Mannheim
Compact Memory

Der Jüdische Arbeiter · 1931-11-20 · Heft 17 (20.11.1931) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jüdische Arbeiter
Volume
8 (1931)
Issue
Heft 17 (20.11.1931)
Date
1931-11-20
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2641551-2641624-2641641--470-2642449
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

8 entity mentions

Seite a. Der jüdische Arbeiter ^^mtm^Mi^mmmmmiämmiii^mi^mimm seien grundlos, da sich ja der Territorial verband naÄ dem Beschluß des Ziohistenkongresses nur auf die Fragen des Kongresses zu beschränken habe und daher auch keine Möglichkeit haben werde, die Selbständigkeit unserer Organisation oder der Einrichtungen der Arbeiterschaft irgendwie einzuschränken. Schließlich werde es mehr auf die Haltung unserer Delegierten im Territorial verband als auf den Text der Resolution ankommen. Nach lebhaften Debatten, die einen Teil unserer Generalversammlung sowie zwei zu diesem Zwecke einberufene Mitgliederversammlungen ausfüllten:, kam es endlich zu einer Kompromißformel zwischen den beiden Gruppen, die die Sicherungen, welche die erste Gruppe verlangte, enthält, aber auch den Bedenken der zweiten Gruppe Rechnung trägt. Sehr zu dieser Lösung beigetragen hat ein, Artikel des Chawer Dr. Ch. Tartakower in der vorletzten Nummer^der „Stimme", in dem auch'Dr. Tartakower, der den rechten Flügel der Hitachduth' vertritt, erklärt, daß der Territorialverband nur jene Aufgaben zu behandeln haben werde, die allen Gruppen1 gemeinsam sind. Auch zeigt gerade dieser Artikel, in dem Dr. Tartakower bei der Aufzählung der Punkte, die nadi seiner Meinung in die Behandlung des" Territorialverbandes fallen, auch zwei Punkte erwähnt, deren Unterstellung unter die Entscheidung des Verbandes die Ponte £ion niemals zulassen kann, wie notwendig Sicherungen gegen die Zulassung von Fragen sind, über deren Behandlung durch den Territorialverband große Meintingsdifferenzen bestehen. Die Kompromißformel, die in die Vereinigungsresolution aufgenommen: wurde und die auch die Grundlage für die bei der Schaffung des ' Territorialverbandes festzusetzende Geschäftsordnung des Verbandes sein soll, lautet:„Der Terr itorialverband behandelt alle Fragen, die in die Kompetenz des Zionistenkongresses fal- 1 e n u n d über d i e auf dem Kongreß oder auf den Tagungen seiner Organe Beschlüsse gefaßt wurden; andere Fragen oder solche, über d eren Zu geh örigkeit zu den früher genannten; Zw.eifel bestehen, können nur mi t Z nsti m m ting aller vertretenen Gruppen auf die T a g e s o r d n u n, g gesetzt wer d e n. Die Beschlüsse des 'Ferrit o r i a 1 v e r b a n d e s d ü r f e n d i e p r og r a m m atisehen Grundsätze keiner der vertretenen Gruppen verletzen. Diese Formulierung wurde von1 unserer Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit angenommen. Die Minderheit stand auch auf dem Standpunkt der Resolution, wünschte aber eine noch schärfere Formulierung der geforderten Sicherheiten, Mit dieser Abstimmung, ist die Frage des Territorialverbandes vorläufig für uns abgeschlossen. Die genauen Detailbestimmungen werden von der vereinigten Organisation. Poale Zion-Iiitachduth auf Grund obiger Formel ausgearbeitet werden, sobald die Bildung des Territorial Verbandes aktuell wird, d. h. sobald es uns gelingt, den Widerstand der bürgerlichen Zionisten zu .