gebiete der Kultur- Und Organis'ationsarbeit Wir aber 9trebteti die Oeffnüng von neuen Möglichkeiten an, die zur Verstärkung einet«! Arbeiter-Einwanderung führen sollte. Und wenn es heute in den Städten 2000 Arbeiterinnen gabt, die in privaten Häusern beschäftigt sind, so, müssen wir, abgesehen vom Kampfe um die Verbesserung, ihrer Lage, Wege und Mittet finden, diese erschreckliche Zahl zu verkleinern. Die bis! jetzt gemachten Anstrengungen genügen nicht. Der Frauen-Arbeiterrai muß versuchen, neue Arbeitszweige zu erobern; Wir erhofften einen größeren Anteil an den '"Plantagenarbeiten, aber unsere Eroberungen jn den Kolonien sind nicht sehr groß und an den Möglichkeiten gemessen, sind sie sdhr armselig. Und: gerade bei den Plantagen könnten wir mindestens jene 20 Prozent erreichen, denen auch die Arbeitsgeber zustimmen. (Schluß folgt.) " :,: * , . ~r-...■ ■ ■ r>» . ' \* Die Budgeteiebatte in der " Kuitusgemeinde. , In der öffentlichen Plenarsitzung Montag, den 8. Februar leitete R^gierungsrat Dr. Oppenheim durch "'ein, mit reichhaltigem Zah* lerin\arei;ial belegtes Referat; die Budget, debatte ein. ' 1 Aus den Zahlen ist zu ersehen, daß infolge tder energischen »Maßnahmen ^der ErsparungsWmmissionen der Abgang für das Jahr" 1931 fast um die Hälfte alä äer, d|es vorhergehenden Jahres geringer sein durfte. Die Eingänge an Kuitussteuern zeigen ein gunstiges Bild. Das ist zweifel'- ios auf die rege systematische Fürsörgetätigkeit der letzten Jahre zurückzuführen. Trotzdem muß mit einem namhaften- Defizit für das Jahr 1932 gerechnet werden. Der Referenjt beziffert' es nach" Abschluß des Jahres 1932 mit ca. 400.000 Schilling. Das ist gewiß sehr bedauerlich und macht die äußerste Vorsicht erforderlich. ,Der * Referent wies darauf hin; daß heuer die Wahlen ausgeschrieben werden sollten, diese erfordern von der Kultusgemeinde allein einen Betrag von S 60.000. Er würde es deshalb für zweckmäßig erachten, angesichts der wirtschaftlichen Läge den Wahltermin zu verschieben. Bedauerlicherweise beschränkte sich der Budgetreferent auf die rein zahlenmäßige Darstellung des Haushaltesi der jüdischen Gemeinde; Es fiel deshalb den Rednern .der anderen Gruppen die Aufgabe zu, das Budget vom Gesichts/- punkte der Leistungen und der Pflichten der jüdischen' Gemeinde zu beleuchten. Das besorgte als erster der.Zionist Dr. Desider Friedmann, der in einer sachlichen, klugen Rede zuni Budget Stellung nahm. Als zweiter ergriff' Gen.. Mendel Singer das Wort, dessen Ausführungen wir in der nächsten Nummer unseres Blattes veröffentlichen werden. Hierauf sprach namens der . „Werktätigen" Kultusrat Hirschfeld, der in einer Redezeit von zehji Minuten die Ausführungen, seines! Vorredners wiederholte und seine Bereitschaft zuni Äus1drucke brachte, einer Verschiebung der Wahlen zuzustimmen. .,■<:'.■ . Die Fortsetzung und Beendigung der Debatte fand Montag, den 15. Februar statt. Sie begann mit einer persönlich gehaltenen Rede des Vizepräsidenten Dr. Ornstein gegen Gen.' Singer, der es wagte, Seine Majestät die „Union" in die Debatte zu ziehen. Seinem Beispiele folgten auch die Ünionisten Dr. Ticho, Dr. Haase, der bei dieser Gelegenheit „auf Grund einwandfreier historischer Quellen feststelltedaß die Juden längstens bis zur Zeit; der Könige^ Saul und Dawid eine Nation waren und erst jetzt auf der Wiener Universität wieder zu einer Nation erklärt werden sollen. Also sprach ein Historiker der „Union,". Herr Dr. Haase teilte auch mit, daß er Sozialdemokrat sei und sprach gegen das allgemeine Wahlrecht... In dieser Sitzung hielt a,uch der „Werktätige" Stern - seine Jungfernrede, die darin bestand, daß er das Pluralwahlrecht bekämpfte, so daß man ihn aufklären mußte, daß ein solches nicht besteht und es sich in der Kultusgemeinde um dje Einführung des allgemeinen Wahlrechts handle. Außerdem - erklärte der „Werktätige", daß seine Gruppe für das Budget stimmen werdet Es gibt also der Kultusgemeinde nur eine oppositionelle Gruppe,, dte die Verantwortung für die undemokratische Führung' a,b«. lehnt, das sind die drei Vertreter der „Sozialistischen Ju4$ji" und „Poale-Zion". Alle anderen,' Gruppen, die „Werktätigen" eingerechnet, tragen die Verantwortung für die Ffi.h,r^ig der Qemeuuje.; . Das sollten sich $e judTschen .Wähler merken; Auf die . Ausführungen der Ünionisten a'rt.w^te(eji ,<jer Zionist Dr. F-h^cJi und Qeu, Singer, d^er in würj||^ ^|er. en.tschied.ener form Wh. 8"f dje Angriffe des Yi^pr^sjäfn' ten Dr. Ornstein antwortete.*; , J Na.cfe; eifter. Ärzten §^ziak|eb^tfce (daf Budget Wiyer^dtfft .gefien dje, ßtimnjeri Qw*$t& genommen,- * .......^». .i..

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