überwinden. Das wird vielleicht schneller der Fall sein, als es jetzt scheint. Wir hoffen, daß dann alle unsere Genossen, ebenso rege und eifrig wie jetzt bei der Diskussion, am Platze sein werden, um die hier besprochenen Grundsätze auch gegenüber den bürgerlichen Gruppen wirklich durchzusetzen! : R. R. Der „Bund" am Kongreß der Internationale, Verlstpatjete, aber berechtigte Kritik. . \ Im „Vorwärts" — der fuhrendjen amerikanischen Arbeiterzeitung— veröffentlichte am 2. Oktober Jakob L e s z i n s k y, der bekannte jüdische Oekonom, folgende Kritik der Haltungdes1 „Bund" beim Kongreß der Internationale. Diese Feststellungen sind um' so bedeutungsvoller, als der Verfasser dem1 „Bund" nahesteht. Leszinsky führt aus: „Nach'meiner Meinung hat Genosse Ehrlich in seiner Rede zwei Fehler begangen. Erstens hat er mit keinem Wort — wirklich mit keinem Wort — die tragische Lage der jüdischen Arbeiterschaft in Polen berührt, er hat nicht von den verarmten jüdischen Massen, von dem Recht auf Arbeit, von dem verzweifelten Kampf der jüdischen Massen um die Eingliederung in die Industrie gesprochen. Der „Bund" ist zum erstenmal auf der Tribüne der Internationale gestanden, und es wäre seine Pflicht gewesen, jene Massen Vorzustellen und zu charakterisieren, in deren Namen er spricht. Ein solcher Anfang, der das Interesse des Kongresses gefunden hätte, hätte ungezwungen zur Frage der Machtlosigkeit der polnischen Arbeiterklasse, für welche die P. P. S. verantwortlich ist, führen können. Die Kritik der polnischen Partei war berechtigt und an richtigem Ort angebracht, nur hätte sie nicht theoretisch sein dürfen; Ehrlich hätte sie verbinden sollen mit den blutigsten Interessen der jüdischen Massen, die zu schützen doch die Aufgabe des „Bund" ist. Es ist charakteristisch', daß der Redner in seinen Ausführungen über die Verbündeten der Polnischen Sozialdemokratie mit keinem' Wort die Tatsache erwähnte, daß darunter auch offene antisemitische Parteien sind. Genosse Ehrlich war so in allgemeine Fragen vertieft, daß er an die jüdischen Arbeiter, die er vertritt, vergaß, Das hat EhrliChs Rede so abstrakt und blutlos gemacht." Wir können diesen Ausführungen nur zustimmen und feststellen, daß die Not aber auch die Hoffnung der jüdischen Massen im Vertreter der Poale Zion, Berl Lock er, ihren Verkünder gefunden hat. Nationalismus und Imperialismus im Vorderen Orient. Trotz aller Warnungen weitblickender Männer, Wie Achad Haanv Hugo Bergmann und Martin Buber, die aller* dings keine Macht hinter sich hatten, vernachlässtgfe die Zionistische Bewegung bis zum August 1929 das arabische Problem fast vollständig. Galt es doch, das ganze jüdische Volk zur Mitarbeit heranzuziehen, seine finanziellen Kräfte dem Zionismus nutzbar zu machen, die für Palästina verfügbaren Kapitalien im Lande selbst möglichst wirtschaftlich und nutzbringend zu investieren und sich dadurch die Basis für politische und kulturelle Positionen zu schaffen. Genf und London waren die Brennpunkte zionistischer politischer Betätigung. Man wußte zwar, daß es in Palästina Araber gebe, ja man hatte den besten Willen, mit ihnen friedlich zu leben, aber man war doch bestrebt, hervortretende Gegensätze auf dem Wege über die Mändatarmacht zu lösen. Man vermied es, dieser Frage in ihrer ganzen Kompliziertheit und Schwere ins Auge zu ziehen. Und dies rächte sich bitter. Die Augustereignisse mit ihren Opfern an Leben *und Gut wirkten in dieser Hinsicht, wie, ein gellender Alarmruf. Die Geschichte der zionistischen Bewegung in den letzten zwei Jahren steht fast ausschließlich unter dem Zeichen der politischen Schwierigkeiten, die auf die Unruhen gefolgt waren. Man begann s'ich intensiv mit dem Araberproblem, zu beschäftigen. Allen voran die zionistische Arbeiterpartei, die von jeher auf die Dringlichkeit dieser Angelegenheit hingewiesen hatte, ohne allerdings durchdringen, zu können. In diese Zeit der Bemühungen, die Araberfrage klar und objektiv zu erkennen, fällt nun das "Erscheinen eines Buches aus der Feder des bekannten zionistischen Publizisten Hans Kohn, unter dem Titel: „Nationalismus und Imperialismus im vorderen Orient". (1931. Sozietäts-Verlag, Frankfurt a. M.) Dieses Buch stellt sich die Aufgabe, die nationalen Bestrebungen der Völker des vorderen Orients und ihren Kampf gegen den europäischen Imperialismus in systematischer Weise darzustellen. Hans Kohn schildert die Wandlungen, die in den letzten Jahrzehnten, insbesondere aber nach dem Weltkriege im Vorderen Orient, der zum überwiegenden Teile von Arabern bewohnt wird, vor sich gegangen sind und sich fast auf alle Gebiete gesellschaftlichen Lebens! erstrecken. Gleichzeitig mit dem Eindringen des Kapitalismus in diese Länder, mit der Herausbildung eines eigenen selbstbewußten Bürgertums und einer nach europäischem Muster geschulten Intelligenz in den Städten, erwachen in immer stärkerem Maße nationale Bestrebungen. Der einheimis'che Unternehmer und Kaufmann stoßt bei Schritt und Tritt auf die Konkurrenz des durch Privilegien Kge- Schützten ausländischen Kapitals. Sie wird ihm unbequem: Sie hindert ihn an der ungestörten Ausbeutung. Er kämpft gegen diese ausländische Konkurrenz und wirft sich dabei zum Sprecher des ganzen Volkes auf, das er gegen fremde Unterdrückung und Ausbeutung schützen will. In diesem Kampf gegen den europäischen Imperialismus wird das Bürgertum auch von der jungen, eben erst zum' Bewußtsein gelangenden Klasse des Proletariats unterstützt. Es versteht in ausgezeichneter Weise seine Interessen und Ideale zu denen des Proletariats zu machen. Das Bürgertum löst die Herrschaft des1 Feudaladels ab. Es ist an einer Agrarreform interessiert. Es kämpft mit dem Feudaladel um das Recht auf freie Arbeit. Verständlich, daß auch die Fellachen den nationalen Parolen des Bürgertums folgen. Als Begleiterscheinungen* des wirtschaftlichen Umwandlungsprozesses sehen wir das immer weitere Zurücktreten der Bedeutung der Religion im öffentlichen Leben, religiöse Reformbestrebungen, Verweltlichung der Universitäten, Frauenemanzipation usf. Das Erwachen des nationalen Bewußtseins schafft eine Jugendbewegung mit vollkommen modern anmutenden Zielen und' Bestrebungen, bringt eine intensivere Beschäftigung mit arabischer Literatur und Sprache. Der Gedanke einer panarabischen Staaten föderation. zieht immer weitere Kreise.! Diesen veränderten Verhältnissen im vorderen Orient s'etzen nun auch die europäischen imperialistischen Mächte, insbesondere die Engländer, gezwungenermaßen eine geänderte politische Taktik gegenüber. Großbritannien für das diese Gebiete von größter strategischer . Bedeutung sind, da sie den See-, Land^ und Luftweg nach Indien, dem Herzen des britischen Kolonialreiches, bilden, begnügt sich mit den meisten von ihm abhängigen Gebieten „Militärbündnisse" zu schließen. Das heißt: Es behält sich in militärischen Dingen freie Hand, die es1 ihm! jederzeit ermöglicht, seinen Ratschlägen den nötigen Nachdruck zu verleihen; überläßt jedoch den einzelnen Staaten eine mehr oder weniger vollkommene Souveränität. Palästina bildet in dieser Beziehung eine Ausnahme. Tendenzen aber, die auf eine Zusammenarbeit der verschiedenen arabischen Länder hinausgehen, setzt es einen entschlossenen Widerstand entgegen, denn dies wäre für Englands Machtposition im Vorderen Orient der Anfang vom Ende. Hans Kohn geht nun zur Schilderung der Entwicklung und der Erfolge der nationalen Bestrebungen in ihrem Kampfe gegen den Imperialismus in den einzelnen Gebieten der Levante über. Aegypten, das fortgeschrittenste Gebiet des Vor» deren Orients, führt bereits seit Jahrzehnten einen erbitterten Kampf um seine Unabhängigkeit. Seine Lage am Suezkanal jedoch zwingt Großbritannien, sich eine gewisse Kontrolle über dieses Land zu sichern. Unter Ausnützung von Gegensätzen zwischen König und Parlament und den einzelnen Parteien selbst versteht eä auf geschickte Weise, sich int Lande zu behaupten. Die Beherrschung der Nil Staudämme im Sudan und zeitweiliges Erscheinen englische Kriegsschiffe vor den Häfen : bilden wichtige Behelfe zui Regulierung der ägyptischen Regierungspolitik. Trahsj ördanien, als Völkerbundmandat untei englischer Oberhoheit» war bei seiner Schaffung als Puffer slaat zwischen den zivilisierten Küstengebieten und den nomadischen Inneren Arabiens gedacht. Diesem Gebiet wurd< ein Vertrag gewährt, der charakteristisch für die englischt imperialistische Politik im allgemeinen ist. Dje Unabhängjg keit Transjordaniens wurde anerkannt. Jedoch behielt siel England „nur" folgende Rechte vor: Vollkommene tnili tärische Manövrierfreiheit im Lande, Aushebung von ein heimischen Truppen zum Schutze des Landes und;das Er teilen von Ratschlägen bei der Verleihung von Konzessio nen, der Ausbeutung von Naturschätzen, der Anlage un,< Verwaltung von Eisenbahnen und der Aufnahme von An leihen. Syrien, ebenfalls Mandatsgebiet, wurde gleich hacl Uebernahme der Macht durch die Franzosen' in eine Anzahl von Staaten geteilt. Devise: Teile und herrsche. Auel hier gibt es einen erbitterten Kampf um Souverinätät titic Vereinigung, der mit Teilerfolgen der Kämpfenden endet. . Irak, unter englischer Mandatshoheit, verfügt übet eine fast vollkommene Unabhängigkeit und soll im Jahre 1932 bereits Mitglied des Völkerbundes werden. Auch hier hat sich England Stützpunkte für den Flugdienst nach Indien gesichert. Nebenbei weiß es gut sein Interesse am Mossülö: in zivilisierter aber doch entschiedener Art zu vertreten. Die Arabische Halbinsel, aus deren ungeheurer Wüstengebieten im Innern sich zuerst die arabische Welk über ganz Vorderasien, Nordafrika und Südeuropa ergossen hat, ist auch jetzt wieder der Schauplatz einer arabischen Erneuerungsbewegung. Das Wüstenvolk der Wahabiten 'hat die zum Teil fruchtbaren Wüstengebiete besetzt und untei der Führung des' Oberhauptes Ibn Saud die Hegemonie tuitet den arabischen Stämmen an sich' gerissen. Ibn Saud ist bestrebt, die Verhältnisse im zurückgebliebenen Arabien zu modernisieren; er versucht die nomadisierenden Stämme an feste Wohnsitze zu fesseln und die Verkehrssicherheit zu heben. Zugleich schwebt ihm dabei die Idee einer pänarabischen Staatenföderation vor. Ibn Saud wartet auf die Gelegenheit. Auch hier hat es England verstanden, seine militär- und verkehrstrategischen Ziele gegen die stärksten Widerstände zu behaupten. Die Mittel waren manchmal nicht die humansten. Schließlich kommt Hans Kohn auf Palästina zu sprechen. Und dies interessiert uns ganz besonders1. Palästina ist für Englands imperialistische Interessen gegenwärtig das wichtigste Glied in der Reihe der vorderasiatischen Staaten. Seit seine Position in Aegypten so unsicher geworden ist, muß es sich einen anderen Stützpunkt am Suezkanal schaffen. Das Palästinamandat gibt ihm Gelegenheit dazu. Palästina ist daher auch1 das einzige vorderasiatische Gebiet, das unter direkter englischer Verwaltung steht. England und der Völkerbund haben das Recht dei Juden auf ein Nationalheim in Palästina anerkannt. Die Balfourdeklaration und das Mandat gaben ihnen Gelegenheit ins Land 'einzuwandern und sich hier festzusetzen. Verständlich, daß das arabische Bürgertum' die Balfourdeklaration und das Mandat bekämpft. Das arabische Bürgertum führt diesen Kampf mit den bekannten Mitteln und Parolen. Es fordert eine demokratische Vertretung. Es zeigt Anteilnahme an der Verelendung der Fellachen. Es fordert Abhilfe in Form1 von: Pächterschutz Aufhebung der Zehentsteuer, Landwirtschaftssdiulen, Hypothekarbanken usw. Und greift schließlich zu den brutalsten Methoden der Verhetzung, zu offener Aufforderung zu Mord und Vernichtung. Seite an Seite mit dem Bürgertum geht der Klerus unc Feudaladel. Klingt dies nicht absurd? Bürgertum und Groß grundbesitzer^in einer Front, wo doch das Bürgertum ge wis'sermaßen eine Agrarreform anstrebt. Und hier erlauben wir uns einige kritische Bemerkun gen. Hans Kohn ist kein Marxist. Er hat sich zwar gewiss! Elemente der materialistischen Geschichtsauffassung zu eigei gemacht, doch fehlt ihm der Blick des Marxisten zum voll kommenen Verständnis der gesellschaftlichen Zustände. Wäh rend er einerseits die nationalen und panarabischen Be strebungen vom Standpunkte der absoluten Bedeutung fü das historische Geschehen im Vorderen Orient zu starl hervorgehoben hat, hat er es andererseits unterlassen, dii Bestrebungen und Methoden des1 europäischen Imperialis mus mit der nötigen Schärfe und Klarheit darzustellen. Hans Kohn hebt zwar hervor, daß das arabische Bürger tum in Palästina es ausgezeichnet versteht, die Fellachei durch Aeußerung freiheitlicher Gesinnung und Reformbestre bungen für seinen nationalen Kampf zu gewinnen, erkenn jedoch nicht, daß die arabische Feindschaft gegen dei Zionismus aufs wesentlichste reduziert, die Rivalität zweie Bourgeoisien darstellt, der arabischen und der jüdischen. Unc wo wäre der Klerus nicht mit dabei gewesen, wenn es gegei Aufklärung und Fortschritt ging. Das Großgrundbesitzer tum nun wird durch Furcht in die Einheitsfront getrieben durch Furcht vor den im sozialistischen Sinne aufgeklärte! jüdischen Einwanderern, die die noch in tiefer Unterdrückung und Unwissenheit steckenden Massen der Fellachen revolu tionieren könnten. Rein vernunftgemäß gedacht, wäre nich zu verstehen, warum sich die arabische arbeitende Bevöl kerung gegen Zuwanderung der mit der modernsten Wissen schaft und Technik ausgestatteten Juden wehren sollt« insbesondere da das Land noch vollkommen unentwickel und in jeder Beziehungi eine verhältnismäßig große Auf nahmsfähigkeit besitzt. Trotz aller Verschiedenheit in der Auffassung de politischen und sozialen Vorgänge müssen wir doch Han Kohn das Veridenst zusprechen, einen ernsten Versuch un

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.